Wer bestimmt die Regeln?

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Der kürzlich in der ARD ausgestrahlte Bericht über die Machenschaften und die Beziehungen zu Karsten Maschmaier, Gründer von AWD, erhitzt die Gemüter. Erschütternd ist nicht nur der Fall um den Gatten von Veronica Ferres an sich, sondern die Tatsache, dass Finanzwelt und Politik viel enger verstrickt sind, als das der normal denkende demokratische Bürger dieser Republik zu vermuten wagt.

So verfügt Maschmaier nicht nur über beste Beziehungen zu Ex-Kanzler Schröder (unter dessen Regierung mit „Riester“ und „Rürup“ die Privatisierung der Altervorsorge umgesetzt wurde) und Bundespräsident Wulf („es ist eine echte Freundschaft daraus geworden“), sondern ist auch heute noch als Berater der Bundesregierung z.B. für Familienministerin Schröder tätig. Übrigens: Um die „Beratungskompetenz“ zu vereinigen, haben Maschmaier und Rürup zusammen eine AG gegründet

Leider ist der Fall Maschmaier nur einer der skandalösen Fälle. Auch die dubiosen Drähte der DZ-Bank und des BVR in alle denkbaren politischen Kreise erschrecken immer wieder. Spitzenpolitiker verschiedener Parteien gehen bei dem genossenschaftlichen Spitzeninstitut als Geburtstagsgratulanten und hochdotierte Gastrednder ein und aus. Da ziert sich ein Oskar Lafontaine ebenso wenig wie Guido Westerwelle, der sogar in Videos auf genossenschaftlichen Internetseiten als Verkäufer genossenschaftlicher Finanzprodukte agiert. Selbst ein gewisser Einfluss auf die Justiz wird der Genossenschaftlichen „Spitze“ manchmal nachgesagt.

Maschmaier hat sein Motto öffentlic haus gesprochen – andere halten sich stillschweigend daran: „Wenn man später schöne blühende, duftende Rosen will, muss man vorher richtig stinkende Gülle daran leeren Und je stinkender die Gülle desto schöner die Rosen!“ Trifft dies zu, ist im genossenschaftlichen Bankenlager alsbald mit „blühenden Landschaften“ zu rechnen. Die stinkende Gülle jedenfalls ist schon mal ausgebracht.

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2 Antworten to “Wer bestimmt die Regeln?”

  1. vobaschaden Says:

    Während man angesichts der Maschmeyer- oder auch BVR-Lobbyisten bis vor kurzem noch glauben konnte, in einer Bananenrepublik zu leben, wird es nun angesichts der neueren Urteile doch wieder hoffnungsvoller, dass dem Abzocken der kleinen Leute durch Volksbanken, DZ-Bank, DG-Anlage ein Riegel vorgeschoben wird. Jedenfalls deuten die Verurteilung derer, die hier manipulieren, täuschen, Unwahrheiten vorschieben, darauf hin, dass es wieder eine Spur von Gerechtigkeit geben kann. Besser wäre natürlich die Einsicht der Schädiger, jetzt unverzüglich an die Rückzahlung des Eigentums zu gehen und die Schäden unmittelbar und ohne lange Prozesse auszugleichen.

  2. Ewald Schwind Says:

    So ähnlich wie die Verbindungen zwischen Ex-Kanzler Schröder, Maschmeyer und dem jetztigen Bundespräsidenten Wulf läuft es auch im Industrieclub Frankfurt, wo sich DZ Bänker mit Vertretern aus Industrie, Politik und Justiz (!) austauschen.

    Nicht umsonst hat es in Frankfurt länger gedauert, bis sich die Gerichte aus ihrer Verblendung gelöst und anlegerfreundliche Urteile gefällt haben.

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