Deutsche Vermögensberatung AG zur Schadensersatzleistung verurteilt

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Das Landgericht Frankfurt am Main verurteilte die Deutsche Vermögensberatung AG zur vollständigen Rückabwicklung eines DWS-ImmoFlex Vermögensmandates.  Obwohl der Kläger seine Anteile am DWS-ImmoFlex Vermögensmandat über einen Agenturvertreter der Deutschen Vermögensberatung AG erwarb, war die Beklagte der Auffassung, nicht passivlegitimiert zu sein. Nach ihrer Auffassung sei die richtige Beklagte die Deutsche Bank, nicht jedoch die Deutsche Vermögensberatung AG. Dieser Rechtsauffassung erteilte das Landgericht Frankfurt am Main zutreffend eine klare Absage.

Selbstverständlich sei der Beratungsvertrag mit dem Kläger mit der Deutschen Vermögensberatung AG zustande gekommen. Unstreitig habe der Agenturvertreter der Beklagten keine Agentur der Deutschen Bank, sondern ausschließlich eine solche der Deutschen Vermögensberatung AG. Auf seiner Visitenkarte, den von ihnm verwendeten Schildern, etc. wird ausschließlich auf die Deutsche Vermögensberatung AG hingewiesen.   Insofern stellte das Landgericht Frankfurt am Main aber auch fest, dass das Beratungsverschulden des Zeugen der Deutschen Vermögensberatung AG zuzurechnen ist.

Nach durchgeführter Beweisaufnahme steht für das Landgericht fest, dass es dem Kläger insbesondere um die jederzeitige Verfügbarkeit seines eingesetzten Kapitals ging. Dies war dem Kläger durch den für die Beklagte tätigen Agenturvertreter auch so zugesichert worden.   Hieran ändert auch der Umstand nichts, dass im Prospekt auf eine eventuell nur eingeschränkte Verfügbarkeit hingewiesen wird.  „Das Landgericht Frankfurt hat zutreffend deutlich gemacht, dass eine Verpflichtung zum Lesen von Prospekten und insbesondere zur Überprüfung von Abweichungen zwischen den Äußerungen des Vermittlers und dem Prospektinhalt nicht besteht“, so der Prozessbevollmächtigte des Klägers, Rechtsanwalt Dr. Michael Schulze, Schweinfurt.

„Insofern hat das Landgericht Frankfurt am Main zutreffend dem nach der Beweisaufnahme festgestellten Gesprächsinhalt den Vorzug vor abweichenden Prospektangaben gegeben“, so der Schweinfurter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.   Unverständlicherweise hat die Deutsche Vermögensberatung AG gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Es bleibt zunächst abzuwarten, wie das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entscheiden wird.

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