Wie halten Sie’s mit dem Spenden?

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Wenn die Urlaubszeit vorbei ist, kommt schon bald die vorweihnachtliche Zeit. Das erkennt man an zwei Dingen: Erstens stehen im Aldi schon die Lebkuchen. Und zweitens erhalten wir wieder verstärkt „Bettelbriefe“ von Hilfsorganisationen, die mit gespendetem Geld armen und gehandicapten Menschen helfen, damit sie wenigstens ansatzweise ein menschenwürdiges Leben führen können. Hand aufs Herz: Wieviel spenden Sie, wenn „Brot für die Welt“, die „Christoffel-Blindenmission“, das „Kinderwerk Lima“, „Diakonie“ oder „Caritas“ darum bitten?

Ein anderer Empfänger ihrer Hilfsleistungen lässt ihnen garnicht erst die Wahl. In kleiner Runde beschließen ein paar Finanzminister, dass Griechenland weitere 90 Milliarden bekommen soll. Dem Bundestag wird dann einfach diktiert, diesen „Beschluss“ abzunicken. Wer dagegen stimmt, wird aus dem Verkehr gezogen, weil er nicht in politische Landschaft der Kanzlerin passt. Was das miteinander zu tun hat? Mit über 5.000 Euro haftet nach diesem Beschluss jeder 4-Personen-Haushalt in Deutschland dafür, dass in Griechenland erst mal alles so bleiben kann. Wir erinnern uns: Griechenland ist das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Bargeldbestand in Europa, einem Renteneintrittsalter weit unter dem in Deutschland bei einem weit höheren Rentenniveau. Damit nicht genug: Es ist in Griechenland nicht unüblich dass mehrere Renten von einer Person bezogen werden und Steuern existieren oft nur auf dem Papier.

Wenn man nun so tut, als wäre ein solches Land viel hilfsbedürftiger als die unzähligen Menschen auf dieser Welt, die täglich an Hunger sterben, dann wird deutlich, dass es bei Griechenland nicht um Hilfe an Bedürftige geht, sondern ausschließlich um politische Spielchen mit mit dem Geld anderer Leute. Wie viel sie für die armen Leute spenden können Sie selbst entscheiden. Wieviel an Griechenland „gespendet“ wird, entschieden Leute, die wissen, dass es nicht ihr eigenes Geld ist, das sie da in den Sand setzen. Leute, die nicht wissen, wie sich Hunger anfühlt.

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2 Antworten to “Wie halten Sie’s mit dem Spenden?”

  1. K.P. Wibbe Says:

    Sie treffen den Nagel auf den Kopf! Die Politik hat sich beim Bürger
    abgemeldet.

  2. Marion Janssen Says:

    Absolut richtig! Es ist immer von „Hilfe“ und „Rettung“ die Rede. Das ist irreführend. Hier geht es nicht drum, jemanden (z.B. vor dem Hungertod) zu retten oder einem armen, Hilfsbedürftigen etwas zu geben.

    Viel angebrachter ist in diesem Zusammenhang der Vergleich mit dem Alkoholiker, dem man Schnaps gibt und hofft, dass er damti seien Krankheit besiegt.

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