Posts Tagged ‘Agio’

Bad Waldseer Bank zur Rückzahlung verurteilt.

27. August 2012

„Über was haben Sie im Rahmen der Beratung noch aufgeklärt“ fragte die Richterin den ehemaligen Anlageberater der Bad Waldseer Bank, welcher zwischenzeitlich zum Vorstand aufgestiegen war. Mit keinem Wort erwähnte dieser eine Aufklärung über Provisionszahlungen. Deutlich vernehmbar soufflierte der Anwalt der Bank sodann „Das Agio ging als Provision an die Bank!“.

Im Protokoll wurde daraufhin vermerkt, dass der Beklagtenanwalt etwas Unverständliches „vorsagte“. Endlich bestätigte der Vorstand sodann, die Ehefrau des DG-Anlegers entsprechend darüber aufgeklärt zu haben. Natürlich schenkte das Landgericht Ravensburg dieser Aussage keinen Glauben.

Die Bad Waldseer Bank wurde nunmehr zur Rückzahlung von fast EUR 80.000 verurteilt. Der offene Rest des zur Finanzierung dienenden Darlehens wurde auf Null gesetzt und die Bad Waldseer Bank hat sämtliche Verfahrenskosten und die Anwaltskosten des Klägers zu tragen. (more…)

LG Ravensburg schenkt Bankberater keinen Glauben

12. März 2012

Mal wieder LG Ravensburg. Mal wieder die Südwestbank. Eigentlich sollte man meinen, ist die Rechtslage zugunsten der DG-Anleger zwischenzeitlich geklärt. Gleichwohl zieht die Südwestbank unverändert gegen Ihre Kunden „zu Felde“, um deren begründete Ansprüche zunichte zu machen. Als erfolglos erwies sich dies abermals für die Südwestbank vor dem Landgericht Ravensburg.

Ein Ehepaar hatte auf Empfehlung der Südwestbank eine Beteiligung an den DG-Fonds 26 und 31 gezeichnet. Die Besonderheit dieses Falles zeigte sich in der Beweisaufnahme vor dem Landgericht. Der Bankberater, welcher aktuell für die Volksbank Friedrichshafen tätig ist, gab an, „in 100% aller Fälle darüber aufgeklärt zu haben, daß das Agio die Provision der Bank sei“. Trotz des Umstandes, daß mehrere von diesem beratende Kunden eine solche Angabe der Beraters nicht erinnern konnten, blieb dieser bei seiner Aussage. Erst in einem anderen Verfahren vor dem Landgericht Ravensburg ruderte er zurück und gab an „Beschwören kann ich dies allerdings nicht…“.

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Auch in 2012 reißt die Klageserie gegen die Südwestbank wegen Falschberatung nicht ab

13. Januar 2012

In diesem Fall hatten die Anleger, ein Ehepaar aus Friedrichshafen, auf Empfehlung der Stuttgarter Südwestbank Anteile an den DGI-Fonds Nr. 26 und 36 gezeichnet. Als langjährige Kunden der Südwestbank Kunde haben sie gutgläubig der Empfehlung Ihres damaligen Beraters vertraut. Beim Fonds 26 wurden als Anlageziele Risikostreuung und Investition in Immobilien vorgegeben. Darüber hinaus glaubten die Anleger, einen Beitrag zur Unterstützung des Aufbaus Ost zu leisten; schließlich war das ja auch politisch so gewollt. Einen Beitrag zur Altersvorsorge sollte zusätzlich mit der Zeichnung von Anteilen am Fonds 36 geleistet werden. Weitere wichtige Verkaufsargumente des Beraters waren mit der Laufzeit steigende Erträge. Mit dem Hinweis auf die Investition der Fondsgesellschaft in ein krisensicheres Objekt (Altenwohnheim in sehr guter Lage: Oberursel im Taunus) wurden ein überaus positives Bild gezeichnet. Der Betreiber dieses Altenwohnheims hätte ein guten Ruf und langjährige Erfahrungen in diesem Bereich. Letzte mögliche Zweifel wurden mit dem Argument aus dem Wege geräumt, eine bessere Geldanlage könne zu diesem Zeitpunkt nicht empfohlen werden.

Zum Verhandlungstermin am 09.01.2012 haben viele Zuschauer aus Anlegerkreisen die weite Anreise zum LG Ravensburg unternommen.

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DG-Fonds: Erneut sieht sich die Südwestbank mit einer Klage wegen Falschberatung konfrontiert

25. November 2011

In diesem Fall hatten die Anleger, ein Ehepaar aus dem Großraum Ulm, auf Empfehlung der Stuttgarter Südwestbank Anteile am DGI-Fonds Nr. 28 gezeichnet. Da sie schon lange bei der Südwestbank Kunde waren, haben sie der Empfehlung Ihrer Beraterin vertraut. Mit dem Hinweis auf Investitionen der Fondsgesellschaft in bodenständige Werte wurden keinerlei Risiken gesehen. Letzte mögliche Zweifel wurden mit dem Argument aus dem Wege geräumt, nach 10 oder 15 Jahren könnten die Anteile problemlos wieder verkauft werden.

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LG Tübingen: Vergleich im Interesse des Anlegers

30. Mai 2011

Raiba Sondelfingen gibt auf / DG Fonds-Geschädigter erhält Großteil seines investierten Kapitals zurück.

Tübingen/Reutlingen-Sondelfingen. Gleich zu Beginn des Gütetermins machte die sachkompetente Richterin am Landgericht Tübingen klar, dass sie nicht gewillt ist, sich in Scheingefechte verzetteln zu lassen. Ihre Frage, ob fünf bzw. acht Prozent aus dem Agio hinter dem Rücken des Kunden wieder an die Bank geflossen seien, wollte der  Rechtsvertreter der Raiffeisenbank Sondelfingen zunächst dennoch nicht beantworten. Gleichwohl machte die Richterin deutlich, dass gerade in diesem Punkt die vorliegende Rechtssprechung für sie Leitliniencharakter habe. Auf die bei zahlreichen Gerichten noch immer praktizierte zeitraubende und wenig zielführende Vernehmungen von Anlegern und Beratern ließ sie sich erst gar nicht ein. Unmissverständlich machte sie der Bankenseite klar, dass sie derzeit kaum Chancen sehe, die Forderungen des Klägers abzuweisen. Um das Prozedere nicht unnötig in die Länge zu ziehen, schlug sie einen Vergleich vor. Nach intensiven Beratungen einigten sich die beiden Parteien darauf, dass der Anleger einen Großteil seines Geldes zurückerhält und die noch offenen Darlehensverpflichtungen gegenstandslos werden.

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Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilt DZ-Bank

17. Januar 2011

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einem Anleger des DG-Fonds 27 Schadensersatz gegenüber der DZ Bank AG zugesprochen. Der Kläger hatte sich im Jahre 1991 an der DG Immobilien-Anlagegesellschaft Nr.
27 “Stuttgart, Am Wallgraben” Schütze KG mit einer Beteiligungssumme in Höhe von 10.000 DM zuzüglich fünf Prozent Agio beteiligt.
Die Kläger-Anwältin ist zuversichtlich: “Damit bestehen auch für weitere Anleger des DG-Fonds Nr. 27 gute Chancen auf Schadensersatz aus Prospekthaftung.”

Erneute Niederlage für die Volksbanken

22. September 2009

DG-Fonds Nr. 30: Nicht ausreichende Aufklärung über das Totalverlustrisiko.

Ein weiterer Meilenstein in der Durchsetzung der Ansprüche vor Gericht und damit Erfolg für einen Betroffenen des DG Fond 30: Das Landgericht Mannheim verurteilte die VR Bank Rhein-Neckar eG. am 10.09.09 zu Schadensersatz für einen Zeichner des DG Fonds 30. Der Zeichner erhielt Schadensersatz über Euro 73.288,55, also seine Einlage zzgl. Agio inklusive entgangenem Gewinn zugesprochen.

Das Urteil wurde von der Kanzlei Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft (hrp) erstritten.

Quelle: VWD