Volksbank Balingen will mal wieder fusionieren

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Die Volksbank Balingen – eine ungeliebte Braut unter den unbedeutenden Genossenschaftsbanken – hat sich wieder einmal verliebt. Das „Opfer“ heißt diesmal Volksbank Hohenzollern. Erst kürzlich war die großspurig verkündete Fusion mit der Volksbank Rottweil gescheitert. Insgesamt haben die beiden umstrittenen Vorstände des Balinger Bankhauses in Sachen Fusion bisher keine glückliche Figur abgegeben.

Unzählige Fusionsversuche haben sie die letzten Jahre unternommen. Die einen sind erst garnicht zustande gekommen, die anderen wurden zwar realisiert, brachten jedoch nie den gewünschten Erfolg und haben zu massiver Unzufriedenheit und zur Abwanderung von Kunden geführt. Selbst Banken direkt vor der Haustür, die kurz vor der Pleite standen und nur durch eine Fusion zu retten waren, haben sich andere Partner gesucht. Ihre Ärger darüber verbreiteten die beiden Unglücksvorstände in der Tagespresse, wo sie öffentlich die „beleidigten Buben“ spielten.

„Gier frisst Hirn“ – ein Satz, den Vorstand Edgar Luippold gerne seinen Kunden um die Ohren schmettert, wenn er die miserable Verzinsung der Kundeneinlagen bei „seiner“ rechtfertigen will. Doch der Satz gilt durchaus auch bei Fusionen. Vor lauter Gier nach der größeren Bilanzsumme schalten die Vorstände genossenschaftlicher Banken regelmäßig ihr Hirn ab. Was die Mitglieder hinterher teuer zu stehen kommt. Genaue Zahlen wurden zwar nie kommuniziert, aber die gescheiterten Fusionen haben Unsummen verschlungen und ganz nebenbei auch zu massiven Personalproblemen geführt.

Die Richtungslosigkeit hat viele Mitarbeiter dazu ermuntert, sich einen anderen Arbeitgeber zu suchen. Vor allem die guten unter ihnen waren dabei erfolgreich und sind längst an anderer Stelle erfolgreich. Die anderen sind noch da. Das gilt auch und vor allem im Führungskreis.

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3 Antworten to “Volksbank Balingen will mal wieder fusionieren”

  1. Voba-Fondsgeschädigter Says:

    So geht es landauf, landab vielen Volksbanken. Erst haben Sie sich die Sympathien ihrer Kunden durch provisionsorientierte Falschberatung verscherzt und nun wundern sie sich, dass keiner mehr etwas von ihnen wissen will. Obwohl von einer urspünglich guten Idee einst ins Leben gerufen, stehen diese Banken jetzt vor dem Absterben – leider mit einer gehörigen Portion Selbstverantwortung. Im Marketing nennt man diese Position „poor dogs“.

  2. Sepp Maute Says:

    Die Balinger arbeiten hart daran, sich einen Spitzenplatz unter den „Doofbanken“ zu ergattern.

  3. svenm79@safe-mail.net Says:

    … aber einer wird es nicht erleben. Der „Lehrling“ auf dem Chefsessel geht mit 60 in den Ruhestand.

    Vielleicht ist das ja das richtige, um wieder Ruhe zu bekommen…

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