Massive Betrugsvorwürfe gegen DZ Bank

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Im Rahmen ihrer vierjährigen Tätigkeit bei der DG Bank (heute DZ Bank), stieß die Buchautorin Andrea Fuchs mehr oder weniger durch Zufall auf Schwachstellen – etwa im Wertpapierabwicklungssystem der Bank. Dies geht aus einem von „Whistleblower“ veröffentlichten Interview hervor.

„Über diese sogenannten Schwachstellen war über Jahre hinweg, der damaligen DG Bank ein Schaden von bis zu DM 20 Mio. pro Jahr entstanden. Das Geld wanderte nachweislich in die Taschen von Kollegen und Vorgesetzten“.

Mehrere langjährige Mitarbeiter im Aktienhandel und im Aktiensales der DG Bank hätten durch Buchungstricks erhebliche Beträge im siebenstelligen Bereich zu Lasten der damaligen DG in die eigene Tasche gewirtschaftet. Andrea Fuchs erläutert: „Eines Tages erhielt ich einen Hinweis aus unserem Privatkundenhandel, dass ein direkter Kollege an meinem Handelstisch merkwürdige Buchungen vornahm, die sich schließlich als Scheingeschäfte und damit als Geldwäsche herausstellten. Der Kollege wurde trotz eindeutiger Überführung nach einigem Hin und Her mit einer dicken Abfindung noch während seiner Probezeit entlassen. Darüber hinaus wurde erheblicher Schindluder mit Neu-Emissions-Zuteilungen getrieben. Auch hier waren die Betrugsabsichten der Beteiligten zweifelsfrei nachzuweisen. Auch diese Fälle wurden von der Geschäftsführung nicht geahndet.“

Abrechnungsbetrügereien im Rahmen von Geschäftsreisen und Manipulationen der Anwesenheit am Arbeitsplatz seien an der Tagesordnung gewesen. „Einmal überraschte ich meinen direkten Vorgesetzten sogar dabei, wie er selbst die Handelsbücher manipulierte“.  Es handelte sich dabei um die Kurse, die für die DG Immobilienfonds im Zweitmarkt gestellt wurden. In diesem Zusammenhang seien Kick-Backs sowohl an die Volksbanken und an hausinternen Fonds zu Lasten der Fondskäufer in Form von unentgeltlichen Reisen, Geschenken, Autos und Sonderzahlungen geleistet worden.

Der Mitarbeiterin sei mehrfach aufgetragen worden, mit ihrem privaten PKW, einem Peugeot 205, verschlossene Aktenkoffer in die Schweiz zu bringen. Holdinggesellschaften für ihre Vorgesetzten und für spezielle Kunden seien in der Schweiz eröffnet und nach gewissen Transaktionen sofort wieder geschlossen worden. „Geschäfte dieser Art waren an der Tagesordnung“.

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3 Antworten to “Massive Betrugsvorwürfe gegen DZ Bank”

  1. VobaSchaden Says:

    Wen wundern diese Vorwürfe? – Das Piratenschiff „DG-Bank“, umlackiert in „DZ-Bank“ hat tausende von Kleinanlegern über seine Beiboote mit der Aufschrift „Volksbank“ ausplündern lassen und sich dafür der „DG-Anlage“ bedient. Wer in so großem Stil die Menschheit reinlegt, dem ist alles zuzutrauen. http://www.vertrauensschaden-bank.de

  2. bankgenosse Says:

    VobaSchaden: Sehr treffend formuliert!

  3. Robert van Deenen Says:

    info@dsgv.de

    Erstes Gebot für Banker: Der Kunde bleibt der Dumme!

    Guten Tag.
    sehr geehrter Herr Netzel,

    Ihr Präsident, Herr Haasis, hatte sich in den letzten Wochen über die öffentliche Kritik an Ihren Sparkassen beklagt und betont, dass es doch die Sicherheit, die Solidität und Vertrauenswürdigkeit sei, die Ihre Sparkassen gerade jetzt in der Krise auszeichnen würden. Wir hier machen da eine ganz andere Erfahrung. Lesen Sie unsere Geschichte und machen Sie sich Ihr eigenes Bild.

    1/
    Haben Sie Sparverträge/-pläne? Meine spontane Umfrage bei Familie und Umfeld ergab, dass von 50 Haushaltungen 42 Familien einen bis mehrere Sparverträge haben. Wir hier haben 8 Sparverträge für unsere Kinder, und hier geht es heute um die Sparverträge bei der Kreis-sparkasse Köln, die wir für unsere 3 Töchter und das Patenkind gleich nach der Geburt in der Filiale Refrath abgeschlossen haben: Fürs Studium, für die erste Wohnung, fürs erste Auto, für eine erste Anschubfinanzierung im wahren Leben.

    2/
    Als im Mai 2009 ein Sparvertrag/-plan unserer Tochter Clarissa fällig wurde und mit rund 20.000 € zur Auszahlung kam, haben wir erfahren, dass die Berechnung der Zinsen über die Laufzeit des Sparvertrags (hier: 20 Jahre) nicht korrekt ist und gemäss BGH ff eine Neube-rechnung erfolgen muss. Die 1. Nachberechnung ergab eine Differenz von 12 Cent – für die Sparkasse.

    Beweis: Schreiben der Sparkasse vom 29.06.2009 und Nachberechnung

    Diese Berechnung ist falsch, die Sparkasse hat falsche Zahlen vorgelegt. Dies haben wir der Bank gesagt und die legte dann die 2. (zweite) Nachberechnung vor: 1.155,54 € Zins-differenz. Die Bank würde diese Differenz auch an die Tochter Clarissa auszahlen, verlangt dafür aber eine Verzichtserklärung.

    Beweis: Schreiben der Sparkasse vom 08.09.2009 nebst 2. Neuberechung

    Wir halten das Sparkassenbuch in den Händen. Diese Buch ist noch nicht geschlossen. Das Verlangen unserer Sparkasse nach einer Verzichtserklärung zur Erlangung der eigenen Spar-gelder/-zinsen ist eine Unanständigkeit besonderer Art, und unter keinen Umständen zu akzeptieren. Unsere Sparkasse hat auch diesen Sparplan korrekt abzurechnen. Wenn unsere Sparkasse dazu nicht bereit oder nicht fähig ist, ist die Frage nach der Erlaubnis zur Betreibung von Bankgeschäften zu stellen.

    3/
    Als wir im Mai 2009 von diesen falschen Zinsberechnungen erfahren hatten, haben wir unsere Sparkasse gebeten auch die Verträge der Töchter Annica und Maraice sowie des Patensohns Mirko neu und korrekt zu berechnen und die jeweiligen Differenzen ff auszuzahlen. Die Sparkasse verweigert dies und beruft sich nun jeweils auf Verjährung. Da hatte es nämlich eine Gesetzesänderung gegeben, die Verjährung war von 30 Jahren auf 3 Jahre geändert worden.

    Beweis Schreiben der Sparkasse nebst Verzichtserklärung

    Aber: Die Sparkasse bietet Kulanzzahlungen an, allerdings nur gegen Unterschrift unter Verzichtserklärungen.

    Der Verbraucherschutz sagt keine Verjährung, aber…. Und es gibt dazu mittlerweile eine gefestigte Rechtsprechung, u.a. Urteil des OLG Köln vom 16.01.2007 (13 U 27106). Das Gericht äußerte sich auch zur Frage der Verjährung von Zinsnachforderungsansprüchen: Diese verjähren grundsätzlich ebenso wie die Hauptforderung erst nach 30 Jahren. Außerdem haben wir alle von den falschen Abrechnungen erst jetzt im Mai/Juni 2009 erfahren und “Kenntnis erlangt“ – § 199 BGB und § 812 BGB zur „ungerechtfertigten Bereicherung“. Und für uns ist ein langlaufender Sparvertrag bei einer öffentlich-rechtlichen Sparkasse mit einer Zielsumme von rund 10/20/30.000 € kein Geschäft des täglichen Alltags. Früher hieß das Mündelsicher. Der BGH hat 2007 entschieden, dass auch für Altfälle die dreíjährige Verjährungsfrist erst mit besagter Kenntnis des Gläubigers beginnt.

    4/
    Der Verbraucherschutz sowie das Ministerium sagen: 40.000 Sparer haben mit Lehmann-Sparbriefen rund € 700 Mio. verloren. Die Beraterin der Sparkasse räumt in einem Gespräch zu diesen 5 Sparplänen ein, dass es sich um 3 Millionen Sparpläne-/Verträge handelt (hier bei der Sparkasse Köln). Die falsche und nicht korrekte Abrechnung der Sparpläne erreicht also eine ganz andere Dimension – weit größer als das Lehmann-Desaster. Es sind viele Sparer im ganzen Land betroffen – und sie wissen es nicht einmal. Und es geht um viel Geld.

    5/
    Wir haben uns beschwert, wir haben Strafanzeigen erstattet, und wir haben Klagen eingereicht. Wie immer das ausgehen mag, eines ist sicher: Wir, unsere Kinder und Kindeskinder und alles um uns herum werden einer Sparkasse in diesem Land niemals mehr trauen (können). Und wir alle werden niemals mehr einen Euro einer Bank anvertrauen (können). Wir erleben es gerade: „Erstes Gebot für Banker = Der Kunde bleibt der Dumme!“

    6/
    Der Verbraucherschutz bietet im Internet Informationen zu diesem Thema an, kostenpflichtig, recht versteckt. Wir halten diese Informationen für wenig hilfreich und unvollständig. Die Angaben zur Höhe der Zinsen sind nicht korrekt. Die 2. Berechnung der Sparkasse im Fall der Tochter Clarissa weicht doch meilenweit von diesen Angaben ab. Wir halten fest: So ist den vielen Millionen Betroffenen nicht geholfen.

    Vielen Dank und

    freundlichen Gruß

    Robert van Deenen
    Von-Andreae-Str. 14
    51427 Bergisch Gladbach
    Fon 02204. 63640 Ab
    Mobil 0176. 54581925
    Mail robvandeenen@aol.com

    PS
    Natürlich gibt es mittlerweile ein paar Ordner Material zu diesen Fällen.

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