Gute und schlechte Genossen?

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Immer wieder wird dem Bankgenossen die Frage gestellt, ob alle seiner Ansicht nach alle Genossenschaftsbanken schlecht seinen. Wir möchten daher an dieser Stelle noch einmal betonen, dass wir vom Bankgenossen von der genossenschaftlichen Idee im Sinne von Raiffeisen & Co. überzeugt sind. Und davon, dass dieses Modell auch heute noch geeignet wäre, um die Interessen der Mitglieder zu wahren. Das Problem ist jedoch, dass es Genossenschaften in der ursprünglich gedachten Form – zumindest bei den Banken – praktisch nicht mehr gibt.

Das heißt aber nicht, dass alle genossenschaftlichen Banken gleich schlecht sind: Die einen erinnern sich zumindest in groben Zügen an die Vorgaben ihrer Gründerväter und haben mit ihrer Geschäftspolitik das Wohl der Mitglieder im Auge. Der überwiegende Teil hat sich jedoch von genossenschaftlichen Grundsätzen völlig abgekoppelt und ist auf die Seite des Raubtierkapitalismus gewechselt, wo nur noch das Recht des Stärkeren zählt. Häufig ist die DZ-Bank mit ihrem Einfluss die Triebkraft für solche Entwicklungen. Da werden weder moralische noch rechtliche Grundsätze akzeptiert – da geht es nur noch ums Recht haben und darum, keine Verantwortung für das eigene Tun übernehmen zu müssen. Die zahlreichen Verfahren zum Thema DG-Fonds, bei denen Mitglieder systematisch entwürdigt werden, sind nur ein Beispiel von vielen. Es gibt jedoch auch genossenschaftliche Banken, die den Vertrieb von DG-Fonds und ähnlichen „Kunden-Enteignungs-Produkten“ abgelehnt haben. Man könnte dies als Indiz für ein Restmaß an Anstand und moralischem Bewusstsein werten. Leider sehen sich diese „besseren“ Banken verpflichtet, im genossenschaftlichen Sinne für ihre „entgleisten“ Kollegen einzustehen, anstatt sie Missetaten anzuprangern und sich von den „Täterbanken“ zu distanzieren. Der Anleger hat dadurch kaum die Chance, die „Guten“ von den „Bösen“ zu unterscheiden. Vom „Spitzeninstitut“ DZ-Bank, wo vermutlich die Zahl der „Leichen im Keller“ am größten sein dürfte und vom Verband BVR mit seinem permanent von-nichts-wissenden Uwe Fröhlich ist eine Unterscheidung auch garnicht gewollt. So sind Bankkunden leider gezwungen, nach einer Maxime zu handeln, die einst ein US-Präsidenten mit Donnerhall verbreitet hat: „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!“ Auf den Fall bezogen: Wer sich unter den genossenschaftlichen Banken nicht von den DG-Fonds-Tätern distanziert, der macht sich selbst zum Täter. Alle genossenschaftlichen Banken müssen für sich entscheiden, ob sie in Zukunft das „V“ in ihrem Namenszug künftig für „Verbrecher“ stehen soll oder ob sie sich verdient machen wollen, in dem sie eben diese „Verbrecher“ an den Pranger stellen, um das komplette genossenschaftliche Bankwesen wieder zu säubern und zu dem zu machen, was es eigentlich sein sollte. Eine Selbsthilfeeinrichtung der Mitglieder.

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25 Antworten to “Gute und schlechte Genossen?”

  1. Edmund S. Says:

    Gibt es so etwas wie eine „Rote Liste“?

    • Franz Rieber Says:

      Ganz dicke Fische für die Rote Liste sind:
      – die Volksbank Ludwigsburg, die ihren Kundne sogar per Gericht den Mund verbieten will
      – die Volkbank Leutkirch (rechtskräftig verurteilt)
      – die Volksbank Schwarzwald-Neckar (Schramberg) mit einer Rekordzahl an geschädigten Anlegern, nicht nur mit DG-Fonds. Dort wurde den Kunden anscheinend alles untergejubelt, was keinen Wert hatte.
      – die Spar- und Kreditbank Karlsruhe, wo sogar ehemalige Mitarbeiter abgezockt wurden.
      – die Volksbank Balingen, wo der Aufsichtsrat den Vorstand beschützt und gegen die Mitglieder kämpft.
      – die Raiffeisenbank Sondelfingen (Ortsteil von Reutlingen, kleine Dorfbank, die wohl keine Ahnung hatte, was sie da tat)

      Bin gespannt, wer noch alles dazu gehört.

  2. Siggi J. Says:

    Wer noch nicht mal weiß wie DZ BANK geschrieben wird, kann vom Rest auch keine Ahnung haben!! Pauschalisierungen und Hypothesen ohne Fakten!

    • bankgenosse Says:

      Lieber Siggi J.,
      Sie haben ein eindrucksvolles Beispiel dafür geliefert, wie die schlechten Banken aus dem Genossenlager mit Kritik umgehen:
      1. Denjenigen, der die Kritik äußert, erst mal verunglimpfen
      2. Mit unrelevanten Details argumentieren (z.B. Schreibweise DZ Bank)
      3. Alle Äußerungen des Kritikers pauschal niedermachen, ohne sachlich etwas entgegenhalten zu können. (Im Prozess werden die bitteren Wahrheiten, die der Kläger ausspricht, einfach „mit Nichtwissen bestritten“) Substanz? Fehlanzeige!

      • Gerichtsreporter Says:

        @Siggi J.,
        soll ich Ihnen mal die Kopie eines anwaltlichen Schriftsatzes der DZ Bank zukommen lassen? Wenn Sie die Qualität einer Aussage von der Rechtschreibung abhängig machen wollen, dann können Sie Ihr Urteil über Ihr sogenanntes Spitzeninstitut und dessen Anwälte schneller fällen als die Gerichte dies tun.

        Auch zum Thema „Pauschalisierungen und Hypothesen ohne Fakten“ dürfte das ein gefundenes Fressen für Sie sein.

        Im Vergleich zu dem, was die genossenschaftlichen Anwälte in ihren Schriftsätzen von sich geben, sind die Teletubbies eine Enzyklopädie!

    • Gerichtsreporter Says:

      Übrigens ist die Schreibweise „DZ Bank“ keine Vorgabe der Duden-Redaktion, sondern eine freie Entscheidung der DZ-Leute. Aber auch das ist üblich: Bei der DZ Bank will man die Regeln selbst bestimmen und alle anderen sollen sich gefälligst dran halten.

  3. vobaschaden Says:

    Hallo Bankgenosse,
    Ihren Beitrag finde ich außerordentlich wichtig. In der Tat gibt es noch einige, leider wenige, Genossenschaftsbanken, denen der gesetzliche Auftrag (§ 1 des GenG) zur Förderung des Erwerbs und der Wirtschaft ihrer Mitglieder eine auch moralische Verpflichtung ist. Sie wenden jeden möglichen Schaden vom Mitglied ab, in dem sie ihre Beratungs- und Finanzgebaren dem Förderprinzip unterwerfen. Ein Geschäft, das diesen Grundsätzen widerspricht, machen sie eben nicht. Aber diesen Banken wird es im Verbund schwer gemacht. Sie führen natürlich nicht die Hitliste der Volksbanken mit den besten Betriebsergebnissen an, denn ihnen war ja das Wohl der Mitglieder wichtiger als der extreme Profit. Daher sind diese sich wohlverhaltenden Genossenschaftsbanken obendrein die Dummen, denn sie müssen im Verbund die DZ-Bank mit finanzieren, wenn deren Engagements in die Binsen gehen.
    Die größere Gruppe der Volksbanken, die ihre Mitglieder abzockt oder reinlegt und deren Ersparnisse verbraucht, schneidet bei den Rangfolgen der Betriebsergebnisse besser ab, denn die eigen Kasse ist voll zu lasten der Mitglieder. Diese gehören auf die oben geforderte rote Liste. Eine solche zu erarbeiten, wäre im Interesse aller Mitglieder und Kunden. Die Volksbank Montabaur kann ich als einen Kandidaten zur Aufnahme in diese „Rote Liste“ bereits empfehlen. Vielleicht nennen andere Leser Ihres Blogs ja auch Roß und Reiter, damit die Liste beginnen kann.

    • Ein Anleger aus Rosenfeld Says:

      Guter Artikel und ein noch besserer Kommentar – Gratulation, Vobaschaden!

      Als Geschädigter kann ich auch einen Kandidaten für die Rote Liste nennen: Die Volksbank Balingen, die wegen ihrer „Beratungsleistung“ bereits rechtskräftig verurteilt ist.

  4. vobaschaden Says:

    …und noch ein Hinweis für Siggi J.: Danke für Ihren wirklich hochwertigen Beitrag. Wir lassen künftig das Minus-Zeichen in der Schreibweise der DZ BANK gerne weg, obwohl negative Vorzeichen durchaus ihre Berechtigung im Logo der DZ BANK hätten. Übrigens hieß die Bank ja einst DG BANK, aber das G für Genossenschaft und damit Mitgliederorientierung ist seit etwa einem Jahrzehnt schon verschwunden.

    • Hans Schön Says:

      Das „G“ für „Genossenschaft“ wurde durch „Z“ (für „Zocker“?) ersetzt. Die Bilanzen der DZ Bank legen diesen Schluss jedenfalls nahe.

  5. MisterX Says:

    Man seid Ihr peinlich. Ihr lauft auch mit scheuklappen durch die Gegend. Ihr nehmt die Bankengruppe ins Visir die neben der Deutschen Bank als einige durch die Finanzkrise gekommen ist ohne den Staat und damit Eure Steuer anzupumpen. Was ist mit Banken wir Commerzbank, West LB, HSH und viele Mehr. Was ist mit den Sparkassen die Lehmann Papiere und Ihrer Fahne verkauft haben. Es gibt soviele Beispiele… aber hier wird nur einseitig versucht Stimmung zu machen!

    • Gerichtsreporter Says:

      Wenn du mal was wirklich Peinliches sehen willst, dann lies die mal einen Schriftsatz eines Volksbank-Anwalts durch. Dort steht so ziemlich genau das Gegenteil drin von dem, was in der Werbung verzapft wird.

      Es spricht auch nicht gerade für deinen Verband, wenn man die schlechtesten Kandidaten suchen muss, um im Vergleich noch mit einem blauen Auge davon zu kommen.

      Auch Sachen Lehmann-Papiere gibt es rechtskräftig verurteilte Volksbanken. Es ist kein besonders guter Stil, wenn du hier so tun willst, als ob das ein Sparkassen-Problem wäre, was die Volksbanken nichts angeht.

      Und was das Thema Staatshilfe angeht: Die DZ Bank ist doch auch nur über die Runden gekommen, weil sie das Kapital der regionalen Genossenschaften (als das Eigentum jeden einzelnen Bankteilhabers) angezapft hat. Soll es für mich etwa beruhigend sein, wenn die die einen Banken nicht den Umweg über den Staat machen, sondern mich direkt schröpfen?

  6. volksbankenopfer Says:

    Nun lassen wir mal Zahlen dieser DZ Bank sprechen:

    45 Milliarden „risikogewichtete Aktiva“
    ca. 16 Milliarden in ABS (Schrottpapiere – Ramschhypotheken)
    ca. 8 Milliarden Staatsanleihen in PIGS Staaten (ausfallgefährdet)

    Dies ist der Bilanzpressekonferenz DZ Bank v. 3. März 2010 entnommen, vorgetragen von Vorstandsvorsitzer Kirsch.

    Nun, der aufmerksame Leser bemerkt, dass Herr Kirsch dies der Funktion als „Kapitalsammelstelle“ der Volksbanken/Raiffeisenbanken anlastet und die Genossenbanken eigentlich dafür in die Verantwortung nimmt.

    Also, die vermeintlichen „Gewinner der Krise“ oder sich selbst al „Saubermänner“ darstellenden Genobanken hängen tief drin!

    • Gerichtsreporter Says:

      So. Und jetzt soll sich der gute Siggi mal überlegen, wer hier Fakten von sich gibt und wer nur Erbsen zählt.

      Bei 45 Milliarden Schrott in der Bilanz andere blöd anmachen wegen einem Bindestrich.

    • MisterX Says:

      Wieder nur einseitig!
      a) Kein Vergleich mit anderen Großbanken
      b) Zitat Kirsch völlig aus dem Zusammenhang gerissen
      c) Woher ist die Erkenntnis das es 16Mrd Schrottpapiere sind?

      Bsp: Commerzbank
      280Mrd RWA etc.
      Dazu Stellenabbau bei Comba von über 3500 Menschen

      Bsp LBBW
      130Mrd RWA etc.
      Auszug IR
      Die LBBW ist in beträchtlichem Umfang in schuldengeplagten Ländern wie Spanien, Portugal oder Griechenland engagiert. „Es ist ein reiner Verlust in den Büchern. Mit diesem Jo-Jo-Effekt – an einem Tag rauf, am nächsten runter – müssen wir leben“, sagte Peter Schneider, der Präsident der baden-württembergischen Sparkassen, die gut 40 Prozent an der LBBW halten.

      Bsp WestLB Bad Bank
      Auszug IR
      Die WestLB möchte mit der Übertragung eines Portfolios von Risikopositionen und nichtstrategienotwendigen Geschäftsaktivitäten ihre Risiko- und Kapitalstruktur nachhaltig verbessern. Die nachstehenden Dokumente geben unseren Kunden und Investoren detaillierte Informationen über die Abspaltung und die betroffenen Verbindlichkeiten. Zudem beantworten wir die am meisten gestellten Fragen unserer Kunden zu diesem Themenkomplex.

      Von der HRE nicht zu sprechen!

      • Gerichtsreporter Says:

        Und wieder: Soll die DZ Bank (ohne Bindestrich, aber trotzdem mit dickem Minus) nur deshalb „gut“ sein, weil sich irgendwo im Markt noch jemand tummelt, der einem speziellen Bereich NOCH schlechter ist?

        Wenn meine Tochter mit einer 5 in Mathe heim kommt, ist es für mich ein schwacher Trost, wenn es in der Klasse jemanden gab, der sogar eine 5 minus hat.

      • Ewald Schwind Says:

        Was die Erkenntnis mit den 16 Mrd Schrottpapiere bei der DZ-Bank angeht: Da gibt es sicherlich genügend Quellen. Eine davon ist die Rede des Vorstandsvorsitzenden Kirsch anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 3. März 2010.

        Oder gehen Sie davon aus, dass Herr Kirsch nicht die Wahrheit sagt?

    • MisterX Says:

      Es macht keinen Sinn… Gegen Verbohrtheit kann man nichts machen. Es geht doch darum das Ihr Euch auf eine Bank eingeschossen habt die in keinster Weise so ist wie sie hier dargestellt wird. Wenn Ihr das Bankensystem vom Grundsatz her unter Beschuß nehmt dann ist das was anderes.

      Zum Thema Mathe: Wozu gibt es den Notenspiegel? Eine 5 ist keine gute Note. Aber es muss auch in Relation gesehen werden. Wenn eine Klasse einen Notenschnitt von 4,5 hat ist die einzelne 5 schon wieder anders zu sehen. Ohne es jetzt eine genaue Analyse zu machen, ist meine Einschätzung das die DZ BANK im deuitschen Bankensystem eher unter den Klassenbesten ist als wie hier dargestellt unter den Klassenschlechtesten. Auf den hinteren Plätzen sind doch in Deutschland die Landesbanken, Commerzbank, HRE etc. Schaut doch mal bei der Soffin vorbei und seht wo Eurere Steuern gelandet sind. Nicht bei der DZ BANK. Aber es macht hier keinen Sinn ernsthaft zu ein Thema zu besprechen. Ihr habt ein Feindbild und das war es! Also viel Spaß dabei weiterhin!

      • Ludwig S. Burg Says:

        Sehr geehrter Herr X,

        was Ihren ersten Satz anbetrifft, gebe ich Ihnen vollkommen recht: Gegen Verbortheit kann man nichts machen. Und genau das scheint Ihr Problem zu sein – so wie es im Genossenlager insgesamt üblich ist: Statt die eigenen Fehler zu erkennen und an deren Beseitigung zu arbeiten, sucht man sich lieber einen schlechteren Wettbewerber und vergleicht sich mit diesem, um sich anschließend selbstzufrieden auf die Schulter zu klopfen.

        Überlegen Sie doch mal, warum überhaupt Genossenschaften gegründet wurden: Es ging doch darum, etwas zu erschaffen, was dem normalen Bürger nützt, der fleißig und ehrlich um sein Geld arbeitet. Dafür haben genau diese Bürger ein Teil ihres Vermögens in eine Genossenschaft investiert. Mit der Vorgabe, dass das Interesse des Mitgliedes im Vordergrund steht.

        Wenn Sie das Handeln der DZ Bank mit dem der Commerzbank vergleichen, tritt etwas ganz schlimmes zutage, nämlich das heutige Selbstverständnis derer, die im gnossenschaftlichen Auftrag Verantwortung tragen. Offensichtlich haben diese Verantwortungsträger völlig vergessen, für wen sie tätig sind. Es geht nicht um Shareholder Value und maximale Rendite, sondern ausschließlich um das Wohl der Mitglieder, der Genossen.

        Aber wer der Gier verfallen ist, ist in seiner Verbortheit für solche Argumente (die im Übrigen auch Gesetz sind) nicht mehr zugänglich.

  7. vobaschaden Says:

    Hallo Mr. X,
    Es ist ja lobenswert, wenn Sie sich für die DZ BANK einsetzen, vielleicht sind Sie ja auch dort beschäftigt. Aber im Kontakt mit Ihren Kollegen konnte ich herausfinden, dass viele selbst stark an dem zweifeln, was sie den „indirekten“ Kunden antun. Den direkten Kunden, also den Volksbanken, tut man ja Gutes: Man überweist die Provisionen und Kickbacks aller Art sicher pünktlich und zuverlässig. Dumm sind nur die „Endkunden“ dran, denen man diese vorenthalten hat. Wenn Sie mehr über die DZ BANK lesen wollen, empfehle ich Ihnen das Insider Buch von Andrea Fuchs über die Judasbank.

  8. G.K. Says:

    Ich arbeite selbst bei einer Volksbank und finde es unerträglich, dass wir ständig in einen Topf geworfen werden. Mir würde es für meine Arbeit mit Kunden sehr helfen, wenn sich unser Vorstand öffentlich von den Banken distanzieren, die den genossenschaftlichen Auftrag nicht mehr als Basis für ihr Wirken sehen.

  9. G.K. Says:

    Dem Gerichtsreporter muss ich übrigens recht geben – nur weil jemand noch schlechter ist, ist man selbst noch lange nicht gut.

    Mich würde ein Klassendurchschnitt von 4,5 jedenfalls nicht beruhigen, wenn mein Kind mit einer 5 nach Hause kommt. Qualität ist nicht relativ, sondern immer absolut.

    Im richtigen Leben zählt es schließlich dann auch nicht mehr, ob ich der einzig Schlechte in der Klasse war oder ob die anderen auch schlecht waren.

  10. vobaschaden Says:

    Lieber G.K.: Schön, dass Sie sich zum genossenschaftlichen Prinzip bekennen. Ich habe ebenfalls in jungen Jahren im genossenschaftlichen Verbund gearbeitet und mich dazu bekannt, was ich auch heute noch tue. Aber eine große Gruppe von Leuten hat unseren Idealismus zerstört, in dem sie keine Scheu davor hatte, die eigenen Mitarbeiter und Mitglieder reinzulegen und ihnen DG-Anlagen als sichere Altersvorsorge anzudrehen. Nur wegen der Provision! Es wird also höchste Zeit, dass die Anständigen aufstehen und diesen provisionsgeilen Kollegen das Handwerk legen, außerdem den geschädigten Kunden wieder zu ihrem Geld verhelfen. Erst dann reinigt sich das Genossenschaftswesen selbst. Wie sagte schon Bert Brecht auf die Frage, wo beginnt die Schuld des Unschuldigen? – Wo er die Achseln zuckt und sagt: „Da kann man nichts machen!“ Also nur Mut, Sie haben es in der Hand, mit Ihrem Vorstand etwas zu tun.

  11. manfredr Says:

    Mich plagt einfach, heute im Ruhestand, läßt sich darüber reden….

    Mein Name ist Manfred R. und ich war langjähriger Berater in meiner Bank, der Raiffeisenbank N. Meine Aufgabe war, Kundenkontakte herzustellen und diese für meine Bank zu nutzen. Daher trat ich auch in viele örtliche Vereine bei, um Kontakte herzustellen. Als Mitglied dieser Vereine trat ich an viele Vereinsmitglieder heran und erwarb so Vertrauen, welches ich für meine Aufgaben als Berater benötigte. Besonders trat ich an mittelständische Unternehmer heran, die mich daher öfter um Rat fragten und gewann so Einfluss für meine Geschäfte. So sagten mir manche hohe Beträge zu. In einem bestimmten Fall, es ging um den Firmenbesitzer einer mittelständischen Firma lief es besonders gut. Dort war ich als Fachmann geschätzt und legte so in meiner Bank die Gelder an. Für meine Bank war das gewinnbringend, meine Vorgesetzten waren immer mehr mit mir zufrieden. Mehrere Hundert Tausend (DM) investierte ich so in seinerzeit als „sicher“ und als „Altersvorsorge“ gerühmten DG Fonds der DG Anlage. Ich wollte nur immer das Beste für meine Kunden, man möge mir glauben. Leider sind die investierten Gelder in DG Fonds heute nahezu wertlos und die von mir beratenden Kunden, deren Einfluss ich s.Zt. genoss, heute von mir sehr enttäuscht. Ich behaupte aber entschieden, immer im Auftrag und Interesse meiner Raiffeisenbank N. gehandelt zu haben und empfinde persönlich keine Schuld.

  12. vobaschaden Says:

    Hallo Manfred R.
    Es ist verständlich, dass Sie sich heute ärgern und auch, dass Sie persönlich keine Schuld empfinden. Gerade daher wäre aber Ihre Sicht der damaligen Dinge wichtig für die Gerichte, denn Sie haben schließlich im Auftrag der Bank (der ja auch die Provisionen zuflossen) die vertrauensseeligen Leute zur Anlage motiviert und offenbar auch selbst in DG-Anlage zur Altersvorsorge investiert. Ich hoffe, dass Sie wenigstens im Kontakt mit Ihrer Bank noch auf die Entschädigung der „Reingelegten“ pochen.

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