Archive for Januar 2011

Verabschieden sich genossenschaftliche Banken vom Bankgeschäft?

26. Januar 2011

Es ist unglaublich, worum sich die Vorstände von Volks- und Raiffeisenbanken kümmern: Die Bankkarte wird in Gold eingefärbt, weil sie angeblich „jetzt noch mehr Vorteile“ bringen soll, Events werden organisiert, Konzerte, Theater – und fast jede Woche gibt es ein Blabla-Mailing oder eine Werbeanzeige, die sich Lächerlichkeiten beschäftigt, die angeblich Menschen zu etwas antreiben sollen. Ein bayrischer Bankvorstand hat jetzt nach einem Bericht der Wirtschaftswoche sogar die Beratungsqualität der Verbraucherzentrale überprüfen wollen – mit verdeckt agierenden Testpersonen. Dies, obwohl sich BVR-Präsident Uwe Fröhlich so massiv gegen verdeckte Ermittler bei der Bankberatung wehrt. Der Phantasie sind offenbar keine Grenzen gesetzt, wenn es um die Suche nach neuen Betätigungsfeldern geht.

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Landgericht Amberg „watscht“ Genossen ab

23. Januar 2011

Landgericht verurteilt Raiffeisenbank wegen FalschberatungDas „volle Programm“ juristischer Spitzfindigkeiten aus der großen „Genossenschaftlichen Kiste“ hatten die Anwälte der Raiffeisenbank im Naabtal und der DG Anlage / DZ Bank bei einem Prozess vor dem Landgericht ausgepackt, in dem es um den DG-Fonds Nr. 30 (DGI 30) ging. Insider kannten die vorgetragenen Nebelkerzen aus vorangegangenen Prozessen. Das Gericht ließ sich davon jedoch wenig beeindrucken und orientierte sich an den Fakten und an geltendem Recht. Die Beklagtenvertreter wurden jetzt mit einem Teil-Grundurteil derart „abgewatscht“, dass allmählich auch dem letzten Bankenvertreter die Eindeutigkeit der Lage klar sein müsste.

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Fröhlich attackiert Aigner

21. Januar 2011

BVR-Uwe attackiert die MinisterinBVR-Präsident Uwe Fröhlich hat Verbraucherschutzministerin Aigner kritisiert: „Verdeckte Ermittler bekämpfen Verbrecher, wir sind aber nicht kriminell“ sagte er im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin Focus. Genau daran haben Anlegerschützer Zweifel: „An den Aussagen des Herrn Fröhlich lässt sich leicht erkennen, dass er keine Ahnung davon hat, was in seinem Verband läuft“. Die Machenschaften, mit denen genossenschaftliche Banken ihre Mitglieder und Kunden um ihre Ersparnisse bringen, sei durchaus als kriminell zu bezeichnen. Nicht umsonst hätte die Staatsanwaltschaft auch schon ermittelt.

Euro-Krise: Genossen hängen tief drin

19. Januar 2011

Ausgerechnet die Genossenschaftsbanken, die nicht müde werden, lautstark zu betonen, dass sie nichts mit der Finanzkrise und riskanten Auslandsgeschäften zu tun hätten, sind in ein weiteres Milliardenrisiko verwickelt:   Der genossenschaftliche Verbund hat nach einem Bericht von Plusminus (ARD) milliardenschwer bei den Pleitekandidaten Portugal, Griechenland, Irland und Spanien PIGS-Anleihen gekauft. Wenn die Blase platzt, sind die Mitglieder und Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken ein weiters Mal die Dummen.

Ulrich Wickert gerät ins Kreuzfeuer

17. Januar 2011

Versumpft?Große Bilder der charismatischen Persönlichkeit Urlich Wickert, geschmückt mit Leit-Idealen der genossenschaftlichen Gründerväter Raiffeisen und Schulze-Delitzsch: So präsentiert sich die genossenschaftliche Bankengruppe im Internet unter Domain http://werte-schaffen-werte.de. Wickert wirbt damit unmissverständlich für die genossenschaftliche Vermögensberatung, die in zahlreichen Fällen wegen Schmiergeldzahlungen, falschen Versprechungen in Beratungen, geschönten Angaben in Verkaufsprospekten und unzähligen Verstrickungen innerhalb des genossenschaftlichen Verbundes rechtskräftig veruteilt ist.

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Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilt DZ-Bank

17. Januar 2011

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einem Anleger des DG-Fonds 27 Schadensersatz gegenüber der DZ Bank AG zugesprochen. Der Kläger hatte sich im Jahre 1991 an der DG Immobilien-Anlagegesellschaft Nr.
27 “Stuttgart, Am Wallgraben” Schütze KG mit einer Beteiligungssumme in Höhe von 10.000 DM zuzüglich fünf Prozent Agio beteiligt.
Die Kläger-Anwältin ist zuversichtlich: “Damit bestehen auch für weitere Anleger des DG-Fonds Nr. 27 gute Chancen auf Schadensersatz aus Prospekthaftung.”

Tarnen und Täuschen – Genossen vor Gericht

14. Januar 2011

Ein Kommentar von Dr. A. von Bank
Es ist zwar nicht neu, doch in letzter Zeit häufen sich die Fälle allzu offensichtlicher Tarn- und Täuschmannöver der DZ-Bank und der zahlreichen, von geschädigten Anlegern verklagten Volks- und Raiffeisenbanken.  So sind dem Bankgenossen mittlerweile unzählige Fälle bekannt, in denen die Bankenvertreter so kreativ mit der Wahrheit umgegangen sind, dass ein Normalsterblicher es mit „Lügen, dass sich die Balken biegen“ bezeichnen würde. Auch prozesstaktisch ziehen die hochdotierten Rechtsverdreher der orange-blauen Versager-Banken alle Hebel und Register. Da werden Termine immer wieder mit fadenscheinigen Begründungen verschoben, neue Anwälte hinzugezogen und permanent haltlose Zusammenhänge konstruiert, die dann später wieder revidiert werden müssen, wenn Anlegeranwälte wachsam sind. Mal wird Berufung eingelegt, dann wieder zurückgezogen und der Vergleichsweg gesucht, um dann trickreich den Anleger erneut über den Tisch zu ziehen.

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VR-Beratungsmisere: BVR fürchtet Ermittler

5. Januar 2011

Seit Januar 2010 sind Bankberater verpflichtet, über jedes Beratungsgespräch ein Beratungsprotokoll anzufertigen. Die große Koalition hatte dieses Gesetz beschlossen um die miserable Qualität der Finanzberatung zu verbessern, denn pro Jahr verlieren die Deutschen Anleger bis zu 30 Milliarden ihres Vermögens wegen falscher Anlageberatung. Dies berichtete das Magazin „Capital“. Da aber die Banken in der Regel die Protokolle gestalten, sollten Anleger keiensfalls vor Ort unterschreiben, sondern das Protokoll in jedem Fall zu Hause in Ruhe durchlesen. Anlegerschützer empfehlen dies eindringlich.

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