Volksbanken Villingen und Hegau wollen fusionieren

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Die Volksbank Villingen und die Volksbank Hegau planen einen Zusammenschluss. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin ECONO. Die Kooperationsgespräche zwischen den Vorständen im Dezember fanden in aller Stille statt. Jetzt werden die Mitglieder quasi vor vollendete Tatsachen gestellt: Am 20.01.2012 wurde der jetzt geschlossene Kooperationsvertrag verkündet. Wie aus der Werbung der Banken bekannt ist, hat jeder Mensch etwas, das ihn antreibt. Bei den Volksbank-Vorständen sind es meist die höheren Bilanzsummen und die damit verbundenen höheren Vorstandsgehälter.

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3 Antworten to “Volksbanken Villingen und Hegau wollen fusionieren”

  1. volksbankenopfer Says:

    ..machen den Weg frei…für wen?…wohin?…..

    Es ist erschreckend, wie obrigkeitshörig, gutgläubig und naiv gerade die Mitglieder der Volks- und Raiffeisenbanken sind. Ohne den leisesten Zweifel an der Richtigkeit der Ausführungen wird insbesondere bei Fusionsversammlungen kritiklos alles geglaubt was

    „von denen da vorne am Vorstandstisch“

    erzählt wird und kein Mitglied macht sich jemals weitere Gedanken darüber, ob es wirklich richtig ist, was ihm erzählt wird oder ob es über den Tisch gezogen wird.

    Nur so kann es geschehen, dass Mitglieder, ohne nachzufragen, Millionenbeträge einfach verschenken, denn obwohl § 19 des Genossenschaftsgesetzes bestimmt, dass der Jahresgewinn an die Mitglieder zu verteilen ist und obwohl die angesammelten Rücklagen der Bank nichts anderes als angesammelte Jahresgewinne der Bank sind, die noch nicht an die Mitglieder ausgeschüttet wurden, erhebt kein Mitglied z.B. bei Beschlussfassung über eine Fusion mit einer anderen Bank irgendeinen Anspruch auf diese Beträge, die teilweise bis zum 100-fachen des einzelnen Geschäftsanteils betragen können.

    Den Mitgliedern kann dabei eigentlich kein Vorwurf gemacht werden, denn sie sind in aller Regel wirtschaftliche Laien die die Zusammenhänge nicht überblicken und die Alternativen nicht sehen. Sie sind weder organisiert noch haben Sie das Wissen, was eine Genossenschaft, insbesondere eine Raiffeisenbank wirklich ausmacht und welche Rechte die einzelnen Mitglieder tatsächlich besitzen und können so, bei den stattfindenden Eigentümerversammlungen, in jeder Richtung über den Tisch gezogen werden.

    Daher sind diese Seiten allen Mitgliedern der Raiffeisenbanken und Volksbanken gewidmet.
    Sie enthalten Informationen, die die Eigentümer der Volks- und Raiffeisenbanken von offizieller Genossenschaftsseite nie erfahren sollen, denn die Kreditgenossenschaften haben, obwohl Vorstand und Aufsichtsrat der Bank Ihren Mitgliedern gegenüber erhebliche Pflichten haben, zu Ihren Mitgliedern im Vergleich mit anderen Unternehmen eine eigentümliche Beziehung, wenn es um den Anspruch auf angefallene Gewinne und noch eigentümlicher, wenn es um die Erfüllung des gesetzlich vorgeschriebenen genossenschaftlichen Auftrag der Förderung der Genossenschaftseigentümer geht.

    Insbesondere bei einer Fusion geht es bei der übergebenden Bank (und das ist in der Regel meist eine kleinere Raiffeisen- oder Volksbank, die mit einer größeren verschmolzen wird) immer um die Aufgabe der Selbständigkeit und um die Übertragung sämtlichen Vermögens an die übernehmende Bank.

    In schöner Regelmäßigkeit wird dabei den Mitgliedern der Bank welche ihre Selbständigkeit aufgibt, erklärt, welche positiven Auswirkungen die Fusion hat in Bezug auf Einsparungen, auf bessere Leistungsfähigkeit bei der Kreditversorgung der Bankkunden, bei der Beratung der vermögenden Privatkunden , der Freisetzung von Synergieeffekten, der Einsparung von Personal, der Einsparung von Kosten und, und, und ……

    aber niemand erzählt den Mitgliedern die vielen, negativen finanziellen Auswirkung die eine Fusion den bisherigen Eigentümern bringt.

    Eigentlich unglaublich, denn gerade bei einer Genossenschaft die laut Genossenschaftsgesetz und Satzung zum Förderauftrag verpflichtet ist, nämlich das Vermögen ihrer Mitglieder zu vermehren, sollte die Frage doch eigentlich lauten, was haben die Eigentümer der Bank , und zwar ausschließlich die Eigentümer dieser Bank finanziell davon. Und das sollte auch das alleinige Bestreben eines Vorstandes und Aufsichtsrates sein, denn diese haben in erster Linie die Interessen Ihrer Mitglieder zu vertreten. Dafür, dass kein Mitglied einer Genossenschaft bei einer Fusion einen vermögensrechtlichen Schaden erleidet, haften Vorstand und Aufsichtsrat letztendlich auch mit ihrem persönlichen Vermögen (§ 25 UmwG).

    Unumstößliche Tatsache ist, dass die Mitglieder einer Raiffeisen- oder Volksbank die Eigentümer der Bank sind? Unumstößliche Tatsache ist aber auch, dass damit den Mitgliedern jedes Haus, jedes Grundstück, eigentlich jeder Vermögenswert, den die Bank besitzt, als Eigentümer gehört ! Den Mitgliedern allein und niemand anderen.
    Daher sollten die Mitglieder sich nicht länger mit standardisierten Floskeln zufrieden geben, sondern kritisch alles prüfen und selbst entscheiden in welche Richtung der Weg freigemacht wird.

    Und dazu sollen insbesondere die auf diesen Seiten veröffentlichten Informationen dienen, welche den Eigentümern der Volks- und Raiffeisenbanken bisher vorenthalten wurden und auch -gemäß dem Willen einiger weniger Wissender- auch weiterhin vorenthalten werden sollen.

    Die auf diesen Seiten gegebenen Informationen beschreiben das Wesen der von Friedrich Wilhelm Raiffeisen ins Leben gerufenen Idee und Vision “von Menschen für Menschen”. aber leider haben diese Ideale der Menschlichkeit und die Ideen und Visionen eines großen Mannes, bei dessen selbsternannten Erben heute – so sie dieses Wissen überhaupt noch besitzen – keinerlei Stellenwert mehr.

    Dabei hatte Friedrich Wilhelm Raiffeisen stets nur das Wohl des einzelnen Menschen im Sinn und niemals das Wohl einer übermächtigen Organisation.
    Doch die vielen, von den Verbänden forcierten Fusionen geben die Antwort wohin der Zug fahren soll. Zu einem großen Unternehmen, einer Großbank, die dann keine Genossenschaft mehr sein wird sondern ein Gebilde, das im Gesang der Großbanken Europas ein gewichtiges Wort mitsprechen will. Doch vorher muss der Boden bereitet werden, denn das bisher angesammelte riesige, (angeblich) herrenlose Vermögen der Genossenschaftsbanken muss irgendwann unter den dann noch vorhandenen Eigentümern aufgeteilt werden.
    Doch ob zur Aufteilung dieses großen Milliardenvermögens noch immer die vielen, vielen kleinen bisherigen Genossenschaftsmitglieder der wegfusionierten Banken vorhanden sein werden oder ob diese Aufteilung unter einigen wenigen Wissenden erfolgen wird, sollte jeder Leser dieser Seite für sich selbst ebenso entscheiden wie die Frage, wohin der Weg wirklich führt wenn er endlich freigemacht ist!

  2. vrbankopfer Says:

    Die Beweggründe für eine Fusion sind sicherlich vielfältig. Und ob sich eine Fusion für alle Beteiligten rechnet oder gerechnet hat, ist in nachhinein schwer belegbar.
    Genauso wenig belegbar ist, dass ein größeres Unternehmen zwangsläufig ein besseres ist. Ich habe da größte Zweifel, und zwar aus eigener Erfahrung.
    Die Entscheidungsprozesse werden schwieriger, es gibt mehr Hierarchiestufen, die Arbeitsprozesse werden arbeitsteiliger und damit komlexer, der interne Verwaltungsaufwand wird höher, usw., usw.. Sicherlich werden auch die Bezüge der Vorstände höher.
    Ob sich die Mitarbeiter der Bank freuen können, wage ich zu bezweifeln. Denn nach einer Fusion kommt meistens auch ein Stellenabbau.
    Bleibt letztendlich die Frage, was beim Kunden bzw. beim Mitglied ankommt.
    Ich vermute, das geht genauso aus wie bei vielen Geldanlagen: erst bedienen sich die Manager und deren Erfüllungsgehilfen und mit viel Glück bleibt etwas für den Anleger übrig, oder auch nicht, wie man es in der jüngsten Vergangenheit oft genug beobachten konnte.
    Schade, daß die meisten Mitglieder diese Entscheidungen widerspruchslos hinnehmen.

  3. vobaschaden Says:

    Wenn die Fusionswelle so weitergeht, dann sind eines Tages alle miteinander verschmolzen und der DZ-Bank (Judasbank) einverleibt. Und dort weiß man ja schon seit langem, wie man sich der lästigen Anteilseigner entledigt (siehe DG-Anlagenskandal). Eine traurige Entwicklung für das einst so demokratisch aufgebaute Genossenschaftswesen, dem früher 10.000 kleine Banken angehörten, heute nur noch 1000, in 10 Jahren vielleicht keine 100 mehr.

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