Landgericht Amberg „watscht“ Genossen ab

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Landgericht verurteilt Raiffeisenbank wegen FalschberatungDas „volle Programm“ juristischer Spitzfindigkeiten aus der großen „Genossenschaftlichen Kiste“ hatten die Anwälte der Raiffeisenbank im Naabtal und der DG Anlage / DZ Bank bei einem Prozess vor dem Landgericht ausgepackt, in dem es um den DG-Fonds Nr. 30 (DGI 30) ging. Insider kannten die vorgetragenen Nebelkerzen aus vorangegangenen Prozessen. Das Gericht ließ sich davon jedoch wenig beeindrucken und orientierte sich an den Fakten und an geltendem Recht. Die Beklagtenvertreter wurden jetzt mit einem Teil-Grundurteil derart „abgewatscht“, dass allmählich auch dem letzten Bankenvertreter die Eindeutigkeit der Lage klar sein müsste.

Auch dieses für Anleger positive Urteil wurde von der Anwaltskanzlei Dr. Schulze / Finster aus Schweinfurt erstritten.

Mit jedem neuen Urteil wird es deutlicher: Die Gerichte haben wirklich keine Lust mehr, sich mit den realitätsfernen juristischen (Fehl-)Konstruktionen der Bankanwälte auseinander zu setzen. Für Volks- und Raiffeisenbanken wäre es ebenso wie für die DZ-Bank, die DG-Anlage und deren Anwälte nun an der Zeit, endlich einzusehen, dass man sich in Sachen DG-Fonds im Unrecht befindet. Weder moralisch noch juristisch gibt es noch einen Grund, jeden Anleger einzeln vor Gericht zu zerren. Die Rechtslage ist geklärt: Den Anlegern steht Schadensersatz zu. Wenn sich die genossenschaftlichen Banken noch immer in jedem einzelnen Fall mit hochdotierten Anwälten und juristischen Tricks aus der Verantwortung stehlen wollen, offenbart dies den Wahrheitsgehalt der in Werbung und PR getroffenen Aussagen über Vertrauen und Seriosität der genossenschaftlichen Anlageberatung.

Für die Anwaltskanzleien der Genossen-Banken, die sich so gerne als die großen Stars darstellen, wird die Situation immer blamabler: Trotz des immensen Aufwandes, der in kreative Erfindungen bei der Erstellung der Schriftsätze und bei der „Gestaltung“ der Gerichtsverfahren gesteckt wird, fahren sie eine Niederlage nach der anderen ein. Was treibt einen an, trotz klarer Rechtssprechung, gebetsmühlenartig immer wieder die selben, längst widerlegten Argumente vorzutragen und damit geschädigte Anleger zu drangsalieren und die Gerichte zu langweilen?

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3 Antworten to “Landgericht Amberg „watscht“ Genossen ab”

  1. vobageschaedigt Says:

    Als DG-30-Fonds-Zeichner freut mich das positive Urteil besonders!
    Endlich wird den Genossen nicht mehr geglaubt, was sie als Verteidigung anführen!! Es wurde nur an die Provision gedacht und der Anleger war nur der Dumme. Viel versprochen und nichts gehalten und das will noch ein vertrauenswürdiges genossenschaftliches Finanzinstitut sein. Man sehe sich nur die Werbung an: bei uns läuft was–Ziele gemeinsam erreichen!!

    Leider gibt es in Deutschland keine Möglichkeit der Sammelklage, denn dann wäre das ganze Problem für die 22.000 DG-Geschädigten erledigt und die Gerichte bzw. die Rechtsanwälte könnten sich anderen Aufgaben widmen!!

  2. Edmund S. Says:

    Selbst die ansonsten so bankenfreundlichen Bayerischen Gerichte sind klar der Ansicht, dass die Genossen auf dem Holzweg sind.

  3. vobaschaden Says:

    Gut, dass die Gerichtsbarkeit soviel Gerechtigkeitsempfinden hat und mit diesem Urteil denjenigen Recht gibt, die auf die üblen Machenschaften der Volksbanken und ihrer DZ-Bank hereingefallen waren. Wenn Sicherheit einer Geldanlage zur Altersvorsorge versprochen wird, muß diese auch gewährleistet bleiben. Ein Dank aus der Ferne an den Anwalt Dr. Schulze, der mit detaillierter Recherche das Unrecht enttarnt.

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