Posts Tagged ‘Beratung’

BGH: Banken mussten schon 1988 über Rückvergütungen aufklären

18. Juli 2014

Banken hätten bereits im Jahr 1988 über Rückvergütungen (Kickbacks) aufklären müssen. Mit dem Urteil vom 15. Juli 2014 (Az.: XI ZR 418/13) bestätigt der Bundesgerichtshof ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe.  Konkret ging es um die Empfehlung eines geschlossenen Immobilienfonds. Damit ist die Heidelberger Volksbank eG  rechtskräftig dazu verurteilt, einem klagenden Anleger rund 22.000 Euro € Schadensersatz zuzüglich entgangenem Gewinn zu zahlen.

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Anders als die Volksbanken: Es gibt auch Vermittler, die auf der Seite ihrer Kunden kämpfen

30. Oktober 2013

DG-Fonds-Geschädigten kennen das anders: Volks- und Raiffeisenbanken haben ihren Kunden das Blaue vom Himmel versprochen bei der „Beratung“ in Sachen DG-Fonds. Als sich abzeichnete, dass in den meisten Fällen wohl der Totalverlust eintritt, war es nicht mehr weit her mit der viel gepriesenen „genossenschaftlichen Partnerschaft“ – die Banken kämpften nicht an der Seite ihrer Anleger, sondern gemeinsam mit der Fondsgesellschaft gegen die eigenen Kunden – meist sogar Mitglieder der Banken. Dass es auch anders geht, zeigt ein Fall in Balingen: Ein Vermittler kämpft auf eigene Rechnung gegen das Emissionshaus, dessen Finanzprodukte er vermittelt hatte, um die Kundengelder zu retten.

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Wie Banken und Versicherungen Grundsatzurteile verhindern, die Anlegerrechte stärken würden

3. April 2012

Das Urteil lag ausformuliert in der Schublade, die Presse war informiert. Tausende Anleger warteten gespannt, wie Deutschlands oberstes Zivilgericht, der Bundesgerichtshof (BGH), entscheiden würde. Vergeblich. Die Richter mussten den Verkündungstermin kurzfristig absagen; so bleibt offen, wie sie entschieden hätten.

Der Grund: Ende Januar zog die Frankfurter Sparkasse ihre Revision nach jahrelangem Rechtsstreit plötzlich zurück. Somit wurde ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt rechtskräftig, das die Bank wegen falscher Beratung zu Schadensersatz verpflichtet hatte. Ein Grundsatzurteil des BGH blieb aus. Die Sparkasse hatte einem Kunden 2007 Zertifikate von Lehman Brothers empfohlen – riskante Papiere, die durch die krachende Pleite der US-Bank ein Jahr später wertlos wurden.

Quelle: Zeit Online

DG-Fonds 30: Volksbank Friedrichshafen eG nimmt Nichtzulassungsbeschwerde vor dem BGH zurück

23. März 2012

Das des Bankrechtssenats des Oberlandesgerichtes (OLG) Stuttgart vom 20.04.2011 (Az. 9 U 41/10) ist durch die Rücknahme der Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH(Az. XI ZR 251/11) durch die Volksbank Friedrichshafen nunmehr rechtskräftig. Die Bank ist danach verpflichtet dem Anleger seine vollständige Einlage, die er aufgrund der Beratung durch die Volksbank in einen DG Fonds 30 investiert hatte, zuzüglich Zinsen zurück zu zahlen.

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Annahme von Schmiergeld wird Volksbank Baumberge zum Verhängnis

4. August 2011

Es hätte alles so schön werden können: Ein langjähriger Mitarbeiter eines Unternehmens erhält von seinem Arbeitgeber einen größeren Altersvorsorgebetrag und will diesen in eine Immobilie investieren. Der Berater bei der örtlichen Volksbank empfiehlt ihm DG Fonds als „sichere, wertbeständige Anlageform“. Der Kunde lässt sich überzeugen. Doch es kommt anders: Auf Rendite wartet der Anleger vergeblich. Nach einigen Jahren muss er feststellen, dass auch das angelegte Geld weg ist. Die Bank will plötzlich von keiner Beratung mehr wissen und behauptet, der Anleger hätte Steuern sparen und Rendite erzielen wollen und das um jeden Preis.

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LG Tübingen: Vergleich im Interesse des Anlegers

30. Mai 2011

Raiba Sondelfingen gibt auf / DG Fonds-Geschädigter erhält Großteil seines investierten Kapitals zurück.

Tübingen/Reutlingen-Sondelfingen. Gleich zu Beginn des Gütetermins machte die sachkompetente Richterin am Landgericht Tübingen klar, dass sie nicht gewillt ist, sich in Scheingefechte verzetteln zu lassen. Ihre Frage, ob fünf bzw. acht Prozent aus dem Agio hinter dem Rücken des Kunden wieder an die Bank geflossen seien, wollte der  Rechtsvertreter der Raiffeisenbank Sondelfingen zunächst dennoch nicht beantworten. Gleichwohl machte die Richterin deutlich, dass gerade in diesem Punkt die vorliegende Rechtssprechung für sie Leitliniencharakter habe. Auf die bei zahlreichen Gerichten noch immer praktizierte zeitraubende und wenig zielführende Vernehmungen von Anlegern und Beratern ließ sie sich erst gar nicht ein. Unmissverständlich machte sie der Bankenseite klar, dass sie derzeit kaum Chancen sehe, die Forderungen des Klägers abzuweisen. Um das Prozedere nicht unnötig in die Länge zu ziehen, schlug sie einen Vergleich vor. Nach intensiven Beratungen einigten sich die beiden Parteien darauf, dass der Anleger einen Großteil seines Geldes zurückerhält und die noch offenen Darlehensverpflichtungen gegenstandslos werden.

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AWD: Systematische Falschberatung, wie bei DG Fonds

10. März 2011

Brüder der systematischen FalschberatungDer Wirtschaftsdienst AWD soll, ähnlich wie die Volks- und Raiffeisenbanken, seien Anleger systematisch getäuscht und gezielt falsch beraten haben. Dies berichten mehrere Medien übereinstimmend. Vielen Kunden genossenschaftlicher Banken kommen die jetzt veröffentlichten Details bekannt vor: Die Art und Weise, wie gutgläubigen Kunden zweifelhaft konzipierte Immobilienfonds als „sichere, wertbeständige Kaptitalanlage“ verkauft wurde, ähnelt sich auffallend der Vorgehensweise der genossenschaftlichen Banken beim Vertrieb der maroden DG Immobilinefonds. Einziger Unterschied: Bei den Volks- und Raiffeisenbanken wurde das historisch gewachsene Vertrauen der Anleger in das genossenschaftliche System gezielt ausgenutzt und und für die zweifelhaften Drückergeschäfte missbraucht.

Zum NTV-Bericht

Plusminus berichtet über versteckte Provisionen bei Banken

24. November 2010

Kein Einzelfall: Überwiegend erhält die Bank beim Verkauf von geschlossenen und offenen Fondsanteilen, Zertifikaten und einigen anderen Wertpapieren Rückvergütungen für die Beratung und den Vertrieb dieser Produkte und damit einen speziellen Anreiz, gerade diese Produkte ihren Kunden anzupreisen. Über eine solche Rückvergütung muss der Kunde aber informiert werden, sagen die Richter. Sonst weiß der Kunde nicht, inwieweit es dem Banker bei der Beratung tatsächlich um das Wohl des Anlegers geht oder nur um sein eigenes Interesse. Diesen Interessenkonflikt müssen die Banken offenlegen.

Link zum Online-Artikel

Karlsruhe: Anleger wehrt sich gegen Bank

11. November 2010

Beratungsfehler-Vorwürfe gegen Spar- und Kreditbank Karlsruhe werden am 17. November 2010 vor dem Landgericht Karlsruhe verhandelt.

Lange Zeit hat Hans Joachim Bendlin seiner Hausbank, der Spar- und Kreditbank Karlsruhe, vertraut. Dass das ein Fehler war, bekam er bitter zu spüren, als seine vermeintliche Altersvorsorge – eine von der Bank als „wertbeständige, sichere Kapitalanlage“ angepriesene Immobilienbeteiligung – plötzlich wertlos war. Die Bank selbst redet heute von „hochspekulativen Anlagen“ und davon, dass der Anleger ein unternehmerisches Risiko eingegangen sei. Nachdem sich in das in der Beratung ganz anders angehört hatte, wollte Bendlin dies nicht so einfach hinnehmen und suchte nach einer gütlichen Entschädigungslösung mit der Bank. Diese sah sich im Recht und lehnte einen Kompromiss ab. Jetzt wird die Sache vor Gericht verhandelt.

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Volksbank-Vorstände ohne Urlaubsfreude

26. Juli 2010

Urlaub bei der Volksbank?Der eine Teil der Republik ist schon im Urlaub, beim Rest beginnen demnächst die Ferien. Während viele geschädigte Anleger zum ersten Mal seit Jahren ihren Urlaub dieses Jahr in vollen Zügen genießen können, tragen Volksbank-Vorstände eine schwere Last mit sich herum, die ihnen die Urlaubslaune gründlich verderben könnte. Grund sind die aktuellen Entwicklungen in Sachen DG-Fonds: Nachdem man in den Vorstandsetagen jahrelang glaubte, man könne Anleger nach beliebem schädigen und müsse dafür nicht gerade stehen, hat der Bundesgerichtshof kürzlich klar gestellt, dass es so nicht geht: Auch Anleger von Volks- und Raiffeisenbanken sind keine rechtslosen Subjekte. Für manche Bankvorstände ist dies dem Benehmen nach offensichtlich völlig neu.

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