Posts Tagged ‘genossenschaftlich’

Nach der „Plünderung“ zieht sich das Genossenschaftswesen aus der Fläche zurück

23. Januar 2017

Täbingen – ein idyllischer Ort auf dem kleinen Heuberg ist jetzt noch idyllischer: Seit Januar 2017 ist die Teilgemeinde des württembergischen Städtchens Rosenfeld völlig frei von Banken und bankähnlichen Strukturen. Die nicht gerade für Kundenfreundlichkeit bekannte Volksbank Hohenzollern-Balingen, die sich die frühere Raiffeisenbank Täbingen in mehreren Fusionsstufen einverleibt hatte, hat nun in Täbingen ganze Arbeit geleistet. Nicht nur die örtliche Filiale wurde dicht gemacht – auch den Kontoauszugdrucker und den Geldautomaten haben die genossenschaftlichen Plünderer gleich mitgenommen. „Bargeldlos durch die Nacht“ lautet seither der Gassenhauer in Täbingen – in Anlehnung an den Hit von Helene Fischer.

Ein Überbleibsel gibt es noch, das in Täbingen noch an die Zeiten erinnert, als es noch Zugang zu einer Bank gab: Das Straßenschild der „Raiffeisenstraße“. Ob die Täbinger dieses Schild nun noch sehen wollen oder ob es schon bald einen Antrag für die Umbenennung der „Raiffeisenstraße“ geben wird, ist im Moment noch nicht abzusehen. Vorschläge für den neuen Straßennamen nimmt die Ortsverwaltung Täbingen entgegen oder können über die Kommentarfunktion hier im Bankgenossen abgegeben werden. Durch ihren rücksichtslosen Rückzug hat die Volksbank Hohenzollern-Balingen getreu ihrem Werbeslogan den Weg frei gemacht für die Umbenennung der Straße. Für den Wechsel der Kunden zu einer anderen Bank übrigens auch.

Quelle: Zollern-Alb-Kurier

LG Rottweil: Wir werden das Rad nicht neu erfinden!

6. Februar 2012

Rottweil, 2. Februar 2012. Ein weiteres Mal mussten wegen der Uneinsichtigkeit der Volksbank Schwarzwald-Neckar ein Gericht bemüht werden. Der vorsitzende Richter Zange machte gleich zu Beginn der Verhandlung deutlich, dass die juristische Lage klar sei und im Prinzip bei einem derartigen Fall im Voraus leicht abzuschätzen sei, „was hinten rauskommt“.

Von dieser Klarstellung wenig beeindruckt, servierte der Anwalt der Bank so ziemlich alle längst bekannten und widerlegten Einwände aus der juristischen Mottenkiste. So wollte er darstellen, dass der Anleger schon viel früher DG Fonds gezeichnet hätte (DG Fonds Nr. 19) – was durch die Vorlage des Zeichnungsscheins sofort widerlegt werden konnte: Der Fonds Nr. 19 war erst im Jahr 1996 gezeichnet worden – bei derselben Bank und beim selben Berater. (more…)

Volksbank Balingen – die Bank, mit der keiner will …

27. Dezember 2011

Im selben Landkreis hat sie keine Partner gefunden: Die genossenschaftlichen Banken im Zollernalbkreis haben die „Heiratsanträge“ der Balinger Volksbank dankend abgelehnt. Jetzt hat sich die Volksbank Balingen an eine Braut aus dem Nachbarkreis herangemacht – die Volksbank Rottweil aus dem westlich gelegenen Nachbarkreis – und hat wohl ein Opfer gefunden. Stolz verkündeten die Vorstände beider Banken kurz vor Weihnachten die geplante Fusion.

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Dalai Lama: Nur die Wahrheit macht frei!

25. September 2011

Ein Satz, der den Führungskadern der genossenschaftlichen Bankengruppe in Deutschland so wenig gefallen dürfte wie der kommunistischen Führung in Peking: „Nur die Wahrheit macht den Weg frei,“ sagte der Dalai Lama kürzlich in einem Interview mit Franz Alt. Denn mit der Wahrheit nehmen es die Genossenführer und ihre Anwälte nicht so genau. Zunächst gaukelt man den Anlegern eine „sichere, wertbeständige Kapitalanalage“ vor und hinterher behauptet man vor Gericht, der Anleger hätte ganz bewusst eine unternehmerische Risikobeteiligung gewollt.

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Skandal-Volksbank Friedrichshafen blamiert sich erneut vor Gericht

3. Juli 2011

Auch Lüge, Streitverkündung und unendlich lange Schriftsätze helfen der Chaos-Bank nicht

Wie die Lokalpresse berichtet, brodelt es bei der Volksbank Friedrichshafen. Anstatt ihrem genossenschaftlichen Auftrag, der Förderung der wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder zu genügen, bekriegen sich Vorstand und Aufsichtsrat. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, daß die Volksbank Friedrichshafen trotz der mittlerweile eindeutig zugunsten der DG-Anleger geklärten Rechtslage gegen diesen zu Felde zieht, statt seinen berechtigten Schadensersatzanspruch anzuerkennen.

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Hohe Belastung der Gerichte

31. März 2011

Immer häufiger beklagen sich Gerichte über die Belastung durch die immer größer werdende Anzahl von juristischen Auseinandersetzungen in Sachen DG Fonds. Trotz vielfacher eindeutiger Urteile (Anleger müssen entschädigt werden) lehnt der genossenschaftliche Bankenverbund (DZ Bank, DG Anlage, Volksbanken / Raiffeisenbanken) eine generelle Entschädigungslösung weiterhin ab.

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Maschmeyer-Bericht in Panorama: Viele Kunden von Volksbanken fühlen sich an eigene Erfahrungen erinnert

14. Februar 2011

Für Aufsehen hat ein Bericht über den ehemaligen AWD-Chef Carsten Maschmeyer gesorgt: Verstrickungen zwischen dem Finanzjongleur mit den politischen Entscheidern wurden offenbart und Methoden aufgedeckt, wie die AWD-Drückerkolonnen die Anleger mit falschen Versprechungen für angeblich sichere Finanzprodukte köderten und ihnen damit in vielen Fällen einen Totalverlust der Altersvorsorge einbrockten. „Genau so ist es bei uns auch gelaufen“, berichten uns zahlreiche Anleger, die in den 1990er Jahren ihrer Volks- oder Raiffeisenbank oder der damals ebenfalls genossenschaftlichen Südwestbank vertraut hatten und der Empfehlung gefolgt waren, ihr Altersvorsorge-Kapital in „sicheren und wertbeständigen“ DG-Fonds anzulegen. Viele dieser Anleger haben heute den Totalverlust ihrer Altersvorsorge zu verschmerzen und müssen sich darüber hinaus von den Banken anhören, man hätte „nie Beraten“, man hätte auch „nie behauptet, die Produkte wären sicher“ und man hätte damals „umfassend über Risiken aufgeklärt.

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DZ Bank und Volksbanken: Wer kontrolliert wen?

28. Januar 2010

Die Volks- und Raiffeisenbanken sind Eigentümer der DZ Bank. Eigentum verpflichtet – doch es scheint ganz, als ob die Volks- und Raiffeisenbanken ihrer Verpflichtung seit Jahren nicht nachgekommen sind. Man hat die DZ-Bank einfach wursteln lassen – schlimmer noch: Die DZ-Bank konnte nicht nur machen, was sie will, sondern konnte sogar noch Amnweisungen erteilen, was die Volksbanken wie zu tun haben. Eine Entwicklung, die Mitglieder von genossenschaftlichen Banken seit langem anprangern: Die Genossenschaftsgrundsätze sind in eklatanter Weise verletzt und hintergangen.

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Unverständnis über Bank-Argumentation

10. Dezember 2009

In Sachen DG-Fonds gleicht eine Verhandlung in weiten Teilen der anderen. Besonders, was die Argumentation der Bankenseite angeht: Zusammengefasst behaupten die Bank-Anwälte, dem Berater wäre nicht zumutbar gewesen, alles zu verstehen, was für die Anlage entscheidend war. Vom Anleger wird jedoch sehr wohl erwartet, dass er die gut versteckten Hinweise in den nur teilweise bereitgestellten Unterlagen hätte erkennen müssen.

Fazit: Volks- und Raiffeisenbanken behaupten zusammen mit der DZ-Bank, dass der Anleger auch fachlich besser informiert sein muss als der Anlageberater. Kunden dieser Banken sollten das wissen, bevor sie sich auf den Weg zu ihrem genossenschaftlichen „Berater“ machen. Auch wenn viele Volksbanken in ihrem Leitbild von „Beratungsverantwortung“ reden – wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, findet die Bank und deren Anwälte 1000 Gründe, warum die Verantwortung beim Anleger liegt und die Bank „fein raus“ ist.