Ulrich Wickert gerät ins Kreuzfeuer

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Versumpft?Große Bilder der charismatischen Persönlichkeit Urlich Wickert, geschmückt mit Leit-Idealen der genossenschaftlichen Gründerväter Raiffeisen und Schulze-Delitzsch: So präsentiert sich die genossenschaftliche Bankengruppe im Internet unter Domain http://werte-schaffen-werte.de. Wickert wirbt damit unmissverständlich für die genossenschaftliche Vermögensberatung, die in zahlreichen Fällen wegen Schmiergeldzahlungen, falschen Versprechungen in Beratungen, geschönten Angaben in Verkaufsprospekten und unzähligen Verstrickungen innerhalb des genossenschaftlichen Verbundes rechtskräftig veruteilt ist.

Für die 22.000 geschädigten Anleger, die durch die Genossenschaftliche Beratungspraxis ihre Altersvorsorge zu großen Teilen verloren haben, ist dies ein Schlag ins Gesicht. „Offensichtlich kennt Herr Wickert das genossenschaftliche System nur aus dem Geschichtsunterricht,“ sagt ein Anlegervertreter, „doch aus der einst genialen Idee ist ein skrupelloses Geklüngel von Abzockern geworden.“ Zusagen und Versprechungen seinen nichts mehr Wert und Anleger hätten heute nur noch über den Rechtsweg die Chance, an ihr Geld zu kommen, dass sie ihrer Volks- oder Raiffeisenbank von fast zwei Jahrzehnten anvertraut haben. Die genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenabanken sowie die Südwestbank hatten die Immobilenfonds als „sichere, wertbeständige Kapitalanlage“ angepriesen – in vielen Fällen ist jedoch Totlaverlust eingetreten.

„Wir können uns nicht vorstellen, dass Herr Wickert es gutheißen kann, dass sich unter dem genossenschaftlichen Deckmäntelchen gutgläubige Kunden schamlos hintergangen und über’s Ohr gehauen werden,“ geben Anlegerschützer zu Bedenken, „Herr Wickert ist den Genossen wohl genauso auf den Leim gegangen wie die vielen Beratungsopfer der Volks- und Raiffeisenbanken, die an die genossenschaftlichen Ideale, Vertrauen, Anstand und Fairness geglaubt haben, als sie ihre Unterschrift unter den Zeichnugnsauftrag gesetzt haben.“ Wenn Wickert seine Glaubwürdigkeit nicht verlieren wolle, müsse er diese Kampagne sofort stoppen. Ansonsten seien seine Bücher wohl eher für den Reißwolf als für den Verkauf geeignet.

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10 Antworten to “Ulrich Wickert gerät ins Kreuzfeuer”

  1. norbert.bilger Says:

    Pfui Teufel Herr Wickert,
    solch eine Saubande zu unterstüzen, die 22000 Anleger um Ihre Altervorsorge gebracht haben.

  2. vobaschaden Says:

    Von Herrn Wickert, der auf mich stets den Eindruck absoluter Seriosität gemacht hat, hätte ich gedacht, dass er mit seinen journalistischen Fähigkeiten erstmal prüft, auf wen er sich bei dieser Werte-Werbekampagne der Bängster überhaupt einläßt.

  3. Georg Schlüter Says:

    Ich war immer angetan von der Seriosität, die Herr Wickert ausstrahlt. Aber ich habe auch mal an die Seriosität meiner Volksbank geglaubt. Die kostspielige DG-Fonds-Erfahrung hat mich eines Besseren belehrt.

    Herr Wickert sollte nun klar stellen, ob er zu dieser Betrügerbande halten will, oder ob er bisher nicht wusste, auf was er sich da einlässt. Dann aber muss er sich sofort aus diesem Drecksgeschäft zurückziehen. Sein Image dürfte jetzt schon ramponiert, aber vielleicht noch zu retten sein!

  4. Ludwig S. Burg Says:

    Dass ausgerechnet Ulrich Wickert sich so missbrauchen lässt, bestürzt mich zutiefst.

  5. Vince Veer Says:

    Sehr beindruckend, für was sich Herr W. neuerdings einsetzt, kannte ich doch bisher eher die Engagements für und in Entwicklungsländern, seinen geradlinigen Journalismus und Bücher wie „Der Ehrliche ist immer der Dumme“ oder „Gauner muss man Gauner nennen“ (. . . neiiin LB, pardon, lb Volks- und Raiffeisenbänkler, ihr seid damit freilich nicht gemeint!). Irgendwie will das alles nicht so richtig passen: Was ist los mit Ulrich W.: Hat er´s nicht gewußt, hat man´s ihm nicht erzählt? War´s das Honorar oder kennt er etwa gut Herrn F., der in live-Sendungen immer so Fröhlich lächeln kann? Vielleicht sollten wir´s ihm sagen. Oder ihn einfach mal fragen, Journalisten nehmen einem das ja nicht übel. Denn wenn viele fragen, kommt ja vielleicht doch mal eine Antwort. Oder eine Meldung in der Presse, dass Herr W. doch lieber Abstand hält von den Genossen. Wie das geht, steht unter http://www.werte-schaffen-werte.de: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“. Machen wir uns das zu eigen. Man wird doch mal fragen dürfen!

  6. Hein Lang Says:

    Wie sagt er doch selbst: Gauner muss man Gauner nennen!

  7. H.Rapp Says:

    Diese Banken versuchen nach wie vor Geschlossene Fonds an Kunden zu bringen.Um so deren jahrelang Erspartes zu plündern.So eine Bank kann man doch nicht unterstützen.Anschließend wird behauptet das man um Steuern zu sparen gegen Ende des Jahres gekommen sei.Das Vertrauen in die Bank wird schamlos ausgenutzt .Und für so was geben Sie sich dann her.Die Banken freuen sich über Sie!!!Jetzt können Sie es vielleicht noch stoppen.Die Bank sagt es treibt uns an,frage was treibt die Bank an?Die Profitsucht eine gewisse Umsatzredite zu erreichen.Mit Ihrer Werbung wollen sie erreichen das Sie dieser Bankengruppe mehr Kunden zutreiben.Genossenschafftliche ideale waren gestern .Heute steht an jeder Strassenecke ein Vermögensberater,vielleicht sind das auch die Auswirkungen davon.Für einen Finanzdienstleister würde ich mich nie in die Werbung einspannen lassen,aus eigener Erfahrung

  8. Redaktion Says:

    ARD will sich nicht äußern

    Thomas Hinrichs, zweiter Chefredakteur ARD-aktuell, zum Fall Wickert:
    „Herr Wickert steht nicht mehr in den Diensten von ARD-aktuell. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir uns hierzu nicht äußern.“

  9. vobageschaedigt Says:

    So wie es aussieht, ist Herr Wickert über die Praktiken bei den Genossenschaftsbanken nicht informiert oder wie es bewußt nicht wissen!!

    Als DG-Geschädigter ist mir die ganze Werbung der V+R-Banken ein Graus, da ich immer an die vollmundigen Versprechungen meiner Bankberaterin denken muß. Sichere Geldanlage, gute Altersvorsorge, langfristige Mietverträge und vor allem „Kein RISIKO“!
    Man sieht ja, was innerhalb kurzer Zeit aus den Fonds-Anlage gemacht wurde: ausgesaugt und in die Insolvenz getrieben!!

  10. kahloucha Says:

    oui dommage monsieur wickert! je suis vraiment trés décue de votre attitude!

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