Skandal-Volksbank Friedrichshafen blamiert sich erneut vor Gericht

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Auch Lüge, Streitverkündung und unendlich lange Schriftsätze helfen der Chaos-Bank nicht

Wie die Lokalpresse berichtet, brodelt es bei der Volksbank Friedrichshafen. Anstatt ihrem genossenschaftlichen Auftrag, der Förderung der wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder zu genügen, bekriegen sich Vorstand und Aufsichtsrat. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, daß die Volksbank Friedrichshafen trotz der mittlerweile eindeutig zugunsten der DG-Anleger geklärten Rechtslage gegen diesen zu Felde zieht, statt seinen berechtigten Schadensersatzanspruch anzuerkennen.

Weder die Lüge, der betroffene Anleger hätte den Umstand der Provisionszahlung gekannt, noch die Streitverkündung an die DZ-Bank konnten das Landgericht Ravensburg verwirren. „In der Sache hatte die Volksbank nichts Zielführendes vorzutragen“, so der Schweinfurter Fachanwalt Dr. Michael Schulze. „Deshalb verlegte sich die Volksbank ausschließlich auf Prozessverschleppung“. Bereits im ersten Termin sah die Kammer die Sache als entscheidungsreif im Sinne des geschädigten DG-Anlegers an. Hier wurde durch die Volksbank kein Antrag gestellt. Dann wurde kurz vor dem zweiten Termin der DZ-Bank den Streit verkündet. Einer Entscheidung im schriftlichen Verfahren widersprach die Volksbank Friedrichshafen, so dass eine dritte Verhandlung nötig wurde, welche allein fünf Minuten dauerte.

Der Vortrag der Streitverkündeten war zwar hunderte von Seiten lang, in der Sache aber unbeachtlich„, so Dr. Michael Schulze. Insbesondere widersprach er in weiten Teilen dem Vortrag der Volksbank. Der geschädigte DG-Anleger erhält nunmehr sein Geld zurück. Weder Steuervorteile, noch angebliches Mitverschulden werden in Abzug gebracht. „Es ist erstaunlich, daß die Vermittlerbanken sich bis heute weigern, der eindeutigen Rechtslage Folge zu leisten und stattdessen lieber das Geld der Genossenschaften für aussichtslose Prozesse über mehrere Instanzen verheizen, anstatt gemeinsam mit dem Kunden gegen die Verantwortlichen der Misere vorzugehen“, so Dr. Schulze nach einem weiteren der zwischenzeitlich vielfältig erstrittenen Urteile. „Handeln tut jetzt Not, Schadensersatzansprüche drohen zum 31.12.2011 zu verjähren“, gibt er betroffenen Anlegern noch auf den Weg. „Keinesfalls sollte man sich mit den banküblichen 20%-Vergleichen abspeisen lassen. Erfahrungsgemäß erhält der Anleger sein Geld spätestens in der Revisionsinstanz, da die betroffenen Banken eine weitere Entscheidung des BGH scheuen, auf welche sich andere Anleger berufen könnten“.

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2 Antworten to “Skandal-Volksbank Friedrichshafen blamiert sich erneut vor Gericht”

  1. vobaschaden Says:

    Es scheint unendlich schwer zu sein, einer Volksbank Einsicht zu vermitteln. Warum können die Verantwortlichen die Fehler nicht eingestehen? – So kostet es immer mehr Geld für die anderen Mitglieder. Am Ende gibt es nur noch Verlierer. Dabei wäre der Weg so einfach: Eingestehen, zurückzahlen und fertig.

  2. vrbankopfer Says:

    Wenn es darum geht, Fehler zu vertuschen und sich um die Konsequenzen aus Beratungsfehlern zu drücken, sind sich wohl die meisten Banken einig, leider auch die genossenschaftlichen. Und nur wenige haben den Mut, sich aus dem Fahrwasser der DZ-Bank zu lösen. Nicht vergessen sollte man dabei die Rolle der genossenschaftlichen Verbände, die meiner Meinung nach die „harte“ Linie der Genossenschaftsbanken unterstützen, wenn nicht gar vorgeben.
    Die Umsetzung des Genossenschaftsgedankens habe ich mir anders vorgestellt, denn eigentlich sind die Genossenschaften den Mitgliedern verpflichtet.
    Wenn es ums Geld geht, bleibt wohl der Anstand auf der Strecke.
    Daher freue ich mich über jedes Urteil gegen diese Banken.

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