Strafbefehl wegen „Volksbank Messe“

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volksbank-messeBalingen. Die Volksbank Balingen, die mittlerweile mit den Genossen aus Hechingen zur „Voba-Hoba“ (Volksbank Hohenzollern-Balingen) fusioniert hat, ist vor allem durch zivilrechtliche Auseinandersetzungen gerichtsbekannt. Nun taucht der Name Volksbank in Balingen auch im Zusammenhang mit strafrechtlichen Vorfällen auf. Äußerst dubios waren die Vorgänge um die „Volksbank Messe“, der umstrittenen Balinger Messehalle, die in einem geheimnisvollen Konstrukt aus privaten Geldgebern und der Stadt unter Führung der Volksbank gestrickt worden war und vor einigen Monaten nur durch ebenso dubiose städtische Unterstützung vor der Zahlungsunfähigkeit gerettet werden konnte.

Kenner der Szene äußerten schon seit Langem, dass hier vieles nicht mit rechten Dingen zu gegangen ist: Der Oberbürgermeister, der damals im Aufsichtsrat der Volksbank saß und das Konglomerat „Volksbank-Messe“ mit eingefädelt hat, ist längst im Ruhestand. Der auf Seiten der Volksbank agierende Vorstand Edgar Luippold, hinlänglich bekannt aus verschiedenen DG Fonds-Prozessen und gescheiterten Fusionsversuchen seines Instituts, hat vor gut einem Jahr „völlig überraschend“ angekündigt, nun doch vorzeitig in den Ruhestand gehen zu wollen.

Die Zeichen verdichteten sich: Da stinkt was und die Verantwortlichen machen sich aus dem Staub. Getreu dem Motto „Den letzten beißen die Hunde“ hat es nun Ulrich Klingler erwischt, der als Stadthallen-Chef von Anfang an in die undurchschaubaren Vorgänge um die Volksbank Messe eingeweiht und aktiv an der Gestaltung war. Das Balinger Amtsgericht hat gegen Klingler, der vor Kurzem ebenfalls in Ruhestand gegangen ist, einen Strafbefehl erlassen. Die Amtsrichterin ist damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft Hechingen gefolgt. Die Behörde hatte vor ziemlich genau einem Jahr die Ermittlungen aufgenommen. Am 3. Dezember 2014 waren die Verwaltungsräume der Stadthalle und der privaten volksbankmesse sowie Klinglers Privathaus durchsucht worden. Die Ermittlungen waren die Konsequenz der zahlreichen Unregelmäßigkeiten, die im Laufe des Jahres 2014 beim Betrieb der volksbankmesse an den Tag gekommen waren.

Den Strafbefehl über 8 Monate auf Bewährung und einer Geldstrafe will der ehemalige Balinger Stadthallenchef akzeptieren und ist damit vorbestraft. Was ebenfalls Bände spricht – Kritiker der Balinger „Volksbank-Connection“ sehen dies als Bestätigung, dass damit vermieden werden soll, dass noch mehr Pikantes ans Licht kommt. Und davon dürfte es noch einiges geben, denn Recht und Gesetz schien für die Balinger Volksbank-Amigos von ebenso untergeordneter Bedeutung zu sein wie die geltende Satzung oder das Wohl der Mitglieder der Bank. Noch vor Kurzem wurden alle, die ähnliche Dinge mutmaßten, wie sie nun rechtskräftig festgestellt sind, als Verschwörungstheoretiker abgetan. Es muss also nicht unbedingt eine Verschwörungstheorie sein, wenn es Leute gibt, die sich sicher sind, „dass es da noch vieles zu entdecken gibt“.

Mehr Information: RTF1, Schwarzwälder Bote (bitte auch Verweise zu anderen Artikeln beachten)
Bild: Schwarzwälder Bote

 

 

 

 

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