Archive for August 2011

Ulrich Wickert steht weiter in der Kritik

25. August 2011

Versumpft?Schon im Januar 2011 hat DER BANKGENOSSE kritisiert, dass sich Ulrich Wickert für die genossenschaftliche Heuchelkapmagne „Werte schaffen Werte“ her gibt. Ausgerechnet Mr. Tagesthemen, der mehrere Bücher geschrieben hat wie „Der Ehrliche ist der Dumme“ oder „Gauner muss man Gauner nennen“ verkennt jetzt die Realität und stellt das moralisch verfallene Genossenschaftswesen so dar, als würde heute noch alles im Sinne von Raiffeisen und Schultze-Delitzsch laufen. Dabei verkennt er völlig, dass die genossenschaftliche Anlageberatung mangelhaft ist und bereits vielfach rechtskräftig verurteilt. Dass zigtausende Kunden und Genossenschaftsmitglieder ihren genossenschaftlichen Beratern vertraut und damit ihre Altersvorsorge verloren haben, ignoriert er einfach.

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Verzögerungstaktik vor Gericht

19. August 2011

Erneut wurde Gerichtstermin abgesagt: Diesmal wegen angeblicher Erkrankung der Bankanwältin

Hildesheim. Eigentlich hätte am Mittwoch, 17. August eine Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht Hildesheim stattfinden sollen. Eine Verhandlung mit klarem Ausgang: Für Experten stand die Verurteilung der Volksbank Peine so gut wie fest.

Offensichtlich war der Ausgang der Verhandlung auch der Bankenseite im Voraus klar – daher galt es wieder einmal, Zeit zu gewinnen. Kurzerhand wurde dem Gericht mitgeteilt, die Verhandlung müsse verschoben werden, weil die Anwältin der Kanzlei White & Case krank sei. Zwei Tage zuvor hatte dieselbe Anwältin dieselbe Bank in einem anderen Prozess beim Landgericht Stade gegen einen geschädigten Anleger vertreten. „Da ging es der Frau noch ganz gut“, war von Beobachtern zu hören. (more…)

Landgericht Stuttgart verurteilt Südwestbank

17. August 2011

Fonds müssen rückabgewickelt werden / Anleger erhält Geld zurück

Stuttgart. Eine „sichere Altersvorsorge mit einer wertbeständigen Anlage in deutschen Sachwerten“ – so hatte die Südwestbank Stuttgart ihren Anlegern die Beteiligung an mehreren geschlossenen Immobilienfonds der genossenschaftlichen „DG Anlage“ schmackhaft gemacht. Das war Anfang der 1990-er Jahre. Doch die vermeintlich sichere Anlage entpuppte sich als Reinfall. Jetzt wurde die Bank verurteilt.

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Vergleich: Volksbank zahlt 75 Prozent

16. August 2011

Volksbank e.G. Bremerhaven-Cuxland einigt sich mit Anleger vor dem Landgericht Stade

Stade/Bremerhaven. 75 Prozent seiner Einlage statt der ursprünglich von der Bank angebotenen 20 Prozent erhält ein geschädigter Anleger von der Volksbank Bremerhaven-Cuxland zurück. Mit dem Vergleich in letzter Minute konnte die Bank größeren Schaden vermeiden. Dem Anleger wurde ein langwieriger Gang durch die Instanzen erspart. (more…)

OLG Bamberg: Raiffeisenbank Lichtenfels muss DG Fonds rückabwickeln

9. August 2011

Wer seine Ansprüche bei DG-Fonds nicht bis zum 31.12.2011 gerichtlich durchsetzt, dem droht der Totalverlust.Bamberg/Coburg/Lichtenfels. Auch die Raiffeisenbank Lichtenfels ist in den DG-Fonds-Skandal verwickelt. Das Oberlandesgericht Bamberg hat die Bank zur Rückabwicklung der von ihr vertriebenen DG Fonds verurteilt. Das Urteil hat jedoch Bedeutung über den Fall hinaus.

Als einziges Gericht in Deutschland hatte das OLG Bamberg die DG-Emissionsprospekte als hinreichendes Aufklärungsmittel über gezahlte Provisionen angesehen. Mit dem aktuellen Urteil ist diese Fehleinschätzung nun endlich korrigiert. Sowohl der 1., als auch der 6. Senat weisen zutreffend darauf hin, dass die bisherige Auffassung des 3. Senats, insbesondere nach dem Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 09.03.2011 nicht mehr haltbar ist.

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OLG Bamberg verurteilt VR-Bank Alzenau

7. August 2011

Gericht stellt klar:  Frühere Entscheidung war falsch, Klageabweisung LG Aschaffenburg unrecht.

Bamberg/Aschaffenburg/Alzenau. Eine Zeit lang schien es, als ob in Bamberg andere Gesetze gelten würden, als im Rest der Republik: Aus einer unklaren Angabe über ein Agio im Verkaufsprospekt für DG Fonds hätten Anleger schließen können, dass der „Berater“ Provisionen für die Vermittlung des Fonds kassiert – so war die seltsame Auffassung der Richter. Diese Fehldeutung hat das Oberlandesgericht jetzt korrigiert: Wenn es keine eindeutigen Angaben über Provisionen und deren Höhe gibt, ist der die Informationspflicht des Beraters gegenüber dem Anleger nicht erfüllt.

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Annahme von Schmiergeld wird Volksbank Baumberge zum Verhängnis

4. August 2011

Es hätte alles so schön werden können: Ein langjähriger Mitarbeiter eines Unternehmens erhält von seinem Arbeitgeber einen größeren Altersvorsorgebetrag und will diesen in eine Immobilie investieren. Der Berater bei der örtlichen Volksbank empfiehlt ihm DG Fonds als „sichere, wertbeständige Anlageform“. Der Kunde lässt sich überzeugen. Doch es kommt anders: Auf Rendite wartet der Anleger vergeblich. Nach einigen Jahren muss er feststellen, dass auch das angelegte Geld weg ist. Die Bank will plötzlich von keiner Beratung mehr wissen und behauptet, der Anleger hätte Steuern sparen und Rendite erzielen wollen und das um jeden Preis.

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Geheimniskrämerei

4. August 2011

Die Deutsche Justiz tut sich schwer mit der Öffentlichkeit. Viele Anleger, die schon mal eine „öffentliche“ Verhandlung in Sachen DG Fonds  besuchen wollten, können ein Lied davon singen. Die Termine werden nicht etwa auf einer offiziellen Seite des jeweiligen Gerichts im Internet bekannt gegeben, sondern nur am Aushang im Gerichtsgebäude. Ob damit der Anspruch an eine „öffentliche“ Verhandlung erfüllt ist, sei dahingestellt.

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Bei Schrottimmobilien arglistig getäuscht

1. August 2011

Die HypoVereinsbank ist erstmals wegen arglistiger Täuschung ihrer Kunden zu Schadensersatz verurteilt worden. So lautet, kurz zusammengefasst, ein Urteil des OLG Köln – und das bestätigte der Bundesgerichtshof jetzt in einem noch unveröffentlichten Beschluss, der der ARD vorliegt.

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