Archive for Dezember 2009

Turbulenzen bei der VoBa Kirchheim-Nürtingen

22. Dezember 2009

Vorstandssprecher geht – Aufsichtsrat tritt komplett  zurück

Kirchheim (swr). Nach den heftigen Turbulenzen bei der Volksbank Kirchheim-Nürtingen verlässt der Vorstandssprecher Axel Mohr das Unternehmen. Das hat eine Sprecherin der Bank heute bestätigt. Aufsichtsrat und der Vorstandssprecher haben sich demnach gestern Abend darauf geeinigt, den Arbeitsvertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Auch sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates treten zurück. Vorstandssprecher Axel Mohr hatte vor zehn Tagen angekündigt, im nächsten Jahr rund 60 Mitarbeitern zu kündigen. Die beiden anderen Vorstände der Bank distanzierten sich davon und sprachen von einem völlig unerklärlichen Alleingang des Vorstandssprechers.

Bankberatung im Test: Beraten und verkauft

15. Dezember 2009

Beratung bei Banken ist völlig ungenügendBei der Anlageberatung deutscher Banken liegt laut Stiftung Warentest weiter einiges im Argen. Bei verdeckten Beratungsgesprächen habe keine der 21 Banken das Qualitätsurteil “Gut“ erhalten. Von den getesteten Großbanken, Sparkassen und Raiffeisenbanken seien lediglich drei knapp “befriedigend“ bewertet worden, teilte Stiftung Warentest mit. 16 erhielten die Note “ausreichend“ und zwei ein “mangelhaft“.

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Dreieich: Volksbank muss Schadensersatz zahlen

11. Dezember 2009
Frankfurter RundschauDas Landgericht Darmstadt hat die Volksbank Dreieich in einem Urteil verpflichtet, einer 67-jährigen Kundin wegen „einer fehlerhaften Anlageberatung“ bei einem geschlossenen Immobilienfonds einen Schadensersatz von rund 41.000 Euro zu zahlen. Die Frau hatte vor neun Jahren in der Summe rund 50.000 Euro, damals 100.000 Mark, in zwei geschlossene Immobilienfonds investiert. Das Landgericht sah bei der Volksbank allerdings eine „fehlerhafte Anlageberatung“ der Kundin. Die empfohlenen Immobilienfonds seien mit den Anlagezielen der Frau nicht vereinbar gewesen, so das Gericht.
Quelle: Frankfurter Rundschau

Aufklärungspflicht der Banken

11. Dezember 2009
Kickback-Zahlungen sind Schmiergeld

Kickback

Die aktuellen Prozesse in Sachen DG-Fonds sind geprägt von verkrampften Versuchen der Bankenseite, die Gerichte davon zu überzeugen, dass die Anleger von den verheimlichten Provisions-zahlungen an die beratenden Banken gewusst haben sollen. Der Bundesgerichtshof hat in verschiedenen Urteilen klargestellt, dass das Verschweigen einer Provision dazu führt, dass der Kunde eine Rückabwicklung verlangen kann.

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Unverständnis über Bank-Argumentation

10. Dezember 2009

In Sachen DG-Fonds gleicht eine Verhandlung in weiten Teilen der anderen. Besonders, was die Argumentation der Bankenseite angeht: Zusammengefasst behaupten die Bank-Anwälte, dem Berater wäre nicht zumutbar gewesen, alles zu verstehen, was für die Anlage entscheidend war. Vom Anleger wird jedoch sehr wohl erwartet, dass er die gut versteckten Hinweise in den nur teilweise bereitgestellten Unterlagen hätte erkennen müssen.

Fazit: Volks- und Raiffeisenbanken behaupten zusammen mit der DZ-Bank, dass der Anleger auch fachlich besser informiert sein muss als der Anlageberater. Kunden dieser Banken sollten das wissen, bevor sie sich auf den Weg zu ihrem genossenschaftlichen „Berater“ machen. Auch wenn viele Volksbanken in ihrem Leitbild von „Beratungsverantwortung“ reden – wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, findet die Bank und deren Anwälte 1000 Gründe, warum die Verantwortung beim Anleger liegt und die Bank „fein raus“ ist.