Volksbanken werden vergleichsfreudiger

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Lange Zeit schien die Lage der Anleger einiger geschlossener Fonds der DZ-Bank-Tochter DG Anlage fast aussichtslos. Ihre Fonds waren in eine Schieflage geraten, an Ausschüttungen war nicht zu denken. Einige reichten Klagen ein, weil sich aus ihrer Sicht Fehler in den Prospekten befanden oder sie sich nicht ausreichend beraten fühlten. Zunächst wurden Klagen reihenweise abgewiesen, doch in den vergangenen Monaten wurden einige positive Urteile erstritten.

Unter diesem Druck werden die Volksbanken offenbar vergleichsfreudiger. Wie das Anlegerschutzportal von Börse online berichtet, wurden in den letzten Wochen zahlreiche Vergleiche geschlossen, über deren Inhalt in der Regel wegen vertraglicher Verschwiegenheitsklauseln nichts bekannt wird. Für klagende Anleger ist dies nachteilig, weil sie sich nicht auf die Ergebnisse in eventuell vergleichbaren Fällen wie ihren berufen können.

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6 Antworten to “Volksbanken werden vergleichsfreudiger”

  1. Max Maier Says:

    Leute, eins ist klar: Eure Volksbank wird immer das tun, womit sie besser wegkommt. Und genau das ist immer das schlechtere für Euch. Glaubt ja nicht, das die Volksbank „Eure“ Bank ist – so wie sie es immer beteuert. Und wie es eigentlich auch sein sollte.

    Raiffeisen ist lange tot. Und die genossenschaftlichen Ideale auch.

    • VobaSchaden Says:

      Max Maier, Sie haben leider recht. Die Raiffeisen-Idee war, in der Not zu helfen. Die heutige Volksbanken-Idee ist, Not zu verursachen. Hauptsache, der eigene Profit stimmt.

  2. vrbankopfer Says:

    Von Vergleichsfreudigkeit dieser Banken habe ich noch nichts gemerkt. Zumindest meine Bank (Spar- und Kreditbank Karlsruhe) hat einen Vergleich rigoros abgelehnt. Nun darf sie sich auf eine Klage einrichten. Nur: das kommt dann in die Presse und ins Internet. Diese Form von „Werbung“ dürfte unangenehmer sein. Die Strategie, solche Fälle auszusitzen, dürfte wohl nicht aufgehen.

  3. volksbankenopfer Says:

    Vergleichsfreudigkeit – Fehlanzeige. Die Genossen haben sich bereits früh in 2007 durch ihre Gremien (Volksbanken, Raiffeisenbanken etc.,Verbände, BVR) festgelegt, keine generelle Lösung anzubieten. Es bleibt nur der Weg über die Gerichte -sehr zum Wohle der Anwälte auf jeder Seite- und zum Schaden (hohes Prozessrisiko) für die Geschädigten.
    Leute glaubt dem Geschwätz von bestimmte Anwaltsseite mit eigenem Schutzclub nicht, die wollen doch nur euer Geld, um kollegial und freundschaftlich zu „verhandeln“!!
    Die Verantwortlichen der DZ Bank wissen um das Risiko einer Einigung. Diese würde ca. 1 (eine) Milliarde Euro kosten, da zäumen die doch,lieber willige Kreativ-Anwälte auf DZ Bank Seite auf – denn das kostet doch nur 1-2 Millionen Euro!!!!! Über Proteste und schlechte Medienberichte lachen die Verantwortlichen doch nur. Die DZ Bank schlägt sich doch derzeit mit viel größeren, überlebensträchtigen Problemen herum, es bleibt spannend, wenn auch für Geschädigte nix rum kommt!!!

  4. Bankenkennerin Says:

    Es deutet vieles darauf hin, dass es die DZ-Bank wohl nicht mehr lange geben wird.

    • VobaSchaden Says:

      Hallo Bankenkennerin,
      Wenn dem so ist, hat die Bank sich ihr Verschwinden vom Markt selbst zuzuschreiben. Wer so viele Leute reinlegt, hat kein Mitleid verdient.

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