Katerstimmung bei der Volksbank Balingen

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Vorbei mit der Narretei: Volksbank Balingen verurteiltDas Landgericht Hechingen hat dem „närrische Treiben“ bei der Volksbank Balingen ein Ende bereitet und die Führung der Bank auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Einem geschädigten Anleger, der eine außergerichtliche Entschädigungslösung angestrebt hatte, hatte die Volksbank Balingen empfohlen, er solle doch vor Gericht klagen. Der Anleger ist dem Rat der Bank gefolgt und hat Klage eingereicht. Wie wir soeben erfahren haben, hat das Landgericht Hechingen die Volksbank Balingen zur Schadenersatz verurteilt. Damit zählt auch die Balinger Volksbank zu den selbsternannten „Siegern der Finanzkrise“, die vor Gericht verloren haben.

Jetzt muss die Volksbank entscheiden, ob sie endlich zur Räson kommt und das Gerichtsurteil akzeptiert oder ob der Vorstand weiter an seiner „Verbohrtheit“ festhält und den Mitgliedern weitere unnötige Kosten durch ein „öffentlichkeitswirksames“ Berufungsverfahren zumuten will. Dem Aufsichtsrat, der laut Satzung die Interessen der Mitglieder der Genossenschaft gengenüber dem Vorstand (gerichtlich und außergerichtlich) zu vertreten hat, kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Pikanterweise vertritt in diesem Prozess ein Aufsichtsratsmitglied als Anwalt die Interessen des Bankvorstandes gegen ein Mitglied.

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6 Antworten to “Katerstimmung bei der Volksbank Balingen”

  1. VobaSchaden Says:

    1. Der Vorstand sollte sich schämen und zurücktreten.
    2. Der Aufsichtsrat sollte sich schämen und zurücktreten.
    …wenn beides nicht geschieht, sollten 3. die Mitglieder bei der nächsten Wahl beide Gremien in die Wüste schicken, nicht jedoch ohne Regressansprüche.
    Außerdem sollte nicht nur dem klagenden Mitglied, sondern allen, die so falsch beraten wurden, ihr Schaden von der Bank ersetzt werden.

    • vobageschaedigt Says:

      Der gesamte genossenschaftliche Finanzverbund müsste neu aufgestellt werden. Die Verantwortlichen der DG-Fonds-Pleiten sind leider immer noch „gefragte Männer“ bei unserer Regierung!!

  2. Marion Janssen Says:

    VobaSchaden hat recht: Ein Rücktritt des Vorstandes wäre angesichts dieses Desaster angebracht.

    Auch der Aufsichtsrat sollte gelegentlich mal die Satzung lesen:
    In § 22, Abs. 8 heißt es:
    „Der Aufsichtsrat vertritt die Genossenschaft gegenüber den Vorstandsmitgliedern gerichtlich und außergerichtlich.“

    Ist es da nicht seltsam, wenn ein Aufsichtsratsmitglied die Interessen des Vorstandes gegen ein Mitglied der Genossenschaft vertritt?

  3. bankgenosse Says:

    @ Frau Janssen:
    Das offenbart die wirklichen Zustände: Nur wer Teil des Filzes ist, kann kassieren. Zum Beispiel als Aufsichtsratsmitglied und Anwalt.

    Anstatt die Interessen der Genossenschaft und ihrer Mitglieder zu vertreten gegenüber dem Vorsatand, gibt es doch tatsächlich Aufsichtsräte, die genau das Gegenteil tun. Der Vorstand seinerseits sorgt dafür, dass die „Maulwurf“-Leistungen fürstlich vergütet werden. Mit Geldern der Genossenschaft, versteht sich.

    Die Schmiergeld-getriebene Falschberatung der Kunden war nicht der einzige Interessenskonflikt bei diesem fragwürdigen Komplott, der ungeniert unter dem genossenschaftlichen Deckmäntelchen sein Unwesen treibt.

  4. vrbankopfer Says:

    Nicht nur die großen Banken haben ihr makaberes Spiel mit ihren Kunden getrieben, auch die vorgeblich seriösen und kundennahen Volks- und Raiffeisenbanken im Schlepptau der DZ-Bank haben offenbar bei der Vermittlung von vorgeblich sicheren Geldanlagen zahlreiche Kunden verprellt. Allein bei der Vermittlung von DG-Fonds wurden nach heutiger Kenntnis über 20.000 Kunden geschädigt. Von „Ausnahmen“ und „bedauerlichen und nicht vorhersehbaren Entwicklungen“ kann da keine Rede sein. Diese Vertriebsstrategie war wohl systematisch geplant.
    Mein Vertrauen in diese Bankengruppe ist nun nachhaltig gestört, denn auch ich wurde von meiner Volksbank mit diesen fragwürdigen Fonds beglückt.
    Eine Kehrtwende kann nur erreicht werden, wenn Fehlverhalten von Banken und Bankberatern konsequent geahndet werden und zwar rückwirkend! Dazu müssten die Verjährungsfristen deutlich verlängert, die Prospekthaftung verschärft und die Umkehr der Beweislast zugunsten der Anleger eingeführt werden.

  5. Marion Janssen Says:

    Erfreulich ist, dass die Presse nicht länger still hält und sich daran gemacht hat, dieses unrühmliche Genossenkapitel aufzudecken.

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