Archive for März 2011

Hohe Belastung der Gerichte

31. März 2011

Immer häufiger beklagen sich Gerichte über die Belastung durch die immer größer werdende Anzahl von juristischen Auseinandersetzungen in Sachen DG Fonds. Trotz vielfacher eindeutiger Urteile (Anleger müssen entschädigt werden) lehnt der genossenschaftliche Bankenverbund (DZ Bank, DG Anlage, Volksbanken / Raiffeisenbanken) eine generelle Entschädigungslösung weiterhin ab.

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Und wieder einmal steht die Südwestbank vor Gericht

15. März 2011

In einem weiteren Fall findet eine Verhandlung gegen die Südwestbank als Beklagte statt: Mittwoch, 16. März 2011, 14.00 Uhr im Landgericht Stuttgart, Urbanstr. 20, EG,. Saal 29. Es geht um die DG Fonds Nr. 26 und 30.

Kurzbericht:
Zahlreiche Anleger und Interessierte haben die Verhandlung verfolgt. Der Besucherandrang war so groß, dass die Verhandlung in einen größeren Gerichtssaal verlegt werden musste. Berichten von Teilnehmern zufolge hat die die Beklagtenseite (Justitiar Schneider von der Südwestbank und Rechtsanwalt Tobelander) ernsthaft vom Einzelrichter verlangt, bestehende Rechtsgrundsätze und vorliegende Urteil nicht zu berücksichtigen, weil diese „falsch“ seien. Die Gerichte in Deutschland und ganz besonders die in Stuttgart würden schlampig arbeiten und nicht kapieren, wie Recht funktioniert. Anwalt Tobelander stellte längst klare Sachverhalte und Auslegungen, teilweise von höchster Ebene in Frage und bestritt das Vorhandensein rechtskräftiger Urteile.

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Immobilienfonds: Anlagevermittler haften für fehlerhafte Modell-Berechnungen

11. März 2011

In einem jüngsten Urteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass ein Anlagevermittler, der seinem Kunden die Wirtschaftlichkeit eines Immobilienfonds mittels einer ihm von der Fondsinitiatorin zur Verfügung gestellten persönlichen Modell-Berechnung erläutert, diese auf Plausibilität prüfen und auf Fehler hinweisen muss. Bundesgerichtshof, Urteil vom 17.02.2011, Az.: III ZR 144/10

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Verbraucherschutz und Banken – eine explosive Mischung

11. März 2011

Wer in den letzten Tagen die einschlägigen Nachrichten verfolgt hat, dürfte immer wieder auf ein Thema gestoßen sein – der Verbraucherschutz hat mehrere große Banken aufgrund wenig verbraucherfreundlicher Geschäftspraktiken abgemahnt. Leider machen da die VR-Banken, die sich ja immer gerne als „die Guten“ präsentieren, keine Ausnahme. Von überhöhten Zinsen und undurchsichtigen Vertragsklauseln ist die Rede – wie also passen Verbraucherschutz und die Politik der etablierten Banken noch zusammen?

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AWD: Systematische Falschberatung, wie bei DG Fonds

10. März 2011

Brüder der systematischen FalschberatungDer Wirtschaftsdienst AWD soll, ähnlich wie die Volks- und Raiffeisenbanken, seien Anleger systematisch getäuscht und gezielt falsch beraten haben. Dies berichten mehrere Medien übereinstimmend. Vielen Kunden genossenschaftlicher Banken kommen die jetzt veröffentlichten Details bekannt vor: Die Art und Weise, wie gutgläubigen Kunden zweifelhaft konzipierte Immobilienfonds als „sichere, wertbeständige Kaptitalanlage“ verkauft wurde, ähnelt sich auffallend der Vorgehensweise der genossenschaftlichen Banken beim Vertrieb der maroden DG Immobilinefonds. Einziger Unterschied: Bei den Volks- und Raiffeisenbanken wurde das historisch gewachsene Vertrauen der Anleger in das genossenschaftliche System gezielt ausgenutzt und und für die zweifelhaften Drückergeschäfte missbraucht.

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BGH: Keine Anrechnung von Steuervorteilen!

7. März 2011

Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) darf sind die Steuervorteile, die geprellte Anleger durch den Kauf von Immobilien-Objekten eventuell hatten, nicht auf Schadenersatzzahlungen anzurechnen. Steuervorteile mindern Schadenersatz nicht. Der BGH hatte über den Fall eines geschädigten Wohnungskäufers zu entscheiden, der laut Oberlandesgericht Karlsruhe über die Höhe der Mieteinnahmen getäuscht worden war.

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DZ Bank prahlt mit Gewinnen

3. März 2011

Verschiedene Medien berichten gestern und heute über einen Milliardengewinn bei der DZ Bank. Wolfgang Kirsch, vor kurzem noch ganz kleinlaut, scheint jetzt vergessen zu haben, dass er mit allen seinen Prognosen, die er in den letzten Jahren von sich gegeben hat, vollkommen daneben lag. Er gibt sich selbstbewusst. Doch wer seine Gewinne mit Stolz nach außen präsentiert, der sollte stets sicher sein, dass diese redlich und ehrlich zustande gekommmen sind. Vor dem Hintergrund der DG-Fonds-Misere und der Vielzahl von immer noch nicht entschädigten Opfern könnte man jedoch eher den Eindruck gewinnen, dass der vermeintliche „Erfolg“ nur aus zusammengestohlenem Geld anderer Leute besteht und daher von kurzer Dauer sein wird.

Verhandlungstermin beim OLG Stuttgart

1. März 2011

Am Donnerstag, 3.März .2011 um 14:00 Uhr findet eine Verhandlung in Sachen DG Fonds vor dem Landgericht Stuttgart statt. Beklagte Bank ist die Südwestbank. Die Verhandlung wird mit Spannung erwartet, da sich bereits in der vorangegangenen Güteverhandlung Manches abgezeichnet hat.

Jetzt auch die Postbank?

1. März 2011

Ähnlich wie bei der DZ Bank sollen auch Postbank-Kunden Opfer zweifelhafter Fondstricksereien geworden sein. Das Onlineportal „Der MobilitätsManager“ (DMM) spricht gar von Veruntreuung. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass diese Affäre die Ausmaße des DG-Fonds-Skandal erreicht, in viele Volks- und Raiffeisenbanken verwickelt sind – trotzdem kann die Meldung für viele Anleger den Verlust ihrer Altersvorsorge bedeuten.

Zum DMM-Artikel