Richterin verärgert über Bankenanwälte

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Ein Anleger hatte Anteile am DGI34 gezeichnet. Das OLG Frankfurt stellte mehrfach fest, dass im Emissionsprospekt Fehler vorhanden waren. Zwar hatten die DG Anlage und die DZ Bank hiergegen Revision vor dem Bundesgerichtshof eingelegt, diese jedoch vor einer Entscheidung zurückgenommen, um eine weitere anlegerfreundliche BGH-Entscheidung zu verhindern.

Außergerichtlich wurden die Ansprüche des Anlegers gleichwohl zurückgewiesen. Nach Klageeinreichung durch den Schweinfurter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Michael Schulze kam es nun zur Verhandlung vor dem Landgericht Frankfurt.

RSCW Rechtsanwälte

Nachdem die DG Anlage und die DZ Bank auf Frage der Richterin mitteilten, nicht vergleichsbereit zu sein, gaben diese auf weitere Frage zu, kein DG34-Verfahren mehr vor dem BGH zu führen. „Aber dann ist die Auffassung des OLG Frankfurt doch rechtskräftig“, so die Frankfurter Richterin. „Und Sie wollen sich trotzdem nicht vergleichen?“ Kopfschüttelnd nahm die Richterin die erneute Weigerung der Beklagten zur Kenntnis.

„Willst Du – kriegst Du“, so Dr. Michael Schulze. „Zwar ist die Rechtslage zugunsten der betroffenen DG-Anleger zwischenzeitlich eindeutig, dennoch führen die Banken lieber weiter aussichtslose, kostenträchtige Prozesse, als die eindeutige Rechtslage zu akzeptieren.“ Hintergrund ist wohl, weitere Betroffene  von der Geltendmachung Ihrer Rechte abzuhalten, jedenfalls bis zum Jahresende. Danach ist für die Banken „der Spuk“ schließlich vorbei.

Handeln Sie noch dieses Jahr. Eine Rückabwicklung ohne Prozesskostenrisiko ist in der Regel möglich.

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2 Antworten to “Richterin verärgert über Bankenanwälte”

  1. vobaschaden Says:

    Man kann nur jedem Geschädigten Mut machen, sein Recht zu fordern. Die Volksbanken wollen zwar weder zahlen, noch zulassen, dass ihr schlechter Ruf durch Verurteilungen bekannt wird. Insofern bleibt wenigstens eine Möglichkeit für einen Vergleich.

  2. volksbankenopfer Says:

    Wer von den geschädigten DG Fonds Anlegern jetzt nicht notfalls mit einer Klage vor Gericht geht, „macht den Weg frei“ für die Bankster, die ihn mit den maroden DG Fonds einst über den Tisch gezogen haben.

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