Posts Tagged ‘Falschberatung’

Süddeutsche Zeitung: Verdeckte Provisionen müssen exakt offengelegt werden

6. Februar 2013

Banken müssen Anlegern die Art und genaue Höhe vonVertriebsprovisionen nennen, die sie für die Vermittlung von Wertpapieren kassieren. Unterlassen sie die detaillierte Information, hat der Kunde im Schadensfall mehr als die  sonst üblichen drei Jahre Anspruch auf Schadenersatz wegen Falschberatung.Die Süddeutsche Zeitugn berichtet in ihrer Ausgabe vom 6. Februar 2013 von einem entsprechenden Urteil des Oberlandesgerichts München (Az: 19 U 2901/12). Das Gericht hatte nochmals klargestellt: Ein allgemeiner Hinweis auf die Provisionszahlung reicht nicht aus, um die Aufklärungspflicht zu erfüllen.

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Südwestbank unterliegt auch beim Bundesgerichtshof

10. November 2012

Tief in die juristische Mottenkiste hatte das bei Gerichten und Besuchern bestens bekannte Juristenduo Schneider/Tobelander gegriffen, um der Südwestbank doch noch eine Flucht aus ihrer Verantwortung zu ermöglichen. Diesem Treiben erteilte nun der BGH eine klare Absage. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Südwestbank wurde abgelehnt. Das vom Schweinfurter Rechtsanwalt Dr. Michael Schulze erstrittene Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 30.12.2011 wird damit rechtskräftig. Die Südwestbank muss dem Anleger-Ehepaar aus dem Raum Stuttgart den Schaden ersetzen, der durch die Falschberatung in Sachen DG Fonds entstanden war. Steuervorteile kommen nicht in Abzug – dies hat das Gericht nochmals ausführlich dargelegt.

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Volksbank Lahr missbraucht Beratungsprotokolle zu Lasten der Kunden

9. Juli 2012

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat die Beratungspraxis der Volksbanken kritisiert. Der Vorwurf: Missbrauch eines Protokolls zur Haftungsfreizeichnung. Seit Längerem haben Verbraucherschützer und Anlegervertreter davor gewarnt zu glauben, dass mit der Einführung der Beratungsprotokolle die Anleger vor Falschberatung geschützt würden. Die aktuellen Ereignisse bei der Volksbank Lahr beweisen, dass Beratungsprotokolle eher dazu geeignet sind, die unwissenden Anleger für die Fehler der beratenden Bank haftbar zu machen.

Quelle: Badische Zeitung

Auch Commerzbank muss Schadenersatz wegen Falschberatung zahlen

2. April 2012

Nach einem Bericht des Online-Magazins PText wurde in einem Verfahren vor dem Landgericht Frankfurt (2-19 O 334/11) am 23.03.2012 der Klägerin ein Schadenersatzanspruch wegen falscher Anlageberatung zu dem Immobilienfonds „Morgan Stanley P 2 Value“ zugesprochen.

DG-Fonds: Erneut sieht sich die Südwestbank mit einer Klage wegen Falschberatung konfrontiert

25. November 2011

In diesem Fall hatten die Anleger, ein Ehepaar aus dem Großraum Ulm, auf Empfehlung der Stuttgarter Südwestbank Anteile am DGI-Fonds Nr. 28 gezeichnet. Da sie schon lange bei der Südwestbank Kunde waren, haben sie der Empfehlung Ihrer Beraterin vertraut. Mit dem Hinweis auf Investitionen der Fondsgesellschaft in bodenständige Werte wurden keinerlei Risiken gesehen. Letzte mögliche Zweifel wurden mit dem Argument aus dem Wege geräumt, nach 10 oder 15 Jahren könnten die Anteile problemlos wieder verkauft werden.

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AWD: Systematische Falschberatung, wie bei DG Fonds

10. März 2011

Brüder der systematischen FalschberatungDer Wirtschaftsdienst AWD soll, ähnlich wie die Volks- und Raiffeisenbanken, seien Anleger systematisch getäuscht und gezielt falsch beraten haben. Dies berichten mehrere Medien übereinstimmend. Vielen Kunden genossenschaftlicher Banken kommen die jetzt veröffentlichten Details bekannt vor: Die Art und Weise, wie gutgläubigen Kunden zweifelhaft konzipierte Immobilienfonds als „sichere, wertbeständige Kaptitalanlage“ verkauft wurde, ähnelt sich auffallend der Vorgehensweise der genossenschaftlichen Banken beim Vertrieb der maroden DG Immobilinefonds. Einziger Unterschied: Bei den Volks- und Raiffeisenbanken wurde das historisch gewachsene Vertrauen der Anleger in das genossenschaftliche System gezielt ausgenutzt und und für die zweifelhaften Drückergeschäfte missbraucht.

Zum NTV-Bericht

Volksbank Kraichgau: Heimliche Provision wird zum Verhängnis

1. August 2010

Die Rechtsprechung für Kickbacks wird auch auf Policen angewandt. Das Landgericht Heidelberg hat die Volksbank Kraichgau zu Schadensersatz verurteilt, weil sie ihre Provision für den Abschluss einer Lebensversicherung verschwiegen hatte. Im konkreten Fall in Heidelberg hatte sich ein älteres Ehepaar 2007 in der Bank beraten lassen und 50.000 Euro in eine fondsgebundene Lebensversicherung einer R+V-Tochter einbezahlt. Gut ein Jahr später lag der Wert nur noch bei 42.594,40 Euro. Der Ehemann fühlte sich falsch beraten und zog vor Gericht. Dabei erfuhren die Kunden auch, dass nicht der gesamte Betrag investiert wurde, sondern vorab ein erheblicher Anteil für Provisonen abgezogen wurde und die angebliche Rendite nur aus dem tatsächlich investierterten Betrag berechnet wird. Tatsächlich sprach ihm das Landgericht 50.000 Euro Schadensersatz plus Zinsen zu. Im Gegenzug erhält die Bank die Police.

Quelle: Capital