Posts Tagged ‘Anwälte’

USA greifen europäischen Banken ins Portemonaie

30. Januar 2017

Das wird selbst dem Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret zu frech: Unter dem Deckmäntelchen „ordentlicher Strafverfahren“ wird europäischen und vor allem deutschen Banken in die Tasche gegriffen. Findige amerkanische (Staats-)Anwälte suchen nach geeigneten Ansätzen, wie man die Banken von der europäischen Seite am effektivsten „plündern“ kann: Da wird zunächst ein Vergehen „nachgewiesen“, dann werden Milliardenstrafen in den Raum gestellt und darüber verhandelt. Es läuft stets nach dem selben Muster: Selbst die „verhandelten“ Strafen bewegen sich noch in fantastischen Höhen. Diese Art des „America first“ hat bereits Tradition und kommt nicht erst von Donald Trump und bildet mittlerweile eine wichtige Säule der Staatsfinanzierung.

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Durch alle Instanzen: Anleger obsiegt gegen VR-Bank Peine

7. März 2013

Erst im Jahr 2011 entschloss sich ein DG-Anleger, die VR-Bank Peine wegen verschwiegener Provisionszahlungen in Anspruch zu nehmen. Bereits 2007 hatte er Kontakt mit einer norddeutschen Kanzlei, welche mittels Standartschreibens Prospektmängel bei den Fondsverantwortlichen rügte.

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DG-Fonds: Erneut sieht sich die Südwestbank mit einer Klage wegen Falschberatung konfrontiert

25. November 2011

In diesem Fall hatten die Anleger, ein Ehepaar aus dem Großraum Ulm, auf Empfehlung der Stuttgarter Südwestbank Anteile am DGI-Fonds Nr. 28 gezeichnet. Da sie schon lange bei der Südwestbank Kunde waren, haben sie der Empfehlung Ihrer Beraterin vertraut. Mit dem Hinweis auf Investitionen der Fondsgesellschaft in bodenständige Werte wurden keinerlei Risiken gesehen. Letzte mögliche Zweifel wurden mit dem Argument aus dem Wege geräumt, nach 10 oder 15 Jahren könnten die Anteile problemlos wieder verkauft werden.

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OLG Karlsruhe kassiert LG-Fehl-Urteil – Badische Beamtenbank muss Schadenersatz zahlen

16. Juli 2011

Karlsruhe. Eine merkwürdige Klageabweisung des Landgerichts Karlsruhe hatte in Juristenkreisen bundesweit für Kopfschütteln gesorgt. Trotz eindeutiger Rechtslage zugunsten eines geschädigten Anlegers hatte das Gericht die Klage in erster Instanz abgewiesen. In zweiter Instanz wurde die Sache jetzt richtig gestellt – die BBBank (Badische Beamtenbank) muss den kompletten Schaden ersetzen.

Obwohl dem Kläger unstreitig kein Prospekt übergeben wurde, hatte das Landgericht Karlsruhe in erster Instanz die Klage eines DG-Anlegers abgewiesen. Zur Begründung führte es aus, dass es sich bei den an die beklagte BBBank eG gezahlten Provisionen, welche unstreitig 8% betragen haben, nicht um aufklärungspflichtige Rückvergütungen gehandelt habe. Dies deshalb, da der Kläger die Provision an die Fondgesellschaft gezahlt habe und von dort die Provisionszahlung an die Bank geflossen sei. In absoluter Verkennung der Sach- und Rechtslage nahm das Landgericht Karlsruhe an, dass eine Aufklärungspflicht nur dann bestünde, wenn die Provision vom Kläger erst an die Bank, von dort an die Fondsgesellschaft und sodann an die Bank zurückgezahlt worden sei.

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DZ Bank erleidet 12-fache Niederlage vor dem Landgericht Frankfurt

21. April 2011

Mit gleichlautenden Urteilen des Landgerichts Frankfurt wurde die DZ Bank gleich in 12 Fällen wegen Prospektfehlern beim DGI-Fonds Nr. 34 dazu verurteilt, die damalige Anlagesumme an die Anleger (Kläger) zurückzuzahlen. Das Urteil wurde am 28. März 2011 verkündet und ist noch nicht rechtskräftig. In der Verhandlung vom 31. Januar 2011 wurden 12 Fälle verschiedener Anleger gleichzeitig verhandelt. Anwalt der Anleger (Kläger) war Rechtsanwalt Andersen, Berlin. Anwalt der unterlegenen DZ Bank (Beklagte) war RA Dr. Lindemann. Ob die DZ-Bank dieses Urteil anerkennt oder in Berufung gehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Tarnen und Täuschen – Genossen vor Gericht

14. Januar 2011

Ein Kommentar von Dr. A. von Bank
Es ist zwar nicht neu, doch in letzter Zeit häufen sich die Fälle allzu offensichtlicher Tarn- und Täuschmannöver der DZ-Bank und der zahlreichen, von geschädigten Anlegern verklagten Volks- und Raiffeisenbanken.  So sind dem Bankgenossen mittlerweile unzählige Fälle bekannt, in denen die Bankenvertreter so kreativ mit der Wahrheit umgegangen sind, dass ein Normalsterblicher es mit „Lügen, dass sich die Balken biegen“ bezeichnen würde. Auch prozesstaktisch ziehen die hochdotierten Rechtsverdreher der orange-blauen Versager-Banken alle Hebel und Register. Da werden Termine immer wieder mit fadenscheinigen Begründungen verschoben, neue Anwälte hinzugezogen und permanent haltlose Zusammenhänge konstruiert, die dann später wieder revidiert werden müssen, wenn Anlegeranwälte wachsam sind. Mal wird Berufung eingelegt, dann wieder zurückgezogen und der Vergleichsweg gesucht, um dann trickreich den Anleger erneut über den Tisch zu ziehen.

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„Kirschblüten“ bei der DZ-Bank

19. Juli 2010

Etwas mehr als drei Jahres ist es her, als DZ-Bank-Chef Kirsch in einem FAZ-Interview jede Menge „Blüten“ von sich gab. Der Bankgenosse empfiehlt Interessierten, selbst nachzulesen, was der genossenschaftliche Leithammel damals von sich gab und was er davon erreicht hat. So hat er schon damals eine Lösung bei den mraoden DG-Fonds angekündigt. In den drei Jahren, die seither vergangen sind, ist zwar viel passiert – eine Lösung hat Kirsch nicht zustande gebracht.

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Unverständnis über Bank-Argumentation

10. Dezember 2009

In Sachen DG-Fonds gleicht eine Verhandlung in weiten Teilen der anderen. Besonders, was die Argumentation der Bankenseite angeht: Zusammengefasst behaupten die Bank-Anwälte, dem Berater wäre nicht zumutbar gewesen, alles zu verstehen, was für die Anlage entscheidend war. Vom Anleger wird jedoch sehr wohl erwartet, dass er die gut versteckten Hinweise in den nur teilweise bereitgestellten Unterlagen hätte erkennen müssen.

Fazit: Volks- und Raiffeisenbanken behaupten zusammen mit der DZ-Bank, dass der Anleger auch fachlich besser informiert sein muss als der Anlageberater. Kunden dieser Banken sollten das wissen, bevor sie sich auf den Weg zu ihrem genossenschaftlichen „Berater“ machen. Auch wenn viele Volksbanken in ihrem Leitbild von „Beratungsverantwortung“ reden – wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, findet die Bank und deren Anwälte 1000 Gründe, warum die Verantwortung beim Anleger liegt und die Bank „fein raus“ ist.