Albstädter Volksbank schließt Vergleich und zahlt 85 % an Anleger-Ehepaar

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Einem Bericht des Schwazrwälder Boten zufolge hat sich die Volksbank Tailfingen auf einen Vergleich mit einem Ehepaar aus Albstadt geeinigt, das geklagt hatte, weil ihm die Bank Anleihen von fünf anderen Banken verkauft hatte – darunter Lehman Brothers. So genannte Cobold-Papiere hatte ein Albstädter Ehepaar im Jahr 2004 auf Anraten der Bank gekauft. Mit der Pleite der Lehmann Brothers Bank waren die Papiere wertlos. Das Landgericht Hechingen hatte die Bank, die zuvor eine außergerichtliche Entschädigung abgelehnt hatte, bereits vollumfänglich für schuldig gesprochen. Die Bank jedoch wollte das Urteil nicht akzeptieren und zog vor’s Stuttgarter OLG, wo sie in letzter Sekunde doch noch einen Vergleich anbot, um eine Bestätigung des Hechinger Urteils in zweiter Instanz zu umgehen.

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5 Antworten to “Albstädter Volksbank schließt Vergleich und zahlt 85 % an Anleger-Ehepaar”

  1. vobaschaden Says:

    Landauf, landab geraten die Volksbanken nun mächtig unter Druck zu handeln. Wie man sie kennt, versuchen sie auch im letzten Moment immer noch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und weniger zu zahlen. Echte Gauner eben. Aber es wird nichts nützen, wir wollen alle unser Geld zurück und die gerichtlichen Instanzen erkennen, dass die Volksbanken an vielen Stellen Schindluder getrieben haben.

  2. Albstädter Volksbank schließt Vergleich und zahlt 85 % an Anleger-Ehepaar (via Bankgenosse’s Blog) « Bankgenosse's Blog Says:

    […] Einem Bericht des Schwazrwälder Boten zufolge hat sich die Volksbank Tailfingen auf einen Vergleich mit einem Ehepaar aus Albstadt geeinigt, das geklagt hatte, weil ihm die Bank Anleihen von fünf anderen Banken verkauft hatte – darunter Lehman Brothers. So genannte Cobold-Papiere hatte ein Albstädter Ehepaar im Jahr 2004 auf Anraten der Bank gekauft. Mit der Pleite der Lehmann Brothers Bank waren die Papiere wertlos. Das Landgericht Hechingen hat … Read More […]

  3. Hans Joachim Bendlin Says:

    mit diesem Vergleich ist diese Volksbank noch gut bedient. Meine (ehemalige) genossenschaftliche Hausbank wird nicht so billig wegkommen. Aufgrund der inzwischen ergangenen höchstrichterlichen Urteile sind weitere Niederlagen für die genossenschaftlichen Banken vorgezeichnet. Das bisher gepflegte „Saubermann-Image“ ist für die Betroffenen schon längst dahin. Schade, dass die Mehrzahl deren Kunden das fragwürdige Geschäftsgebaren dieser Banken immer noch nicht erkannt haben. Dann würden diesen Banken die Kunden in Scharen davonlaufen.

  4. vobageschaedigt Says:

    Wieder hat eine Volksbank Fehler bei der Beratung und bei den entsprechenden Finanzprodukten indirekt eingestanden. Leider kam es nicht zu einem Urteil. Es ist anzunehmen, dass die Volksbank einen Imageschaden vermeiden wollte und es somit zu einem Vergleich kam.

  5. Der Abgezockte Says:

    Die 85 % waren vom Nominalwert gerechnet. Da die Anlage aber zu einem Kurs von deutlich unter 100 % verkauft wurde, liegt der Entschädigungssatz bei über 90 % des eingesetzten Kapitals.

    Das ist zwar immer noch kein gutes Geschäft für den Anleger. Es zeigt aber, dass die Volksbanken allmählich erkennen, dass sie rechtlich keine Chance haben und Vergleiche um jeden Preis wollen.

    Es soll in letzter Zeit sogar mehrere Vergleiche deutlich über 100 % der Anlagesumme gegeben haben – nur um ein klares Urteil zu vermeiden!

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