Dalai Lama: Nur die Wahrheit macht frei!

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Ein Satz, der den Führungskadern der genossenschaftlichen Bankengruppe in Deutschland so wenig gefallen dürfte wie der kommunistischen Führung in Peking: „Nur die Wahrheit macht den Weg frei,“ sagte der Dalai Lama kürzlich in einem Interview mit Franz Alt. Denn mit der Wahrheit nehmen es die Genossenführer und ihre Anwälte nicht so genau. Zunächst gaukelt man den Anlegern eine „sichere, wertbeständige Kapitalanalage“ vor und hinterher behauptet man vor Gericht, der Anleger hätte ganz bewusst eine unternehmerische Risikobeteiligung gewollt.

Wenn man sich einmal die Schriftsätze der genossenschaftlichen Anwälte in Sachen DG Fonds zu Gemüte führt, stellte man schnell fest, dass man im Lager der DG-Fonds-Verkäufer offensichtlich keine Probleme damit hat, vor Gericht zu lügen bis sich die Balken biegen. Dem Image dieser scheinheiligen Bankengruppe dürfte das allerdings nicht gerade zuträglich sein – vor allem dann nicht, wenn es sich herumspricht, was da so behauptet wird.

Leidtragende sind nicht nur die geschädigten Anleger. Die Vorgehensweise vieler starrköpfiger Bankvorstände schadet Genossenschaft – und die gehört bekanntlich den Mitgliedern, die ihr Geld im guten Glauben investiert haben. Leidtragende sind auch die Mitglieder und Vorstände derjenigen Banken, die nicht in den DG Immobilien-Fonds-Skandal verwickelt sind und trotzdem den gesamtgenossenschaftlichen Image-Verlust zu verkraften haben. Getreu dem genossenschaftlichen Motto „einer für alle – alle für einen“ muss die Gemeinschaft für die „schwarzen Schafe“ gerade stehen. Daher sollte in allen Fällen die ungeschminkte Wahrheit auf den Tisch, denn dem genossenschaftlichen Slogan zum Trotz gilt: „Nur die Wahrheit macht frei“ – auch den „Weg“, den die genossenschaftlichen Werbestrategen in ihrer Verblendung glauben, für sich gepachtet zu haben.

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4 Antworten to “Dalai Lama: Nur die Wahrheit macht frei!”

  1. SWMike Says:

    Immerhin tauchen jetzt die erste bankseitigen Schriftsätze auf, in denen Ausdrucke vom Bankgenossen präsentiert werden. „Feind liest mit“…

  2. Gerhard Mayer Says:

    Ich halte es für begrüßenswert, wenn auch die Bankenvertreter den Bankgenossen lesen – immerhin spricht dieses Medium Wahrheiten aus, die sonst üblicherweise unter den Teppich gekehrt werden.

  3. vobaschaden Says:

    Wer durch die Volksbanken direkt Schaden erlitten hat, kann es kaum ertragen, wie deren Selbstbeweihräucherung weiter geht. Hier kann nur noch ein Aufstand aller Mitglieder gegen das Verhalten der Schädiger helfen.Macht endlich reinen Tisch. Nur die schonungslose Wahrheit und Entschädigung der Betroffenen helfen noch, dem Genossenschaftswesen eine Zukunftschance einzuräumen. Ansonsten droht das Ende!

  4. inter383Henning Pawelka Says:

    Die DG Bank ist hier nur eine von vielen. Die Commerzbank z.B. hat systematisch geschlossenen Fonds an Anleger verkauft, die den Auszahlungstermin nach der aktuellen Sterbetafel um ca. 10-20 Jahre „verpassen. Nimmt man die Zahl der Geschädigten durch Strukturvertriebe wie z.B. den AWD noch dazu sind wir schnell bei mind.1 Mio. Geschädigter. Da es meines Erachtens zum Geschäftsmodell gehört durch Prozeßverschleppung auf eine „biologische“ Lösung zu setzen um mit den Erben die Beute zu teilen, habe ich die grobe Zahl der Opfer schon bereinigt um die, die den Beginn/Ausgang dieser Prozesse nicht mehr erleben.

    Henning Pawelka

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