Wortklaubereien in Ludwigsburg

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Böse Drachen und wilde Tiere schlagen noch einmal wild um sich, bevor sie einen Kampf endgültig verlieren. Ähnlich scheint es derzeit bei der Volksbank Ludwigsburg. Offensichtlich lässt die Bank keine Möglichkeit aus, sich selbst ins Abseits zu manövrieren.

Einmal wird ein Neunzigjähriger Anleger aus einer Bankfiliale geworfen, weil er nach dem Verbleib seiner Altersvorsorge fragen will, die ihm „seine“ Bank im Alter von 75 Jahren (!) verkauft hatte. Ein anderes Mal wird einer Betriebsrätin gekündigt und dabei auf dubiose Unterstützung zurück gegriffen.

Einem Anleger, der sein Geld in DG-Fonds investiert und seine komplette Einlage verloren hatte, kündigten die Genossen aus Ludwigsburg sämtliche Konten, als er sich darüber beklagte, dass die Vermögensberatung der Volksbank Ludwigsburg wohl nicht das Wahre sei. Eine Begründung konnte (oder wollte) die Bank nicht liefern.

Aktuell ziehen die orange-blauen Genossen aus Ludwigsburg gegen einen Anleger vor Gericht, der sich öffentlich zur DG-Fonds-Misere geäußert hatte. Die Bank stört sich an der Äußerung des Anlegers, er hätte sein Erspartes „komplett verloren“. Unbestritten ist, dass das komplette eingesetzte Kapital des Anlegers verloren ist. Anstatt sich um die Entschädigung des Anlegers zu kümmern streitet die Ludwigsburger Volksbank lieber vor Gericht über Spitzfindigkeiten in der Formulierung. Gehetzt von den eindeutigen Urteilen der Oberlandesgerichte und des BGH, die gegen die vermittelnden Banken in letzter Zeit gesprochen wurden, suchen die Ludwigsburger Banker nun mit allen Mitteln nach Möglichkeiten, aufmüpfige Anleger mundtot zu machen.

Wie lange schlägt der angekratzte Drache noch um sich, bis er sich endlich geschlagen gibt? Es bleibt spannend. Eines ist jedoch bereits jetzt sicher: Der Starrsinn des Ludwigsburger Bankvorstandes kostet die Mitglieder dieser Bank immense Summen. Eine Entschädigung der Opfer falscher Bankberatung wäre wohl weitaus günstiger gewesen – zumal eine Entschädigung früher oder später ohnehin erforderlich wird. Doch bis dahin wird sich personell in Ludwigsburg wohl noch einiges ändern.

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7 Antworten to “Wortklaubereien in Ludwigsburg”

  1. bankgenosse Says:

    Vor einem vollen Gerichtssaal beim Landgericht Stuttgart bemühte sich die Volksbank am heutigen Dienstag um Schadensbegrenzung und stimmte dem vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich zu. Die Bank trägt damit die Kosten ihrer völlig überflüssigen Klage selbst.

    Wieder einmal wird deutlich, wie die Volksbank Ludwigsburg mit dem Geld ihrer Mitglieder umgeht. Und mit Kunden, die Kritik äußern. Statt die Kritik für die eigene Verbesserung zu nutzen, will man man lieber Kunden gerichtlich zwingen, „die Schnauze zu halten“.

    Hat eine solche Bank das Recht, „VOLK“ im Namen zu tragen?

  2. vrbankopfer Says:

    Es wird höchste Zeit, dass diese Bank wegen ihrer Anlageempfehlungen per Gericht zur Rechenschaft gezogen wird und kräftig zahlen muß.

  3. genossenbankster Says:

    Nervös reagieren diese Banken, wenn betroffene Anleger nach dem Verbleib der in die DG Fonds investierten Gelder fragen und Verluste beklagen. Diese Fragen sind verständlich, denn eine Reihe dieser Fonds sind heute nahezu wertlos. Wohlbemerkt als „sichere Anlage“, gar als „Altervorsorge“ von vielen Volksbanken/Raiffeisenbanken verkauft.

    Da wird viel Geld in die Hand genommen, um Betroffene vor Gericht zu ziehen. So geschehen bei der Volksbank Göttingen und nun bei der Volksbank Ludwigsburg.

    Es ist an der Zeit, dass auch Betroffene dieser Volksbanken ihre Schadensersatzprozesse vor Gericht gewinnen.So geschen vor Gericht in Schweinfurt, Stuttgart, Koblenz (nicht rechtskräftig).

  4. Gerhard R. Says:

    Eine Bank, die gerichtlich durchsetzen will, dass Kunden gefälligst begeistert sein sollen von der miserablen Arbeit – wo gibt’s denn sowas?
    Leben die Ludwigsburger Genossen etwa noch in einer Diktatur?

    Das passt aber nicht zu den genossenschaftlichen Prinzipien!

  5. volksbankenopfer Says:

    Bei dieser Bank gilt wohl:

    Wer nicht pariert, dem erklärt man, „Vertrauensverhältnis gestört“.

    Wer nach dem Verbleib der Anlage fragen will, der „wird aus dem Hause gewiesen“.

    Wer sagt, was er denkt, „der wird vor Gericht gezogen“.

    Eigenartig, diese Bank ist n i c h t „systemisch relevant“!

  6. binele Says:

    Ja, unglaubliche Vorgänge bei dieser Volksbank Ludwigsburg.

    Da werden Finanzierungen für Beteiligungen im Kumpel-Strukturvertrieb vertickert, die Bank sieht auch nach Jahren keine Fehler ihrerseits, obwohl von guter Kapitalanlage und Wertsteigerung der finanzierten Immobilien gesprochen wurde, diese Immobilienanteile heute nur einen Furz wert sind. Verlust 20 Tausend Euro und eine Menge Ärger.
    Die Volksbank bestreitet Anbahnung und Aussagen der Vermittler natürlich mit Nichtwissen!

    Auch ich verlange seit Jahren die Rückabwicklung (noch außergerichtlich) der Finanzierung, bisher ohne Erfolg.
    Nun werde ich Anzeige erstatten (hätte ich schon längst tun sollen). Und ich werde gerichtlich gegen die Volksbank Ludwigsburg Vorgehen, wobei ich noch nicht weiß, wie ich das bezahlen soll! Ich rate jedem, um die Volksbank Ludwigsburg einen großen Bogen zu machen.

  7. Michael Says:

    Als Erbe eines verstorbenen Kunden der VR Bank Nürnberg, der von einem Bankangestellten regelrecht leergesaugt, wurde mir am 23.3.2012 wegen einer telefonischen Beschwerde wegen unrechtermäßig erhobener Gebühren damit gedroht sämtliche Konten, die leider auch bei der VR Bank Nürnberg sind, zu kündigen, trotz ständigem Guthaben.

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