Posts Tagged ‘Handelsblatt’

Nur 5 Prozent der Rettungsmilliarden landeten bisher im griechischen Haushalt

4. Mai 2016

Wie das Handelsblatt heute berichtet, trifft genau das zu, was die meisten befürchtet haben: Die nach Athen gesandten Rettungsmilliarden halfen vor allem Banken und Großinvestoren. Mit den Hilfspaketen für Griechenland wurden nicht die Griechen gerettet, sondern vor allem die Banken – und zwar auf Kosten der Allgemeinheit. Das belegt eine Studie der European School of Management and Technology (ESMT), die wir im Handelsblatt exklusiv ausbreiten. Danach landeten nur fünf Prozent von 216 Milliarden Euro Rettungsgeldern im griechischen Haushalt. „Die europäischen Steuerzahler haben die privaten Investoren herausgekauft“, bilanziert ESMT-Präsident Jörg Rocholl.

Häuptling gespaltene Zunge: Jean-Claude Juncker

22. Oktober 2015

Über das große, schöne Europa sprechen kann er wie kein anderer. Da ist von Harmonie und Solidarität zwischen den Völkern in Europas die Rede. Junckers Realität ist leider eien andere: Die EU-Wettbewerbsbehörde musste gestern eingestehen, dass Luxemburg  über Jahre viele Unternehmen mit unfairen Steuervorteilen angelockt hat. Dafür verantwortlich war kein geringerer als Juncker selbst – zunächst als luxemburgischer Finanzminister, später als Premierminister des „Landes der Steuerflüchtlinge“. Teilweise sogar noch als EU-Kommissionschef. Nicht umsonst betitelt ihn das Handelsblatt in seinem heutigen Morning-Briefing als Häuptling gespaltene Zunge.

LG Rottweil verurteilt Volksbank Horb-Freudenstadt eG zur Rückabwicklung eines DGI 30

19. März 2012

Nach einer äußerst kontrovers geführten Hauptverhandlung verurteilte das Landgericht Rottweil die VR-Bank Horb-Freudenstadt eG zur vollständigen Rückabwicklung einer DGI-30-Beteiligung. Bis zuletzt hatte sich die beklagte Bank geweigert, die Rechtslage zu akzeptieren. Ihre Verteidigung stützte sie im Wesentlichen auf längst überholte Argumente. So habe sie ihre Aufklärungspflicht über gezahlte Provisionen nicht gekannt und befinde sich insoweit in einem Verbotsirrtum. Auch handele es sich bei den Provisionen nicht um Rückvergütungen, über welche aufzuklären sei. Sämtliche dieser Argumente sind durch die Obergerichte und den BGH längst widerlegt. Das bizarrste Argument war jedoch zur Rechtfertigung des Verjährungseinwands gezogen worden.

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Bernd Thiemann: Vom Bock zum Gärtner

19. August 2009

Bernd Thiemann war einst an der Spitze der DG Bank. Als diese nach ersten Erfolgen 2001 erneut zum Rettungsfall wird, erhält der Volljurist seinen bislang größten Karriere-Dämpfer. Nun braucht der 66-Jährige wieder Sanierungsexpertise – als Chef­aufseher bei der Hypo Real Estate.

Man sollte wissen, wen man da zum Aufseher macht. In die Amtszeit von Thiemann fallen die DG-Anlagen, mit denen über 20.000 vertrauensvolle Kleinanleger ihre Altersvorsorge ver­lo­ren haben.Noch heute muss jeder dieser Anleger, wenn er seine Ersparnisse wieder haben will, gegen die verkaufende Volksbank oder die DZ-Bank prozessieren. Gott sei Dank gibt es nun die ersten Ur­teile zugunsten der Kunden.