DG-Anlage: Alle Entscheider im Urlaub

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Auch für den Urlaub gilt: Zusammn geht mehr.Frankfurt. Auf einen Vergleichsvorschlag des Oberlandesgerichts (OLG) in Sachen DG-Fonds erbat sich die Anwältin der DG Anlage-Gesellschaft und der DZ Bank eine Bedenkzeit von vier Wochen. Begründung: Die Entscheider seien die nächsten drei Wochen im Urlaub. Dies wollte der vorsitzende Richter so nicht akzeptieren: „Wenn ich im Urlaub bin, gibt es immer jemanden, der mich vertritt“. Die Anwältin bekräftigte: „Es gibt keine Vertretung, die anwesend ist. ALLE Entscheider sind die nächsten drei Wochen im Urlaub“.

Wie aus Anwaltskreisen zu erfahren war, gab es eine ähnliche Aussage aus DG-/DZ-Kreisen schon in einer anderen Sache vier Wochen zuvor: Dort hieß es, in den nächsten vier Wochen sei kein Entscheidungsbefugter anwesend oder erreichbar. Nimmt man also die Aussagen der DG Anlage, bzw. der DZ Bank und ihrer Rechtsvertreter ernst, so sind alle Entscheider dieser Institute innerhalb von zwei Monaten sieben Wochen im Urlaub. Womöglich gemeinsam getreu dem Slogan „Zusammen geht mehr“.

Man kann nun die Frage nach der Glaubwürdigkeit von DZ-Bank und DG-Anlage stellen. Man könnte sich aber auch den Zustand der von diesen Instituten gemanagten DG-Immobilienfonds ansehen. Dann müsste man sich überhaupt keine Frage mehr stellen. Man müsste sich nicht einmal mehr wundern, warum zahlreiche DG-Fonds faktisch pleite sind, wenn sich die Gehaltsempfänger permanent im Urlaub befinden und nicht erreichbar sind. Ob den Entscheidern wohl bekannt ist, dass sie eine Verantwortung zu tragen haben? Oder dienen die „Treuhandgebühren“ nur zur Finanzierung der Lustreisen des „abwesenden Managements“?

 

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4 Antworten to “DG-Anlage: Alle Entscheider im Urlaub”

  1. vrbankopfer Says:

    Ich war selbst vor Ort Zeuge dieser peinlichen Vorstellung. Dass alle Entscheidungsträger samt Vertreter über mehrere Wochen nicht erreichbar sein sollen? Das kann stimmen oder nicht. Wenn es aber stimmen sollte, ist es blamabel und darüber hinaus ein eklatanter Verstoss gegen Grundsätze ordnungsgemässer Geschäftsführung. Ich betrachte das als plumpe Verzögerungstaktik. Diese Manager setzen damit ihre merkwürdige Strategie fort. Ein Gesinnungswandel ist nicht in Sicht.

    • VobaSchaden Says:

      Stimmt, alles reine Verzögerungstaktik! – Hier wird so auf Zeit gepokert, das ist unfassbar. Aber irgendwie will man die drei Jahre Verjährungszeit zusammenbekommen – und sei es eben, indem man mit dem Geld der Kleinanleger mal im Urlaub ne Sause macht.

  2. Gerhard R. Says:

    Wie eine solche Bank in Zukunft noch einen Stich machen will, ist mir ein Rätsel.

  3. Bankenkenner Says:

    Einfach nur peinlich, was die DZ Bank seit Jahren veranstaltet.

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