Hohe Belastung der Gerichte

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Immer häufiger beklagen sich Gerichte über die Belastung durch die immer größer werdende Anzahl von juristischen Auseinandersetzungen in Sachen DG Fonds. Trotz vielfacher eindeutiger Urteile (Anleger müssen entschädigt werden) lehnt der genossenschaftliche Bankenverbund (DZ Bank, DG Anlage, Volksbanken / Raiffeisenbanken) eine generelle Entschädigungslösung weiterhin ab.

Von vielen Seiten wird eine Regelung gefordert, eine für alle geschädigten Anleger gültige Lösung zu finden, so dass nicht jeder einzelne Anleger seine Schadenersatzforderung gerichtlich durchklagen muss. „Juristisch ist der Sachverhalt längst geklärt“, erklärte ein Rechtsexperte gegenüber dem Bankgenossen, „Tatsache ist nur, dass sich die Verurteilten nicht an die Urteile halten wollen und so die Gerichte massiv belasten“. Er verweist auf einen vergleichbaren Fall: Der Energieversorger EWE wurde verurteilt, Preiserhöhungen zurück zu erstatten. Dies hat eine regelrechte Prozesslawine ausgelöst. Zwischenzeitlich gibt es Ansätze für eine generelle Rückzahlung der Preiserhöhung an alle Kunden, so dass nicht mehr jeder einzelne Kunde vor Gericht ziehen muss, um Recht zu bekommen.

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3 Antworten to “Hohe Belastung der Gerichte”

  1. M. Janssen Says:

    Das wäre wirklich an der Zeit, dass die feinen Herren vom DZ Bank Turm sich mal mit der Realität beschäftigen.

  2. Vince Veer Says:

    Hier ergeht ein dringender Aufruf an die restlichen 19.478 DG-Fondsgeschädigten: Vo- und Raiba-Genossinnen und Genossen, hört die Signale! Die Gerichte – und dann auch die Banken – werden das Ganze erst dann nicht mehr als Lappalie abtun können, wenn noch ein paar mehr Geschädigte ihre Rechte einfordern werden. Erst dann wird der Druck auf die Banken groß genug sein, sich Gedanken über Entschädigungen zu machen. Am Geld wird´s nicht scheitern, die Geschäfte entwickeln sich dort ja wieder prächtig. Vielleicht wird dann auch Uli Wickert unter http://www.werte-schaffen-werte.de erkennen, dass er hier auf´s falsche Pferd gesetzt hat.

  3. vobaschaden Says:

    Die Volksgängster sind Ökonomen, d.h. sie rechnen genau und da sie etwa 500 Mio Euro über die DG-Anlage-Fonds eingesammelt haben, die sie den Sparern nicht freiwillig wieder zurückgeben, werden sie einen langen Atem in den Prozessen haben. Mit dem Geld des einen geprellten Anlegers bezahlt man eben den Prozess mit dem klagenden Anleger. Einen „break-even-point“, ab dem es sich lohnt, lieber alle zu entschädigen, gibt es nicht, da ja stets andere, neue Kunden und Mitglieder mit den Prozesskosten belastet werden können. So schreibt man eben eine „unendliche Geschichte“. Vielleicht heißen die Volksbanken ja deshalb so, weil sie sich im ganzen Volk bedienen können.

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