Volksbank Balingen erhöht Gebühren um 53 % und spricht von Erfolgsbilanz

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Im Laufe der Zeit hat man so seine „Lieblingskandidaten“, die sich immer wieder negativ von der genossenschaftlichen Masse  abheben. Die Volksbank Balingen ist einer dieser Fälle. Zur traurigen Bilanz der beiden Vorstände Edgar Luippold und Joachim Calmbach zählen mehrere verpatzte Fusionen – zuletzt sogar ein groß angekündigter, landkreisübergreifender Zusammenschluss mit der Volksbank Rottweil, der im fortgeschrittenen Stadium geplatzt ist. Mit Kunden und Mitarbeitern liegt das Vorstandsduo regelmäßig im Streit, der gelegentlich schon auch mal vor Gericht ausgetragen wird.

Nun hat das Balinger „Bänkle“ wieder die PR-Maschinerie angeworfen. Eigenlob soll das angeschlagene Image retten – doch aus Kindertagen wissen wir alle: Eigenlob stinkt und Lügen haben kurze Beine. Da wird von einer Erfolgsbilanz gesprochen, die die beiden „Klein-Ackermänner“ angeblich vorzuweisen hätten. Fakten, die diese These stützen könnten, bleiben die beiden allerdings schuldig. Unterdessen stößt den Mitgliedern offensichtlich sauer auf, dass man einerseits mit einer angeblich so tollen Bilanz prahlt und andererseits gleichzeitig die Kontoführungsgebühren um satte 53 Prozent erhöht.

Doch Mitspracherecht haben die Mitglieder bei der Volksbank Balingen längst keines mehr. Generalversammlungen sind abgeschafft. Abstimmen darf ein sogfältig ausgewählter Kreis von „Vertretern“ – wobei die Bezeichnung wohl daher rührt, dass diese Abstimmungsmarionetten gefälligst die Interessen des Vorstandes zu „vertreten“ haben – so wie man es auch von weiten Teilen des Aufsichtsrats dieser Bank kennt. Da kann es schon mal vorkommen, dass auch ein Aufsichtsratsmitglied die Interessen des Vorstandes gegenüber Mitgliedern sogar gerichtlich vertritt – auch wenn in der Satzung genau das Gegenteil steht, nämlich, dass der Aufsichtsrat die Interessen der Genossenschafts-Mitglieder gegenüber dem Vorstand gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten haben.

Links:

PR-Artikel der Volksbank im Schwarzwälder Boten (mit Kommentaren)
PR-Artikel der Volksbank im Zollern-Alb-Kurier (mit Kommentaren)

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4 Antworten to “Volksbank Balingen erhöht Gebühren um 53 % und spricht von Erfolgsbilanz”

  1. volksbankenopfer Says:

    Bei dieser Bank ist es so, wie bei den meisten Volksbanken/Raiffeisenbanken. Die Deppen (so hält man die Kunden) zahlen ja alles, anscheinend widerspruchlos. So wie hier bei den Kontoführungsgebühren, als auch den Wucher/Dispozinsen. Das „Geschäftsmodell“ bringt es auch, dass man die Kunden mit den DG Fonds (Pleitefonds) über den Tisch zieht und sich dabei anhand von „Gebühren“ goldene Nasen verdient. Weiter so Herr Luippold, Herr Kalmbach…..

  2. Voba-Schaden Says:

    Fragt ein Volksbänker den anderen: „Na, wie geht´s?“ – „Ach ja, wie man´s nimmt!“

  3. Heinrich Schulte Says:

    Auch die Hohenzollerische Zeitung berichtet: http://www.swp.de/hechingen/lokales/zollernalbkreis/Geplatzte-Fusion-Thema-bei-Vertreterversammlung-der-Volksbank-Balingen;art5616,2007712

  4. Günter Says:

    meine Volksbank Freiburg bisher 4,50 im Vierteljahr 18€ im Jahr, jetzt 2,90 im Monat 34,80 € im Jahr. Habe heute bei Post neues Girokonto eröffnet, da zahle ich keine Kontoführungsgebühren. In der Bank hatte man nur scheinheilige Argumente.

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