Öffentliche Schlammschlacht bei der Volksbank Friedrichshafen

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Was derzeit in Friedrichshafen vor sich geht, stellt die Intrigenserie „Dallas“ bei weitem in den Schatten: Eine Schlammschlacht offener Bühne, wie sie kaum vorstellbar ist. Vorstand gegen Vorstand, Betriebsrat gegen Vorstand, Vorstand gegen Aufsichtsrat, Aufsichtsrat gegen Vorstand – eigentlich jeder gegen jeden.

Das Wirtschaftsmagazin „Capital“ schreibt: “

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht ein schon lange schwelender Konflikt zwischen den beiden einzigen Vorständen Dengler und Huber. Die führen zwar seit fast 15 Jahren gemeinsam die Bank – können einander aber offenkundig nicht ausstehen.

Nach allem, was zu hören ist, vergiftete der Konflikt das Binnenklima im ganzen Haus. Zuletzt eskalierte die Lage derart, dass Dengler – unterstützt vom Arbeiterführer Tarantino, dem Prokuristen Reiser und einem Fünftel der rund 90 Mitarbeiter – in einem Brief an den Aufsichtsrat den Rausschmiss Hubers verlangte. Zugleich wurden die zehn Kontrolleure selbst zum Rücktritt aufgefordert, weil sie Huber zu lange hätten gewähren lassen. Der Aufsichtsrat reagierte Ende letzter Woche stattdessen mit dem Rausschmiss Denglers. Kollege Huber wiederum, so hieß es in einer Pressemitteilung, werde nun erst mal „einen Urlaub antreten“ und die Bank „aus gesundheitlichen Gründen spätestens zum Jahresende verlassen“.

Wie es weitergeht? Der Arbeiterführer und der Prokurist dürfen wohl bleiben. Dengler hingegen strebt offenbar die totale Revolution an: Dazu will er eine Sondersitzung der Vertreterversammlung erzwingen. Diese kann theoretisch sogar den Aufsichtsrat abberufen.

Die zehn Kontrolleure machen sich derweil daran, die beiden Vorstandsposten neu zu besetzen. Damit wenigstens mal jemand ans Telefon geht.“

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Eine Antwort to “Öffentliche Schlammschlacht bei der Volksbank Friedrichshafen”

  1. vobaschaden Says:

    Schlammschlacht wird große Kreise ziehen!
    Da in den 90er Jahren nahezu alle Volksbanken am skandalösen Verhalten der DG-Anlagen mitgemacht und ihre Kunden (wohl über 20.000 Betroffene) über den Tisch gezogen haben, wird die hier geschilderte Schlammschlacht noch viele Volksbanken ereilen. Es wird eines der traurigsten Kapitel der Genossenschaftsgeschichte und ist mit den Ideen von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch nicht vereinbar. Einziger Ausweg: Geschädigte Mitglieder und Kunden sofort mit der Rückabwicklung der vertrauensbrechenden Anlage entschädigen und Verluste ersetzen!!!!

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