Südwestbank wegen Prozessbetrugs angezeigt

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suedwestbankZuhörer, die regelmäßig die Gerichtsverhandlungen in Sachen DG Fonds besuchen, empören sich schon seit langem darüber, wie unverfroren dort gelogen wird. Mehrfach schon musste sich Südwestbank-Rechtsanwalt Tobelander und Hausjustitiar Schneider für ihr Verhalten vor Gericht scharf zurechtweisen lassen von den Richtern. Doch das scheint die „Prozesskasper“ (so werden sie von Besuchern mittlerweile bezeichnet) nicht sonderlich zu beeindrucken. Unbeirrt tragen sie wider besseres Wissen in jeder Verhandlung „frei erfundene“ Darstellungen der Sachlage vor und ignorieren damit die Fakten, die vor Gerichten längst geklärt sind.

Dies ist jetzt auch einem Bericht der Stuttgarter Zeitung zu entnehmen – neben weiteren pikanten Details. Gerichte stufen das Duo Schneider & Tobelander immer häufiger als unglaubwürdig ein und lassen deren Vortäge bei der Urteilsfindung außer Betracht.

„Das dürfen sich die Gerichte nicht länger bieten lassen“ – diese Ansicht wird von Prozessbeobachtern, Anwälten, Besuchern und Justizangestellten geteilt. Einer der Anlegeranwälte, die geschädigte Anleger in unzähligen Prozessen gegen die Südwestbank vertreten, ist Rechtsanwalt Andreas Tilp, der allein mit seiner Kanzlei über 60 Mandanten gegen die Südwestbank vertritt. Er hat nun die Initiative ergriffen: Man habe sich das Lange überlegt, aber „nun ist das Fass endgültig übergelaufen“. Die Südwestbank ist zu weit gegangen – nun sieht sie sich mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart, die demnächst ihre Ermittlungen aufnehmen wird.

Südwestbank-Kunden stellen sich indes immer mehr die Frage, wie vertrauenswürdig eine Bank ist, die permanent im Rechtsstreit mit einer großen Anzahl von Kunden liegt. Eine Bank, die bereits vielfach rechtskräftig wegen ihrer Schlechtbratung verurteilt ist und die nun auch noch Ziel von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Prozessbetrugs ist.

Quelle: Stuttgarter Zeitung

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7 Antworten to “Südwestbank wegen Prozessbetrugs angezeigt”

  1. vrbankopfer Says:

    Obwohl diese Bank sehr viele Anteile dieser vorgeblich sicheren „Bankprodukte“ verkauft hat und damit reichlich an Provisionen verdient hat, läßt sie sich in jedem Einzelfall vor Gericht verklagen und kämpft dabei mit allen Mitteln um jeden Euro. Das Landgericht Stuttgart könnte allein für diese zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen einen eigenen Richter beschäftigen.
    Jedenfalls fällt es den interessierten Zuschauern schwer, eine solche Bank als seriös zu betrachten.

  2. Vobageschaedigt Says:

    Wunderbare Nachricht, besonders da die Südwestbank keiner juristischen Auseinandersetzung aus dem Wege geht!
    Viel verdient an Provisionen etc., jetzt kommt die Retourkutsche!!

    Zu hoffen wäre es, wenn diese Nachricht auch die Volksbank im Schwarzwald lesen würde, denn dort ist es ähnlich abgelaufen!!

  3. Vobaschaden Says:

    Wie ernst es die Banker mit der Rechtsauffassung nehmen, ist nun schon längere Zeit offensichtlich und zwar landauf und landab. Da ist es nur folgerichtig, dass der Staatsanwalt nun ermittelt und hoffentlich auch ernste Folgen eintreten.

  4. volksbankenopfer Says:

    Es bleibt hzu hoffen, dass die zuständige Staatsanwaltschaft da mal Klarheit schafft. Die Betrügereien um die DG Fonds sind gerichtsbekannt, rechtskräftige Urteile gegen Volksbanken, Raiffeisenbanken, als auch DZ Bank liegen vor.
    Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen bei der DG Bank (heute DZ Bank) endeten bisher alle mit: „Verfahren eingestellt……“

    • Bankengeschädigter Says:

      Jaja, die Frankfurter „Kreise“ – da sorgen die Banken schon dafür, dass die Justiz das richtige tut. Es wird höchste Zeit, dass hier mal genauer hingesehen wird.

  5. genossenbankster Says:

    Verfolge schon seit einiger Zeit die Auftritte der „Gerichtskasper“, wird schon Zeit, dass man diese aus dem Verkehr zieht.

  6. W. Schuster Says:

    Seit langem wurdern sich Gerichtsbesucher, was sich die Juristen der Südwestbank alles erlauben durften: Gezielte Falschaussagen, Verdrehen rechtskräftiger Urteile, bewusstes Zitieren aus längst aufgehobenen Urteilen, Ignorieren der anerkannten Rechtsprechung, dazu auch noch respektloser Umgang mit den Richtern und ein sehr unanständiges Benehmen im Gerichtssaal. Nun endlich nimmt sich die Staatsanwaltschaft Stuttgart der Sache an, denn die Grenze des „Ausrutschers“ ist längst überschritten – die Eskapaden von Schneider und Tobelander sind strafrelevant.

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