Griechenland – es ist nicht auszuhalten

by

Griechenland - AkropolisWer kein Geld hat, kann sich nichts leisten. Es sei denn, er ist gerissen und skrupellos. Nur so kann man sich erklären, dass ein Staat wie Griechenland mithilfe ständiger Alimentierung von außen seit vielen Jahren in paradieseischen Zuständen lebt: Das Renteneintrittssalter weit unter dem europäischen Durchschnitt, das Rentenniveau weit darüber. Die Bargeldsreserven pro Bürger liegen etwa beim Fünffachen von Deutschland, Steuern werden kaum gezahlt und wenn der Opa schon längst verstorben ist, ist es nicht unüblich, dass sich die Hinterbliebenen noch Jahre an seiner Rente erfreuen.

Auf der anderen Seite gibt es Länder in Europa, in denen hart gearbeitet wird und die Menschen auf vieles verzichten mussten, um ihre Volkswirtschaft wieder flott zu machen. Diese Menschen musste nicht nur für ihren eigenen Staat bluten, sondern tun es seit Jahren auch für Griechenland. Menschen, die bis ins hohe Alter für wenig Geld viel arbeiten und anschließend eine mickrige Rente bekommen, müssen bluten, damit man in Griechenland weiter auf hohem Niveau jammern kann und die Geldgeber als Terroristen beschimpfen kann.

Zugegeben: Es ist nicht schön, wenn sich das griechische Volk von einer Deutschen Regierung sagen lassen muss, was es wie zu tun hat. Genau darum war die Griechenlandhilfe schon im Ansatz falsch. Niemand muss sich von uns gängeln lassen. Und wie müssen niemandem unser hart erarbeitetes Geld leihen (oder gleich schenken?). Wenn jemand über seine Verhältnisse lebt, muss er das ändern. Und zwar nicht in langsamen Schritten bis 2022 oder vielleicht sonst irgendwann, sondern sofort und ohne Übergang.

Wenn von Anfang an kein Geld geflossen wäre, hätte man in Griechenland die Chance gehabt, zur Besinnung zu kommen und die richtigen Schritte zu tun. Stattdessen haben deutsche und andere Europäische Politiker es vorgezogen, im überttragenen Sinne einen Alkoliker mit Schnaps zu versorgen und dabei zu hoffen, dass er trocken wird. Wie aussichtsreich ein solches Unterfangen sein wird, war so ziemlich jedem halbwegs vernünftig denkenden Menschen klar – nur eben nicht den „Alternativlos“-Politikern, die sich einreden, Europa breche auseinander, wenn man die vereinbarten Regeln einhält. Dabei ist es doch gerade in diesen Tagen sichtbar, dass die Gefahr des Auseinanderbrechens viel größer ist, wenn Regeln nicht eingehalten werden und nach und nach klar wird, dass derjenige gewinnt, der am dreistesten gegen die Regeln verstößt.

Europa wird zerbrechen im Streit und alte Vorurteile und Feindschaften erhalten ihren Nährboden, wenn die einen versuchen, auf Kosten der anderen zu leben. Wenn klare Regeln nicht mehr gelten, weil Weichspül-Politiker nicht das Rückgrat haben, an der Richten Stelle Nein zu sagen. Eine „Insolvenz soft“ gibt es nicht – und Griechenland IST insolvent. Das ist für die Betroffenen hart, aber nicht zu ändern. Nur wenn man sich der Wahrheit stellt, aufräumt und das Chaos in Ordnung bringt, hat man die Chance, wieder auf die Beine zu kommen. Alles andere ist sinnlos, kostet alle Beteiligten viel Geld und bringt keinen weiter.

Wir dürfen nicht zulassen, dass Griechenland weiter mit frischen Milliarden vollgepumpt wird. Es wird nichts bringen und – wie wir die letzten Wochen gesehen haben – brauchen wir auch keinen Dank dafür erwarten, sonder müssen vielmehr damit rechnen, beschimpft und angegriffen zu werden. Wenn selbst einem Wolfgang Schäuble allmählich klar wird, dass eine weitere Insolvenzverschleppung Griechenlands keinen Sinn mehr hat, sollte auch der letzte aufwachen, der noch an ein Wunder glaubte. Schäuble und seine Freunde waren es schließlich, die uns jahrelang weiß machen wollten, dass man Griechenland mit unserem Geld wieder auf die Beine bringen könnte.

Wer im Bundestag jetzt ein weiteres Mal dafür stimmt, Volksvermögen zu veruntreuen, in dem es ohne Sicherheiten an einen bankrotten Staat verliehen wird, der vertritt nicht das deutsche Volk und ist daher auch für selbiges nicht mehr wählbar. Es hat schon seinen Grund, warum die Mainstream-Politiker alles daran gesetzt haben, die AfD in die rechte Ecke zu drängen. Dies ist ja jetzt wohl auch gelungen – ob dafür V-Leute eingesetzt wurden, ist nicht ausgeschlossen. So kann man in der Groko und der Regenbogen-Opo weiterhin sagen, die Politik der Bankrottstützung Griechenlands wäre „alternativlos“.

Der Bankgenosse empfielt: Fordern Sie Ihre Volksvertreter auf, keinem weiteren „Rettungspaket“ (schon die Formulierung ist eine Lüge) zuzustimmen. Verlangen Sie von Ihren Bundestagsabgeordneten ein klares Nein, wenn es zur Abstimmung kommt. Weisen Sie die Mitglieder des Bundestages darauf hin, dass sie möglichweise in nicht mehr allzu ferner Zukunft wegen Veruntreuung von Volksvermögen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Zeiten können sich schnell ändern, wenn ein bestimmter Punkt erreicht ist, den das Volk lässt sich lange Zeit mit Fußball und anderen „Spielen“ ablenken – aber eben nicht für immer.

Interessante Links:

http://bazonline.ch/ausland/europa/ausweichen-ducken-weiterwursteln/story/11527376

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/flasche-leer-1.18579233#kommentare

http://www.focus.de/videos/steuererhoehungen-rentenreform-privatisierungen-wer-glaubt-dass-die-griechen-diesmal-handeln-hat-nichts-kapiert_id_4813894.html

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Eine Antwort to “Griechenland – es ist nicht auszuhalten”

  1. Marion Janssen Says:

    Dass der Bankgenosse schon 2013 sehr deutlich und kompetent auf dieses Thema hingewiesen hat, kann an dieser Stelle ruhig mal erwähnt werden:

    https://bankgenosse.wordpress.com/2013/08/24/petition-stopp-der-zahlungen-an-griechenland-und-offenlegung-von-alternativen/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: