Und wieder einmal steht die Südwestbank vor Gericht

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In einem weiteren Fall findet eine Verhandlung gegen die Südwestbank als Beklagte statt: Mittwoch, 16. März 2011, 14.00 Uhr im Landgericht Stuttgart, Urbanstr. 20, EG,. Saal 29. Es geht um die DG Fonds Nr. 26 und 30.

Kurzbericht:
Zahlreiche Anleger und Interessierte haben die Verhandlung verfolgt. Der Besucherandrang war so groß, dass die Verhandlung in einen größeren Gerichtssaal verlegt werden musste. Berichten von Teilnehmern zufolge hat die die Beklagtenseite (Justitiar Schneider von der Südwestbank und Rechtsanwalt Tobelander) ernsthaft vom Einzelrichter verlangt, bestehende Rechtsgrundsätze und vorliegende Urteil nicht zu berücksichtigen, weil diese „falsch“ seien. Die Gerichte in Deutschland und ganz besonders die in Stuttgart würden schlampig arbeiten und nicht kapieren, wie Recht funktioniert. Anwalt Tobelander stellte längst klare Sachverhalte und Auslegungen, teilweise von höchster Ebene in Frage und bestritt das Vorhandensein rechtskräftiger Urteile.

Beobachter sprachen gar von einem erkennbaren Realitätsverlust bei den Beklagtenvertretern. Auch die Art und Weise des Umgangs mit dem Gericht empörte die Anwesenden Gäste. Ein Zuhörer sagte: „Das war die erste Gerichtsverhandlung, die ich selbst miterlebt habe – und ich bin völlig konsterniert! In meinen kühnsten Vorstellungen hätte ich mir ein solches Schauspiel nicht ausmalen können“ Übereinstimmend berichteten Teilnehmer von respektlosem Umgang mit dem Gericht und mit der Gegenseite. „Ich bewundere den Herrn Dr. Schulze“, schrieb uns eine Zuhörerin, „dass er bei einem solchen Benehmen der Gegenseite ruhig und sachlich bleiben konnte.“ Sie finde es schlimm, dass der Richter sich von dem Bankanwalt beschimpfen ließ, ohne einzugreifen. Auch habe ihr der nötige Ernst gefehlt: Südwestbank-Justitiar Schneider, der in einschlägigen Kreisen schon aus anderen Verhandlungen als „Gerichtskasper“ bekannt ist, habe sich völlig daneben benommen und immer wieder versucht, Dinge ins Lächerliche zu ziehen.

Für die Vernehmung eines Zeugen wurde ein weitere Verhandlungstermin auf den 22. Juni 2011 angesetzt.

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9 Antworten to “Und wieder einmal steht die Südwestbank vor Gericht”

  1. Hans Joachim Bendlin Says:

    Trotz mehrerer Verurteilungen in erster Instanz gibt es offenbar keine Anzeichen von Einsicht auf der Bankenseite.
    Aber die geprellten Bankkunden lassen nicht locker, recht so.
    Nur: wer zahlt die Kosten für diese juristischen Auseinandersetzungen?
    Sicherlich nicht der Bankvorstand oder der zuständige Bankberater, sondern letztendlich wieder der Kunde.
    Schade, dass die meisten Bankkunden diese Konsequenz immer noch ignorieren und weiterhin schön brav ihre Ersparnisse diesen „Geldvermehrern“ andienen.

  2. Gerichtsreporter Says:

    In gewohnter Manier hat sich der „Narrenkasper“ von der Südwestbank mal wieder als der Einzigwissende aufgespielt. Den Rahmen des Duldbaren hat er zusammen mit seinem stotternden Anwalt allerdings gesprengt, als die Herren ausschweifend über die Deutschen Gerichte herzogen, allen voran über die Stuttgarter, die nach ihrer Ansicht von den juristischen Zusammenhängen im Kapitalmarktrecht keine Ahnung haben. Der Südwestbank-Anwalt besaß sogar die Unverschämtheit, den Richter lautstark belehren zu wollen, wie er „richtig“ zu entscheiden habe.

    Der mit interessierten Zuhörern übervolle Gerichtssaal war hell empört über das, was sich Richter von Bank-Justiotiaren und Bankanwälten bieten lassen.

  3. Der Anleger von Stuttgart Says:

    Die Südwestbank-Vorstellung war mehr als peinlich!

    Sowas habe ich noch nie erlebt.

  4. M. Janssen Says:

    Dieser Herr Schneider von der Südwestbank und sein seltsamer Anwalt scheinen beide eine schlechte Kinderstube gehabt zu haben. Jedenfalls wurde offensichtlich versäumt, ihnen ordentliches Benehmen beizubringen.

    So führt man sich vor einem Gericht nicht auf. Die beiden Herren besitzen weder Anstand noch Respekt. Weder vor dem Richter, noch vor der Gegenseite.

  5. Vince Veer Says:

    . . . jo mai, dös war wieder a Gaudi! Mitunter mochte man meinen, dass auf Bankenseite noch etwas nachkarnevalesker Restalkohol im Spiel war! RA W. „Ausschweif“ Tobelander und der wie immer lustige Doc Schneider von der SouthWestBang waren wieder einmal mit viel Spaß – nicht – bei der Sache und verstanden es meisterlich, die Dinge ins Lächerliche zu ziehen und dem Richter stellenweise das Konzept aus der Hand zu nehmen. Leider alles gar nicht witzig, wenn man bedenkt, um wieviel Geld es – nicht nur in diesem Fall – geht.

  6. W.Moosmann Says:

    Als Zuschauer war ich sehr erstaunt, daß die Gegenseite sich solche Freiheiten herausnehmen durfte!
    Der Richter hätte eigentlich auch einmal den 2 Herren in die Parade fahren müssen und ihnen das Wort entziehen!
    Der Kläger und sein Anwalt hätten auch einmal zu Wort kommen müssen, jedoch sind sie immer von Gegenanwalt unterbrochen worden.
    Ich hoffe nur, daß die noch anstehenden DG-Fonds-Prozesse nicht so ablaufen!!

  7. Norbert Bilger Says:

    hallo mitstreiter,

    als schwager von norbert bilger habe ich an der verhandlung teilgenommen.
    für mich war es unglaublich, mit welchen „rechtsverdrehern“ die südwestbank auf die von ihr betrogenen kunden losgeht.
    beide waren der meinung, dass die deutschen gerichte in punkto fonds keine ahnung hätten und dass sie „gnadenlos“
    auf ihre „rechtsauffassung“ bestehen würden.
    von den beiden anwälten schob sich besonders herr schneider in den vordergrund. dass mein schwager sein geld bei ihnen
    mit grossem verlust angelegt hat, belustigte ihn so sehr, so dass er dauernd feixte und und in der gegend herumkicherte.
    mein schwager ist seit ca. 50 jahren kunde bei dieser bank, und dann finde ich so ein benehmen unglaublich. der richter machte herrn schneider darauf aufmerksam,dass die ein gütetermin sei. – und dann?????
    der gipfel war, dass herr schneider ein „gnadenlos grosszügiges“ abfindungsangebot von 20%“ machte.
    in zukunft werde ich alle, die ich kenne, von der arroganz und gleichzeitigen ahnungslosigkeit der südwestbank in sachen kundenzufriedenheit in kenntnis setzen, was für eine „leuchte“ die südwestbank in der bankenkultur ist. übrigens wurde vom richter auf den 22.06. ein neuer termin angesetzt.

    mit freundlicher unterstützung

    dieter hofele

  8. Norbert Bilger Says:

    Ich kann mich nur allen Kommentaren anschließen, besser kann ich dieses Schauspiel auch nicht beschreiben. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, kann man es sich nicht vorstellen dass sich Anwälte der Beklagtenseite so an einem deutschen Gericht benehmen.
    Jahrelang hat die Südwestbank DG-Fonds an Ihre Kunden vermittelt und sie überredet dieselben teilweise zu finanzieren, das ist das Sahnehäubchen dabei, so wurde auch ich überredet.
    Jetzt sprechen die immer besser wissenden Rechtsanwälte der Südwestbank Tobelander und Schneider von den dummen Kunden, die so was unglaubliches gemacht haben, ich glaube die sollten sich selbst an der Nase packen, und zu Ihrem Beratungsschutt stehen.

  9. vrbankopfer Says:

    Einige Szenen dieser „Veranstaltung“ hätte man sicherlich auch in die Fernsehsendung „Neues aus der Anstalt“ übernehmen können. Urban Priol wäre sicherlich für solche Sketche dankbar.
    Vielleicht sollten sich die Darsteller der Beklagten mal überlegen, das Fach zu wechseln. Möglicherweise sind sie in der Comedy-Szene besser aufgehoben.

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