Archive for August 2010

Medien aufmerksam beobachten

24. August 2010

Lange Zeit haben es Volks- und Raiffeisenbanken mit ihrer Medienarbeit geschafft, vom Skandal um die DG-Fonds abzulenken. Themen wie eine Spende an einen Kleintierzüchterverein, das Sponsoring eines Radrennens oder die Verabschiedung eines „verdienten Vorstandes“ wurden hoch aufgehängt, während man versuchte, alles Negative tot zu schweigen.

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Finanztest: Anleger darf vertrauen

17. August 2010

Liest ein Anleger den Prospekt zu seiner Geldanlage nicht und vertraut seinem Anlageberater, ist dies keine grobe Fahrlässigkeit, die die dreijährige Verjährungsfrist in Gang setzt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 8. Juli 2010, Az. III ZR 249/09).

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Reste-Rampe der Genossen

9. August 2010

„In aller Stille wälzt die DZ Bank hohe Risiken ab“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung, „Die DZ Bank hat doch die Sicherungseinrichtung in Anspruch genommen. Immobilienfonds und Anteile an Verbundunternehmen wurden an die BAG Hamm verkauft.“

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Der Banken-Schwindel

7. August 2010

Hans-Ulrich Jörges vom Magazin Stern geht mit der Regierung hart ins Gericht. „Betrug muss man Betrug nennen“ schreibt er in seinem Artikel „Zwischenruf aus Berlin – der Banken-Schwindel“ im Stern und belegt seine Anschuldigungen mit ebenso handfesten wie erschreckenden Fakten. Demnach hätte eine Finanztransaktionssteuer 0,1 % mehr als 1000 Milliarden Euro jährlich eingebracht.

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BGH verschärft die Beraterhaftung

6. August 2010

Der Bundesgerichtshof verschärft die Haftung von Finanzberatern, die geschlossene Fonds verkaufen. Sie können sich nicht mehr darauf berufen, dass ein Anleger die Risiken einer Beteiligung kennen müsse, weil er den Verkaufsprospekt gelesen habe. Das Urteil wurde in der vergangenen, jetzt liegt auch die Begründung der Richter vor (AZ.: III ZR 249/09).

Quelle: Capital

Kickbacks: Wieder eine Rechtslücke geschlossen

6. August 2010

Banken müssen Kunden noch lange nach dem Verkauf eines Finanzprodukts über die vereinnahmten Provisionen aufklären.

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Bank darf Provision nicht verschweigen

5. August 2010

Anlageberater von Finanzinstituten müssen Vertriebsprovisionen für Versicherungsverträge gegenüber ihren Kunden offenlegen. Das berichtet auch Financial Times Deutschland

Aufklärungspflicht für Banken gilt seit 1990

3. August 2010

Der Bundesgerichtshof stärkt die Rechte von Sparern. Banken hätten seit 1990 wissen können, dass sie Provisionen offenlegen müssen. Capital zeigt, wie Anleger von diesem Urteil profitieren.

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Volksbank Kraichgau: Heimliche Provision wird zum Verhängnis

1. August 2010

Die Rechtsprechung für Kickbacks wird auch auf Policen angewandt. Das Landgericht Heidelberg hat die Volksbank Kraichgau zu Schadensersatz verurteilt, weil sie ihre Provision für den Abschluss einer Lebensversicherung verschwiegen hatte. Im konkreten Fall in Heidelberg hatte sich ein älteres Ehepaar 2007 in der Bank beraten lassen und 50.000 Euro in eine fondsgebundene Lebensversicherung einer R+V-Tochter einbezahlt. Gut ein Jahr später lag der Wert nur noch bei 42.594,40 Euro. Der Ehemann fühlte sich falsch beraten und zog vor Gericht. Dabei erfuhren die Kunden auch, dass nicht der gesamte Betrag investiert wurde, sondern vorab ein erheblicher Anteil für Provisonen abgezogen wurde und die angebliche Rendite nur aus dem tatsächlich investierterten Betrag berechnet wird. Tatsächlich sprach ihm das Landgericht 50.000 Euro Schadensersatz plus Zinsen zu. Im Gegenzug erhält die Bank die Police.

Quelle: Capital