Volksbank Balingen – die Bank, mit der keiner will …

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Im selben Landkreis hat sie keine Partner gefunden: Die genossenschaftlichen Banken im Zollernalbkreis haben die „Heiratsanträge“ der Balinger Volksbank dankend abgelehnt. Jetzt hat sich die Volksbank Balingen an eine Braut aus dem Nachbarkreis herangemacht – die Volksbank Rottweil aus dem westlich gelegenen Nachbarkreis – und hat wohl ein Opfer gefunden. Stolz verkündeten die Vorstände beider Banken kurz vor Weihnachten die geplante Fusion.

Von beiden Partnern liefert die Volksbank Balingen die mieseren Zahlen ab und geht als der deutlich schwächere Partner in die Fusionsverhandlungen. Dies, obwohl die Volksbank Rottweil im Vergleich mit anderen Bankinstituten im Kreis ebenfalls eher schlecht abschneidet. Vor allem die Volksbank Sulz, die nach einer Fusion in der Volksbank Rottweil aufgegangen ist, war durch seltsame Vorgänge und peinliche Querelen im Vorstand ins Gerede gekommen. Immerhin konnte die Volksbank Rottweil in den vergangenen Jahren eine wesentlich bessere Dividende ausschütten als ihr Balinger Pendant.

Die Volksbank Balingen ist vielen Kennern der Szene durch ihre DG-Fonds-Vergangenheit bekannt. Anstatt gemeinsam nach einer fairen Entschädigung zu suchen, schlug der Vorstand einen Konfrontationskurs ein und zerrte die eigenen Mitglieder vor Gericht. Im Widerspruch zur Satzung der Genossenschaft ließ sich der Vorstand von einem Aufsichtsratsmitglied juristisch vertreten. Vor Gericht verstrickte sich die Bank in Widersprüche – alle wesentlichen Aussagen wurden widerlegt. Die Volksbank Balingen ist wegen Falschberatung rechtskräftig verurteilt.

Links:

Der Weg zur „Voba Neckaralb“? KOMMENTAR • FUSIONSPLÄNE DER GENOSSEN
Zollern-Alb-Kurier

Volksbanken Rottweil und Balingen wollen 2013 fusionieren
Südwestpresse Neckar Chronik

Fusion auf Augenhöhe (wohl kaum …)
Südwest Presse

Rottweil: Grünes Licht für Banken-Fusion
Schwarzwälder Bote

Rottweil/Balingen Volksbanken wollen fusionieren
Südwestpresse Neckar Chronik

Balingen: Zwei Volksbanken: Ehe auf Augenhöhe
Schwarzwälder Bote

Balingen – Konkrete Pläne für neue Volksbank Balinger Voba-Chef
Zollern-Alb-Kurier

 

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4 Antworten to “Volksbank Balingen – die Bank, mit der keiner will …”

  1. vobaschaden Says:

    Verständlich, wer will schon mit einer Bank fusionieren, die vielleicht noch andere Leichen als den DG-Anlagenskandal im Keller hat. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht,…..
    solche Banken gehen eben mit der Zeit (unter).

  2. volksbankenopfer Says:

    Es ist erschreckend, wie obrigkeitshörig, gutgläubig und naiv gerade die Mitglieder der Volks- und Raiffeisenbanken sind. Ohne den leisesten Zweifel an der Richtigkeit der Ausführungen wird insbesondere bei Fusionsversammlungen kritiklos alles geglaubt was

    „von denen da vorne am Vorstandstisch“

    erzählt wird und kein Mitglied macht sich jemals weitere Gedanken darüber, ob es wirklich richtig ist, was ihm erzählt wird oder ob es über den Tisch gezogen wird.

    Nur so kann es geschehen, dass Mitglieder, ohne nachzufragen, Millionenbeträge einfach verschenken, denn obwohl § 19 des Genossenschaftsgesetzes bestimmt, dass der Jahresgewinn an die Mitglieder zu verteilen ist und obwohl die angesammelten Rücklagen der Bank nichts anderes als angesammelte Jahresgewinne der Bank sind, die noch nicht an die Mitglieder ausgeschüttet wurden, erhebt kein Mitglied z.B. bei Beschlussfassung über eine Fusion mit einer anderen Bank irgendeinen Anspruch auf diese Beträge, die teilweise bis zum 100-fachen des einzelnen Geschäftsanteils betragen können.

    Den Mitgliedern kann dabei eigentlich kein Vorwurf gemacht werden, denn sie sind in aller Regel wirtschaftliche Laien die die Zusammenhänge nicht überblicken und die Alternativen nicht sehen. Sie sind weder organisiert noch haben Sie das Wissen, was eine Genossenschaft, insbesondere eine Raiffeisenbank wirklich ausmacht und welche Rechte die einzelnen Mitglieder tatsächlich besitzen und können so, bei den stattfindenden Eigentümerversammlungen, in jeder Richtung über den Tisch gezogen werden.

    Daher sind diese Seiten allen Mitgliedern der Raiffeisenbanken und Volksbanken gewidmet.
    Sie enthalten Informationen, die die Eigentümer der Volks- und Raiffeisenbanken von offizieller Genossenschaftsseite nie erfahren sollen, denn die Kreditgenossenschaften haben, obwohl Vorstand und Aufsichtsrat der Bank Ihren Mitgliedern gegenüber erhebliche Pflichten haben, zu Ihren Mitgliedern im Vergleich mit anderen Unternehmen eine eigentümliche Beziehung, wenn es um den Anspruch auf angefallene Gewinne und noch eigentümlicher, wenn es um die Erfüllung des gesetzlich vorgeschriebenen genossenschaftlichen Auftrag der Förderung der Genossenschaftseigentümer geht.

    Insbesondere bei einer Fusion geht es bei der übergebenden Bank (und das ist in der Regel meist eine kleinere Raiffeisen- oder Volksbank, die mit einer größeren verschmolzen wird) immer um die Aufgabe der Selbständigkeit und um die Übertragung sämtlichen Vermögens an die übernehmende Bank.

    In schöner Regelmäßigkeit wird dabei den Mitgliedern der Bank welche ihre Selbständigkeit aufgibt, erklärt, welche positiven Auswirkungen die Fusion hat in Bezug auf Einsparungen, auf bessere Leistungsfähigkeit bei der Kreditversorgung der Bankkunden, bei der Beratung der vermögenden Privatkunden , der Freisetzung von Synergieeffekten, der Einsparung von Personal, der Einsparung von Kosten und, und, und ……

    aber niemand erzählt den Mitgliedern die vielen, negativen finanziellen Auswirkung die eine Fusion den bisherigen Eigentümern bringt.

    Eigentlich unglaublich, denn gerade bei einer Genossenschaft die laut Genossenschaftsgesetz und Satzung zum Förderauftrag verpflichtet ist, nämlich das Vermögen ihrer Mitglieder zu vermehren, sollte die Frage doch eigentlich lauten, was haben die Eigentümer der Bank , und zwar ausschließlich die Eigentümer dieser Bank finanziell davon. Und das sollte auch das alleinige Bestreben eines Vorstandes und Aufsichtsrates sein, denn diese haben in erster Linie die Interessen Ihrer Mitglieder zu vertreten. Dafür, dass kein Mitglied einer Genossenschaft bei einer Fusion einen vermögensrechtlichen Schaden erleidet, haften Vorstand und Aufsichtsrat letztendlich auch mit ihrem persönlichen Vermögen (§ 25 UmwG).

    Unumstößliche Tatsache ist, dass die Mitglieder einer Raiffeisen- oder Volksbank die Eigentümer der Bank sind? Unumstößliche Tatsache ist aber auch, dass damit den Mitgliedern jedes Haus, jedes Grundstück, eigentlich jeder Vermögenswert, den die Bank besitzt, als Eigentümer gehört ! Den Mitgliedern allein und niemand anderen.
    Daher sollten die Mitglieder sich nicht länger mit standardisierten Floskeln zufrieden geben, sondern kritisch alles prüfen und selbst entscheiden in welche Richtung der Weg freigemacht wird.

    Und dazu sollen insbesondere die auf diesen Seiten veröffentlichten Informationen dienen, welche den Eigentümern der Volks- und Raiffeisenbanken bisher vorenthalten wurden und auch -gemäß dem Willen einiger weniger Wissender- auch weiterhin vorenthalten werden sollen.

    Die auf diesen Seiten gegebenen Informationen beschreiben das Wesen der von Friedrich Wilhelm Raiffeisen ins Leben gerufenen Idee und Vision “von Menschen für Menschen”. aber leider haben diese Ideale der Menschlichkeit und die Ideen und Visionen eines großen Mannes, bei dessen selbsternannten Erben heute – so sie dieses Wissen überhaupt noch besitzen – keinerlei Stellenwert mehr.

    Dabei hatte Friedrich Wilhelm Raiffeisen stets nur das Wohl des einzelnen Menschen im Sinn und niemals das Wohl einer übermächtigen Organisation.
    Doch die vielen, von den Verbänden forcierten Fusionen geben die Antwort wohin der Zug fahren soll. Zu einem großen Unternehmen, einer Großbank, die dann keine Genossenschaft mehr sein wird sondern ein Gebilde, das im Gesang der Großbanken Europas ein gewichtiges Wort mitsprechen will. Doch vorher muss der Boden bereitet werden, denn das bisher angesammelte riesige, (angeblich) herrenlose Vermögen der Genossenschaftsbanken muss irgendwann unter den dann noch vorhandenen Eigentümern aufgeteilt werden.
    Doch ob zur Aufteilung dieses großen Milliardenvermögens noch immer die vielen, vielen kleinen bisherigen Genossenschaftsmitglieder der wegfusionierten Banken vorhanden sein werden oder ob diese Aufteilung unter einigen wenigen Wissenden erfolgen wird, sollte jeder Leser dieser Seite für sich selbst ebenso entscheiden wie die Frage, wohin der Weg wirklich führt wenn er endlich freigemacht ist !

  3. Fritz Kuhn Says:

    Die Volksbank Balingen hat sich doch schon vor Gericht mit ihren Lügen blamiert – wer soll diesen Leuten noch was glauben?

    Dem Kommentar von „Volksbankenopfer“ kann ich voll und ganz zustimmen! Wer sich mit der Materie befasst und nicht nur das glaubt, was ihm bei der Mitgliederversammlung vorgegaukelt wird, der kommt zum selben Ergebnis.

  4. Marion Janssen Says:

    Das Wirtschaftsmagazin „ECONO“ meldet: „Die Volksbank Rottweil stellt klar heraus, dass sie beim Wachstum der Kundeneinlagen, des Kreditvolumens und der Bilanzsumme hinter dem Landesschnitt zurückbleibt.“ Noch schlechter sind die Zahlen bei der Volksbank Balingen.

    Es ist also wie so oft. Da tun sich zwei Kranke zusammen und glauben tatsächlich, dass dadurch ein Gesunder entsteht. Die Erfahrung lehrt uns allerdings das Gegenteil.

    Deshalb hat die Euphorie der Vorstände mit Vernunft oder intelligenter Unternehensstrategie wenig zu tun. Das geschäftspolitisch schlicht dumme Unterfangen ist von persönlichen Interessen getrieben: Höhere Bilanzsumme – höhere Vorstandsgehälter. So einfach ist das.

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