DZ-Bank-Chef: „Wir müssen uns vor uns selber schützen“

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Ob das eine Erkenntnis ist, die da bei DZ-Bank-Chef Kirsch zu reifen beginnt? Jedenfalls titelt die Berliner Zeitung vom 30. April 2010 ein Kirsch-Interview mit dem Zitat „Wir müssen uns vor uns selber schützen“. Richtig ist, Berliner Zeitungdass man die Welt – vor allem die Anleger – vor der DZ Bank schützen sollte. Denn eigentlich sollte das genossenschaftliche „Spitzeninstitut“ die Aktivitäten der genossenschaftlichenVolks- und Raiffeisenbanken untereinander koordinieren.  Die genossenschaftlichen Grundsätze wurden jedoch rücksichtslos über Bord geworfen: Nicht die von Raiffeisen angestrebten Vorteile für die Mitglieder zählen heute. Kirsch & Kollegen haben die DZ Bank zu einem Spielcasino gemacht. Weil sie – entgegen der genossenschaftlichen Ziele – Gewinnmaximierung betreiben wollten.

Doch das hat – wohl aus Mangel an Kompetenz – nicht funktioniert: Statt hoher Gewinne hat das Institut gigantische Verluste aus Fehlspekulationen und Zockergeschäften eingefahren. Seit vielen Jahren sind es die Volks- und Raiffeisenbanken, die die DZ Bank mit dem Eigentum ihrer Mitglieder am Leben halten. Das funtkioniert nur deshalb, weil Genossenschaftsmitglieder geduldige Menschen sind und immer noch davon ausgehen, dass ihre Bank nach genossenschaftlichen Grundsätzen geführt wird. Es wird noch eine Weile dauern, bis der breiten Masse klar wird, dass die Volks- und Raiffeisenbanken zu reinen Geldsamelstellen für DIE ZOCKER-Bank (DZ-Bank) verkommen sind. Bis es soweit ist, können Kirsch und seine Kollegen das Vertrauen der Bankmitgleider munter weiter missbrauchen. Der Gründervater Raiffeisen würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das mit ansehen müsste. Denn genau gegen dieses System ist er damals mit der genossenschaftlichen Idee angetreten.

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2 Antworten to “DZ-Bank-Chef: „Wir müssen uns vor uns selber schützen“”

  1. Gastredner Says:

    Einer meiner Gastredner-Kollegen ist Guido Westerwelle. Auch Lafontaine lässt sich gelegentlich das Leben mit gutbezahlten Lobesreden bei der DZ-Bank versüßen.

    Die Politik steckt tief im DZ-Sumpf. Das ist der Grund, warum die Genossen ihr Spiel ungehindert weiter treiben können.

  2. Voba-Schaden Says:

    Wie recht Herr Kirsch doch hat. Die beste Möglichkeit, jemanden vor sich selbst zu schützen, ist doch, ihn einzusperren, oder? – Natürlich ohne Schnürsenkel und Gürtel und ggf. sogar in eine Gummizelle. Dann ist er vor sich selbst geschützt und andere sind ebenfalls vor seinen Machenschaften sicher.

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