Posts Tagged ‘Volks- und Raiffeisenbanken’

Pfeift die DZ Bank „aus dem letzten Loch“?

29. November 2011

Schon wieder reicht das Geld nicht: Die DZ Bank wird die von der EBA vorgegebene Eigenkapitalquote von 9 Prozent nicht erfüllen. Erst vor Kurzem hat die DZ Bank gigantische Summen von ihren Gesellschaftern, den Volks- und Raiffeisenbanken im Land, gefordert. Nun müssen die genossenschaftlichen Bankmitglieder wohl ein erneutes Opfer bringen: Die DZ Bank braucht dringend Geld. Erneut wird damit klar, was der Bankgenosse schon seit langem beschrieben hat: Die DZ Bank ist aus eigener Kraft nicht überlebensfähig. Allein der Spendierfreudigkeit der VR-Banken und deren Kunden und Mitgliedern ist es zu verdanken, dass es dei DZ Bank noch gibt.

Artikel im Handelsblatt

LG Tübingen: Vergleich im Interesse des Anlegers

30. Mai 2011

Raiba Sondelfingen gibt auf / DG Fonds-Geschädigter erhält Großteil seines investierten Kapitals zurück.

Tübingen/Reutlingen-Sondelfingen. Gleich zu Beginn des Gütetermins machte die sachkompetente Richterin am Landgericht Tübingen klar, dass sie nicht gewillt ist, sich in Scheingefechte verzetteln zu lassen. Ihre Frage, ob fünf bzw. acht Prozent aus dem Agio hinter dem Rücken des Kunden wieder an die Bank geflossen seien, wollte der  Rechtsvertreter der Raiffeisenbank Sondelfingen zunächst dennoch nicht beantworten. Gleichwohl machte die Richterin deutlich, dass gerade in diesem Punkt die vorliegende Rechtssprechung für sie Leitliniencharakter habe. Auf die bei zahlreichen Gerichten noch immer praktizierte zeitraubende und wenig zielführende Vernehmungen von Anlegern und Beratern ließ sie sich erst gar nicht ein. Unmissverständlich machte sie der Bankenseite klar, dass sie derzeit kaum Chancen sehe, die Forderungen des Klägers abzuweisen. Um das Prozedere nicht unnötig in die Länge zu ziehen, schlug sie einen Vergleich vor. Nach intensiven Beratungen einigten sich die beiden Parteien darauf, dass der Anleger einen Großteil seines Geldes zurückerhält und die noch offenen Darlehensverpflichtungen gegenstandslos werden.

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Euro-Krise: Genossen hängen tief drin

19. Januar 2011

Ausgerechnet die Genossenschaftsbanken, die nicht müde werden, lautstark zu betonen, dass sie nichts mit der Finanzkrise und riskanten Auslandsgeschäften zu tun hätten, sind in ein weiteres Milliardenrisiko verwickelt:   Der genossenschaftliche Verbund hat nach einem Bericht von Plusminus (ARD) milliardenschwer bei den Pleitekandidaten Portugal, Griechenland, Irland und Spanien PIGS-Anleihen gekauft. Wenn die Blase platzt, sind die Mitglieder und Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken ein weiters Mal die Dummen.

VR-Bank Hof: DG-Fonds-Verstrickungen

7. November 2010

Lange Zeit haben es die Volks- und Raiffeisenbanken verstanden, ihre „Leichen im Keller“ bestens zu vertuschen. Dank neuer Medien wie Facebook und Twitter wird immer mehr aufgedeckt, was bisher erfolgreich unter den Teppich gekehrt wurde. Auch die VR-Bank Hof bekommt dies aktuell zu spüren: Mit einer eigenen Seite in der Online-Community Facebook wollte sie sich als „eine der Guten“ darstellen. Krampfhaft wurde Positives gesucht und darüber geredet. Wer den Dialog mit den Kunden öffentlich machen will, muss sich allerdings bewusst sein, dass der Kunde das sagt, was ihn bewegt.

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Reportage über düsteres Genossenkapitel im econo Wirtschaftsmagazin

6. Oktober 2010

econo WirtschaftsmagazinIn seiner Oktober-Ausgabe berichtet das Wirtschaftsmagazin econo über den DG-Fonds-Skandal – das dunkle Kapitel der genossenschaftlichen Geschichte, von dem Volks- und Raiffeisenbanken derzeit von zahlreichen Gerichtsurteilen und einer empörten Öffentlichkeit eingeholt werden. Der Artikel ist in der Print-Ausgabe erscheinen. Online ist econo unter www.econo.de erreichbar