Finanztest: Anleger darf vertrauen

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Liest ein Anleger den Prospekt zu seiner Geldanlage nicht und vertraut seinem Anlageberater, ist dies keine grobe Fahrlässigkeit, die die dreijährige Verjährungsfrist in Gang setzt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 8. Juli 2010, Az. III ZR 249/09).

In dem Fall hatte sich ein Anleger 1999 über einen geschlossenen Immobilienfonds am Frankfurter Turmcenter beteiligt. Der Berater empfahl die Beteiligung als sichere Altersvorsorge. Der Prospekt informierte dagegen auch über das Risiko eines Totalverlusts. Der BGH musste nun entscheiden, ob die Schadenersatzansprüche bereits verjährt sind. Er verneinte dies. Ein Anleger, der seinem Berater vertraue und den Prospekt nicht lese, handele nicht grob fahrlässig.

Quelle: Finanztest

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Eine Antwort to “Finanztest: Anleger darf vertrauen”

  1. vobaschaden Says:

    Das Urteil des BGH ist wichtig, denn Vertrauen in Sachen Geldanlage ist normalerweise gegeben. Wenn da nicht die Sauereien der Volksbanken gewesen wären, bei denen die Berater DG-Anlagen als sichere Altersvorsorgen angepriesen hatten, im Hinterkopf aber nur die Provisionen für die Bank und/oder sich selbst hatten. Damit wurden tausende geschädigt und logischerweise das Vertrauen auf Jahrzehnte erschüttert. Ein Skandal, den aber heute kein Volksbänker mehr wahr haben will.

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