Volksbank Balingen verkauft sich an Rottweil

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Balingen, die Hauptstadt des wirtschaftlich starken Zollernalbkreises in Baden-Württemberg, wird bald ohne eigene genossenschaftliche Bank sein. Nachdem keine einzige der anderen Volks- und Raiffeisenbanken im ganzen Zollernalbkreis mit dem Balinger Volksbank kooperieren will, wirft der umstrittene Vorstand der Volksbank Balingen seine Bank (besser gesagt: Die der Mitglieder)  in die Hände einer Bank aus einem benachbarten Landkreis: Die deutlich größere Volksbank übernimmt die Volksbank Balingen. Der bisherige Hauptsitz in der Kreishauptstadt Balinger verkommt zu einer einfachen Filiale.

Wie vor Fusionen üblich, werden vom Vorstand die substanzlosen Beteuerungen von der „Fusion unter Gleichen“ und von den vielen angeblichen „Vorteilen für die Kunden“ verbreitet. Auch von „Synergien“ ist die Rede, wobei gleichzeitig versprochen wird, alle Mitarbeiter zu halten – ein Widerspruch in sich. Die Vorstände Edgar Luippold und Joachim Calmbach tun so, als hätten sich die anderen Banken im Kreis „gegen Balingen verschworen“ und sehen bei sich keine Schuld an den erfolglosen Versuchen, einen Fusionspartner im Kreis zu finden.

Besonders erschreckend ist, dass sowohl der Aufsichtsrat als auch die Vertreterversammlung offensichtlich so weit „bearbeitet“ worden sind, bis sie die Fusion ohne weitere Diskussion durchwinken. Das Vermögen der Mitglieder wander damit in den Nachbarkreis. Ob damit der Tatbestand der Veruntreuung erfüllt wird, wird noch zu klären sein.

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3 Antworten to “Volksbank Balingen verkauft sich an Rottweil”

  1. Albert Glück Says:

    Was will man von „Pat und Pattachon“ mehr erwarten? Die beiden „Möchtergern-Ackermänner“ blamieren sich doch immer wieder als dumme Buben, die nichts zustande kriegen was Hand und Fuß hat.

  2. volksbankenopfer Says:

    Hinter „Pat und Pattachon“ stehen wohl noch andere Interessen, ein weiteres Beispiel, wie man Genossen (Teilhaber) der Volksbank Balingen über den Tisch gezogen hat.

    Dazu:

    Es ist erschreckend, wie obrigkeitshörig, gutgläubig und naiv gerade die Mitglieder der Volks- und Raiffeisenbanken sind. Ohne den leisesten Zweifel an der Richtigkeit der Ausführungen wird insbesondere bei Fusionsversammlungen kritiklos alles geglaubt was

    „von denen da vorne am Vorstandstisch“

    erzählt wird und kein Mitglied macht sich jemals weitere Gedanken darüber, ob es wirklich richtig ist, was ihm erzählt wird oder ob es über den Tisch gezogen wird.

    Nur so kann es geschehen, dass Mitglieder, ohne nachzufragen, Millionenbeträge einfach verschenken, denn obwohl § 19 des Genossenschaftsgesetzes bestimmt, dass der Jahresgewinn an die Mitglieder zu verteilen ist und obwohl die angesammelten Rücklagen der Bank nichts anderes als angesammelte Jahresgewinne der Bank sind, die noch nicht an die Mitglieder ausgeschüttet wurden, erhebt kein Mitglied z.B. bei Beschlussfassung über eine Fusion mit einer anderen Bank irgendeinen Anspruch auf diese Beträge, die teilweise bis zum 100-fachen des einzelnen Geschäftsanteils betragen können.

    Den Mitgliedern kann dabei eigentlich kein Vorwurf gemacht werden, denn sie sind in aller Regel wirtschaftliche Laien die die Zusammenhänge nicht überblicken und die Alternativen nicht sehen. Sie sind weder organisiert noch haben Sie das Wissen, was eine Genossenschaft, insbesondere eine Raiffeisenbank wirklich ausmacht und welche Rechte die einzelnen Mitglieder tatsächlich besitzen und können so, bei den stattfindenden Eigentümerversammlungen, in jeder Richtung über den Tisch gezogen werden.

    Daher sind diese Seiten allen Mitgliedern der Raiffeisenbanken und Volksbanken gewidmet.
    Sie enthalten Informationen, die die Eigentümer der Volks- und Raiffeisenbanken von offizieller Genossenschaftsseite nie erfahren sollen, denn die Kreditgenossenschaften haben, obwohl Vorstand und Aufsichtsrat der Bank Ihren Mitgliedern gegenüber erhebliche Pflichten haben, zu Ihren Mitgliedern im Vergleich mit anderen Unternehmen eine eigentümliche Beziehung, wenn es um den Anspruch auf angefallene Gewinne und noch eigentümlicher, wenn es um die Erfüllung des gesetzlich vorgeschriebenen genossenschaftlichen Auftrag der Förderung der Genossenschaftseigentümer geht.

    Insbesondere bei einer Fusion geht es bei der übergebenden Bank (und das ist in der Regel meist eine kleinere Raiffeisen- oder Volksbank, die mit einer größeren verschmolzen wird) immer um die Aufgabe der Selbständigkeit und um die Übertragung sämtlichen Vermögens an die übernehmende Bank.

    In schöner Regelmäßigkeit wird dabei den Mitgliedern der Bank welche ihre Selbständigkeit aufgibt, erklärt, welche positiven Auswirkungen die Fusion hat in Bezug auf Einsparungen, auf bessere Leistungsfähigkeit bei der Kreditversorgung der Bankkunden, bei der Beratung der vermögenden Privatkunden , der Freisetzung von Synergieeffekten, der Einsparung von Personal, der Einsparung von Kosten und, und, und ……

    aber niemand erzählt den Mitgliedern die vielen, negativen finanziellen Auswirkung die eine Fusion den bisherigen Eigentümern bringt.

    Eigentlich unglaublich, denn gerade bei einer Genossenschaft die laut Genossenschaftsgesetz und Satzung zum Förderauftrag verpflichtet ist, nämlich das Vermögen ihrer Mitglieder zu vermehren, sollte die Frage doch eigentlich lauten, was haben die Eigentümer der Bank , und zwar ausschließlich die Eigentümer dieser Bank finanziell davon. Und das sollte auch das alleinige Bestreben eines Vorstandes und Aufsichtsrates sein, denn diese haben in erster Linie die Interessen Ihrer Mitglieder zu vertreten. Dafür, dass kein Mitglied einer Genossenschaft bei einer Fusion einen vermögensrechtlichen Schaden erleidet, haften Vorstand und Aufsichtsrat letztendlich auch mit ihrem persönlichen Vermögen (§ 25 UmwG).

    Unumstößliche Tatsache ist, dass die Mitglieder einer Raiffeisen- oder Volksbank die Eigentümer der Bank sind? Unumstößliche Tatsache ist aber auch, dass damit den Mitgliedern jedes Haus, jedes Grundstück, eigentlich jeder Vermögenswert, den die Bank besitzt, als Eigentümer gehört ! Den Mitgliedern allein und niemand anderen.
    Daher sollten die Mitglieder sich nicht länger mit standardisierten Floskeln zufrieden geben, sondern kritisch alles prüfen und selbst entscheiden in welche Richtung der Weg freigemacht wird.

    Und dazu sollen insbesondere die auf diesen Seiten veröffentlichten Informationen dienen, welche den Eigentümern der Volks- und Raiffeisenbanken bisher vorenthalten wurden und auch -gemäß dem Willen einiger weniger Wissender- auch weiterhin vorenthalten werden sollen.

    Die auf diesen Seiten gegebenen Informationen beschreiben das Wesen der von Friedrich Wilhelm Raiffeisen ins Leben gerufenen Idee und Vision “von Menschen für Menschen”. aber leider haben diese Ideale der Menschlichkeit und die Ideen und Visionen eines großen Mannes, bei dessen selbsternannten Erben heute – so sie dieses Wissen überhaupt noch besitzen – keinerlei Stellenwert mehr.

    Dabei hatte Friedrich Wilhelm Raiffeisen stets nur das Wohl des einzelnen Menschen im Sinn und niemals das Wohl einer übermächtigen Organisation.
    Doch die vielen, von den Verbänden forcierten Fusionen geben die Antwort wohin der Zug fahren soll. Zu einem großen Unternehmen, einer Großbank, die dann keine Genossenschaft mehr sein wird sondern ein Gebilde, das im Gesang der Großbanken Europas ein gewichtiges Wort mitsprechen will. Doch vorher muss der Boden bereitet werden, denn das bisher angesammelte riesige, (angeblich) herrenlose Vermögen der Genossenschaftsbanken muss irgendwann unter den dann noch vorhandenen Eigentümern aufgeteilt werden.
    Doch ob zur Aufteilung dieses großen Milliardenvermögens noch immer die vielen, vielen kleinen bisherigen Genossenschaftsmitglieder der wegfusionierten Banken vorhanden sein werden oder ob diese Aufteilung unter einigen wenigen Wissenden erfolgen wird, sollte jeder Leser dieser Seite für sich selbst ebenso entscheiden wie die Frage, wohin der Weg wirklich führt wenn er endlich freigemacht ist !

  3. Armin von der Bank Says:

    „Die genossenschaftliche Idee stärken,“ sagt Luippold…

    … und tut genau das Gegenteil. Seit Jahren entfernt sich diese Bank in immer schnellerem Tempo von den genossenschaftlichen Grundsätzen. Doch wie soll es anders sein, wenn nicht mal der Vorstand den genossenschaftlichen Gedanken verstanden hat.

    Die Volksbank Balingen (bald nur noch eine heruntergekommene Zweigstelle der Volksbank Rottweil) hat sich zu genau dem entwickelt, wogegen die Gründerväter einst angetreten sind mit der genossenschaftliche Idee.

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