Volksbanken: Provisionsgier als „Antrieb“ für den neuen Slogan?

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Der Antrieb für den BankerJeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Was die Volksbanken lauthals in der Werbung verkünden, trifft voll und ganz zu. Was jedoch nicht zutrifft, ist die „heile Welt“, die in den Werbespots vorgegaukelt wird. In Wirklichkeit hat der Slogan einen ganz anderen Hintergrund, nämlich den Versuch der nachträglichen Rechtfertigung von unzulässigen heimlichen Kickback-Zahlungen.

Im großen Stil haben die Volks- und Raiffeisenbanken und deren Partner in den 90er-Jahren ihren Kunden gut verpackte Schrottimmobilienfonds als „sichere, wertbeständige Altersvorsorge“ empfohlen. Mit Erfolg: Das fast grenzenlose Vertrauen der Kunden in ihren Bankberater wurde skrupellos ausgenutzt und viele Anlager in den Ruin getrieben.

Jetzt wird man sich fragen, was die Volksbanker angetrieben hat, als sie das Vertrauen ihrer Kunden derart missbrauchten. Die Antwort ist einfach: Heimliche Provisionen, wie die Gerichte jetzt rügen, waren der „Antrieb“, die Kunden gezielt in Schrottimmobilienfonds „hinein zu beraten“ und damit die Vernichtung ihrer Altersvorsorge bewusst in Kauf zu nehmen.

Vor diesem Hintergrund bekommt der aktuelle Slogan eine ganz andere Bedeutung. Eine Infomation, die die „Werbezielgruppe“ der „Antriebskmapagne“ aufmerksam zu Kenntnis nehmen sollte, um künftig fundiertere Anlageentscheidungen treffen zu können.

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10 Antworten to “Volksbanken: Provisionsgier als „Antrieb“ für den neuen Slogan?”

  1. VobaSchaden Says:

    Einen Volksbänker sollte nach dem Genossenschaftsgesetz die Förderung des Erwerbs und der Wirtschaft seiner Mitglieder antreiben (§ 1 GenG), leider treibt ihn offenbar genau das Gegenteil an, nämlich die Frage, wie komme ich langfristig an das ganze Vermögen meiner Mitglieder und Kunden. Daher entpuppen sich viele als Vermögensschädiger statt Vermehrer. Traurige Entwicklung!

  2. Nein Says:

    Keine Fakten, folglich auch kein Hinterrgrundwissen.
    Nur gebetsmühlenartig wiederholte Geschichten, die teilweise Jahre alt sind.
    Sippenhaft: eine ganze Bankengruppe wird wegen einige schwarzer Schafe an den Pranger gestellt.
    Und: der Betreiber des Blogs versteckt sich, ohne Impressum, ohne Namensnennung.
    Und jetzt bin ich gespannt, ob der Kommentar stehen bleibt …

  3. VR-Geschädigter Says:

    Vielen Vorständen und Aufsichtsräten von Volks- und Raiffeisenbanken dürfte der RÜCKTRITT nahegelegt werden, da die Art und Weise, wie sie teilweise mit ihren Kunden und Mitgliedern umgehen unerträglich ist und mit den ursprünglichen Idealen von Raiffeisen nichts mehr gemein haben.
    Obendrein werden über die Genossenschaftsstruktur in Deutschland über 17 Mio Mitglieder organisiert bzw. kontrolliert, wie der GENO-Verband stolz auf seinen Internetseiten mitteilt – Big-Brother lässt grüßen!
    Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser – das kommt uns doch irgendwie bekannt vor.
    Das Genossenschaftrecht sieht vor, dass sogar ein Mitglied des GENO-Prüfverbandes das Recht hat, bei den Versammlungen einer Genossenschaft teilzunehmen – und zwar bei jeder Genossenschaft – egal ob Winzergenossenschaft, Wohnbaugenossenschaft oder neuerdings Energiegenossenschaften. Da kann man dann gleich die VR-Kredite für die Photovoltaikbetreiber anbieten.
    Mit einer genossenschaftlichen Mitgliedschaft öffnet man den Weg-Frei-Machern Tür und Tor für Werbung in allen Bereichen des Finanzwesens.
    Es wird Zeit dass der Gesetzgeber das Genossenschaftsgesetz überarbeitet und die Macht dem Bürger zurückgibt!

  4. vobageschaedigt Says:

    Es graust mir immer wieder, wenn ich an der Volksbank Schwarzwald-Neckar in Schramberg vorbeigehen „muss“ und die reisserische Werbung „jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt“ lesen muss. Dann muss ich immer an die DG-Schrott-Immobilien-Anlagen der DG-Anlage bzw. DZ-Bank denken, die mir in den 90er-Jahren mit vielen Versprechungen vermittelt wurde! Es war jedoch nur die Gier der Bank auf die „schöne“ zu verdienende Provision und auf mein sauer verdientes Geld!!

  5. volksbankenopfer Says:

    Kommentar zu NEIN

    Es ist nun leider nicht so, dass eine ganze Bankengruppe wegen e i n i g e r s c h w a r z e r S c h a f e an den Pranger gestellt wird.
    Mitnichten, denn es ist der g e s a m t e Finanzverbund der Volksbanken, Raiffeisenbanken, Verbände, als auch der BVR, sowie die DZ Bank, die hier einmalig in der deutschen Bankenszene eine Entschädigung für die Geschädigten der DG Fonds ablehnen, gar die Betroffenen verhöhnt, durch die Gerichte treibt, wenn diese Rechte einklagen. Andere Banken (Deutsche Bank, Deka, Sparkassen, Commerzbank u.a.) gestehen Fehler ein und betreiben Schadensbegrenzung durch Entschädigungen. Die sich als seriös rühmenden Volksbanken zeigen hier ihr wahres Gesicht. Zigtausend abgezockte Kunden haben den Volksbanken den Rücken gekehrt, recht so, möge man auch weiter mit ca.30 Millionen Kunden, ca.16 Millionen Mitgliedern prahlen. Immer mehr wird deutlich, wer hier auf der Gier nach Provisionen tausende Kunden über den Tisch gezogen hat. Ein übles Beispiel, denn das Vertrauen der Kunden wurde schamlos ausgenutzt, dass man damit langjährige Geschäftsbeziehungen zerstört hat, schert die Verantwortlichen bei Volksbanken und DZ Bank offenbar wenig.

  6. Doch Says:

    @ Nein:

    Der gute Herr „Nein“ schreibt von fehlendem Hintergundwissen und fehlenden Fakten, doch ist festzuhalten, dass diese Beschreibung auf keinen anderen Beiträg in diesem Blog so sehr zutrifft, wie auf seinen eigenen.

    Beim Thema „Sippenhaft“ fällt er nicht nur durch fehlendes Hintergundwissen, sondern durch falsche Annahmen auf. Ich kenne bisher nicht viele Volksbanken, die keine DG-Fonds an ihre Kunden verhökert haben. Es war wohl überwiegende Mehrzahl an diesem verbrecherischen Komplott beteiligt. Dafür spricht ein weiteres Argument: Wenn es nur um einige „schwarze Schafe“ ginge, so würde der Verband diese schwarzen Schafe sicherlich auch als solche behandeln und darauf pochen, dass sie den Schaden regulieren. Genau das tut der BVR nicht, sondern stärkt ihnen den Rücken. Damit stellt sich der Verband ganz offiziell auf die Seite der Schurken-Banken, die DG-Fonds vertrieben haben. Damit sitzen alle in einem Boot.

    Und was die Gebetsmühlen angeht – auch das trifft wohl eher auf die VR-Banken zu, die gebetsmühlenartig bundesweit bei jeder Gelegenheit die selbe verlogene PR-Soße von sich geben. Und vor Gerichten und in juristischen Schriftsätzen gebetsmühlenartig immer wieder die selben Nebelkerzen setzen, um vom wahren Sachverhalt abzulenken.

  7. Betrogener Says:

    Die Empörung kann gar nicht groß genug sein. Moral und Anstand sind Verhaltensregeln, die DZ Bank und deren Volks- und Raiffeisenbanken nicht kennen. Was würden die Gründer des Genossenschaftswesens dazu sagen ? Hermann Schulze-Delitzsch würde mit dem Knüppel drauf hauen.
    Wegsperren sollte man das Gelumpe !

  8. VR-Geschädigter Says:

    Lieber Nein-Sager,

    Es mag ja sein, dass Sie sich richtig verhalten haben, aber es gibt leider auch eine andere sehr traurige REALITÄT!

    Vor ein paar Tagen wurde der „Bankdirektor“ der kleinsten Raiffeisenbank Deutschlands – in Gammesfeld – im Fernsehen gezeigt.
    Vor diesem 1-Mann-Institut hab ich wirklich respekt.
    Und was sagte der Raiffeisenmann Fritz Vogt im Fernsehen. Er zitierte Brecht: (sinngemäß) was ist schlimmer – eine Bank ausrauben oder eine Bank zu gründen?

    Dieser Raiffeisenbanker sagte auch, dass er immer wieder von den Verbänden gedrängt würde, sich deren Geschäftspolitik zu unterwerfen. Aber er sei hart geblieben mit dem Ergebnis, dass die Finanzkrise an dieser Bank vollkommen spurlos vorüber zog.

    Fakten könnten wir geschädigten Anleger jede Menge liefern. 20.000 geschädigte Anleger werden auch von der DZ-Bank bestätigt und so viel geschädigte Anleger können nicht nur ein paar schwarze Schafe verursachen.
    Ich könnte Ihnen einen ganzen Akten-Berg von VR-Skandal-Fällen präsentieren, wenn Sie Fakten wollen!
    Der Erfahrungsbericht (Die Judasbank) von Andrea Fuchs, als ehemalige Mitarbeiterin der DG-Bank hat schon weit vor der aktuellen Finanzkrise genau die Machenschaften aufgedeckt, die heute in den Schlagzeilen der Presse sind.
    In dem Buch sind auch zahlreiche Beweisdokumente.
    Lesen Sie das doch Bitte mal!

    Die ZEIT hat schon im Jahr 1990 davon gesprochen, dass die DG-Bank für „schräge Geschäfte“ bekannt sei.
    Obwohl also die DG-Bank für schräge Geschäfte offenbar bekannt war, haben die Verbundpartner- die Volks-und Raiffeisenbanken – dennoch deren Produkte verkauft und nicht darauf hingewiesen, dass es sich um einen problematischen Initiator handelt – auch das ein Aufklärungsmangel!

    Und dann alte Geschichten.
    Ganz aktuell sind die GAF-Produkte des VR-Verbundes im öffentlichen Beschuss. Auch hier bahnen sich Verluste an.

    Der Unterschied zu anderen Geldinstituten ist nur der: Deutsche Bank, Sparkassen usw. zeigen sich kundenfreundlich.
    Von einer bundesweiten Kulanzaktion der VR-Banken hat man aber noch nie etwas gehört!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Es gibt, wenn überhaupt, nur Krümel für die Kunden oder Schreiben von Anwälten, dass man keine Kritik hören will – nicht etwa, dass die Kritik nicht begründet sei – nein – nur,man will sie nicht hören!!!!!!

    Aha – jetzt wissen wir Bescheid – was die Herrschaften antreibt!

  9. VobaSchaden Says:

    Hallo, Herr Nein,
    Fakt ist, dass über 20.000 Leute ihre Ersparnisse in den DG-Anlagefonds, deren Zeitwert bei nahe Null liegt, verloren haben und der Gesamtschaden die 500 Mio Euro Schwelle überschritten hat. Dies waren Gelder zur Altersvorsorge, also logischerweise auf 15 oder mehr Jahre angelegt. Insofern stimme ich Ihnen zu, dass die Geschichte Jahre alt ist – für den, der sein Geld verloren hat, ist sie aber aktuell und brisant wie nie zuvor, denn wir sind an der Altersgrenze angekommen, wo diese Ersparnisse zurückfließen sollten. Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht betroffen sind und stets ihr Geld, dass Sie einer Volksbank anvertrauen, auch nach Jahren wieder zurückbekommen. Nichts anderes ist unser Ziel.

  10. vrbankopfer Says:

    Hallo Herr NEIN,
    es ist löblich, dass Sie, aus welchen Gründen auch immer, Ihren Arbeitgeber verteidigen.
    Nur, würden Sie das auch tun, wenn Sie feststellen müßten, dass Ihnen Geld unterschlagen wurde, das Sie vertrauensvoll zur sicheren Verwahrung, z. B. zur Altersvorsorge hinterlegt haben?
    Wohl gemerkt, es liegt mir nicht daran, eine Bankengruppe wie die Genossenschaftliche pauschal zu verurteilen.
    Nur: 20.000 geprellte Anlager allein durch Geschlossene Immobilienfonds der DG-Anlage/DZ-Bank mit ca. 800 Mio. EURO Schadensssumme sind eine Menge Holz. Da kann man nicht mehr von „bedauerlichen Einzelfällen“ reden. Da steckt mehr dahinter.
    Und dann die Art und Weise, wie die Verantwortlichen versuchen, diese Fälle abzuwiegeln, auszusitzen und sich letztendlich vor der Verantwortung gegenüber seinen Kunden (Mitgliedern) zu drücken, ist alles andere als vertrauensbildend. Im Gegenteil, das ist ein Skandal ersten Ranges.
    Ich habe selbst über 32 Jahre einem Unternehmen des genossenschaftlichen Verbundes angehört und war über 35 Jahre Mitglied meiner genossenschaftlichen Hausbank.
    Und dann erfahren Sie, eher zufällig, dass ein größerer Geldbetrag, den Sie dieser Bank vertrauensvoll als risikolose Altervorsorgemaßnahme überlassen haben, nicht mehr rückzahlbar ist! Wohlgemerkt: ich habe das Geld der Bank zur Verwahrung überlassen und nicht einer Spielbank zum Zocken! Dazu habe ich mir das Geld zu hart erarbeitet.
    Wenn Sie dann von Ihrem „fachkundigen“ Bankberater hören müssen, Sie wollten nur die „schnelle“ Mark machen und das (beim Beratungsgespräch verschwiegene) Risiko hätte Ihnen bekannt sein müssen, kommt Enttäuschung und Wut auf. Da schwindet auch der letzte Rest von Loyalität.
    Beim besten Willen: zu solchen Banken kann man kein Vertrauen mehr haben.
    Das letzte Kapitel dieser „Zusammenarbeit“ wird wohl vor Gericht geschrieben.

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