Seit 130 Jahren unbearbeitet

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Vor 130 Jahren, im März 1989 wurde im Reichstag  der Schutz der Genossenschaftsmitglieder vor Ihren Verwaltungsorganen eingefordert. Es ist kaum zu glauben, aber: Dieser Vorgang  wurde bis heute nicht bearbeitet.

Schlimmer noch: Seit dieser Zeit wurden die die Rechte der Genossenschaftsmitglieder sogar immer weiter eingeschränkt. So wurde die Förderung der Mitglieder komplett abgeschafft. Wer sich als Mitglied für eine Genossenschaft engagiert, tut das somit „für die Katz“. Ansinnen der Gründerväter war, das Engagement mit einer Rückvergütung, zum Beispiel in Form einer Geno-Rente, zu honorieren. Gerade nach der Reform der gesetzlichen Rente wäre die Geno-Rente ein gutes Instrument gewesen, um weite Teile der Bevölkerugn zu versorgen und gleichzeitig das Geneossenschaftswesen zu stärken. Den Akteuren war jedoch der persönliche Profit wichtiger als das Wohl der Mitglieder und der langfristige Erfolg des Systems.

Im Jahr 1934 wurde die genossenschaftliche Mitbestimmung wurde 1934 abgeschafft und durch das Führerprinzip ersetzt – später folgte dann eine sogenannte Vertreterversammlung. Zur Schande der Genossenschaften ist leider bis heute die von den nationalsozialisten geprägte Satzungs-Systematik bis heute in weiten Teilen erhalten geblieben. Nicht ohne Grund: So können sich die Akteure einfach über die „lästigen“ demokratischen Prozesse hinwegsetzen.

 

 

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