USA greifen europäischen Banken ins Portemonaie

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Das wird selbst dem Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret zu frech: Unter dem Deckmäntelchen „ordentlicher Strafverfahren“ wird europäischen und vor allem deutschen Banken in die Tasche gegriffen. Findige amerkanische (Staats-)Anwälte suchen nach geeigneten Ansätzen, wie man die Banken von der europäischen Seite am effektivsten „plündern“ kann: Da wird zunächst ein Vergehen „nachgewiesen“, dann werden Milliardenstrafen in den Raum gestellt und darüber verhandelt. Es läuft stets nach dem selben Muster: Selbst die „verhandelten“ Strafen bewegen sich noch in fantastischen Höhen. Diese Art des „America first“ hat bereits Tradition und kommt nicht erst von Donald Trump und bildet mittlerweile eine wichtige Säule der Staatsfinanzierung.

In umgekehrter Reihenfolge ist ein solches Spiel undenkbar: Zum einen sind solche „Mondstrafen“ in Europa nicht denkbar. Zum anderen wird in Europa auf den „Partner“ USA viel mehr Rücksicht genommen. Dabei haben US-amerkansiche Strafen bereits mehrere europäische Banken an den Rand des Ruins getrieben. Wie so oft, springt im Ernstfall der Steuerzahler ein. Der unmoralische Geldfluss kennt also nur eine Richtung: Vom europäischen Steuerzahler über die europäischen Banken an den amerikanischen Staat. Auch das ist „America first“: Wenn es andere gibt, die den amerikanischen Wohlstand finanzieren, warum sollten es die Amerikaner dann selbst tun? Die neue Ehrlichkeit des Donald Trump in Sachen Egoismus könnte dies vielleicht ändern. Getreu dem Motto: „Wenn jeder an sich denkt, wird keiner vergessen“. Bleibt zu hoffen, dass man in Europa endlich das nötige Selbstbewusstsein an den Tag legt, das nötig ist um den Plündereien aus Übersee endlich Einhalt zu gebieten.

Im Tagesspiegel spricht Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret Klartext: „Die Strafen, die Banken in den USA zahlen müssen, sind nicht nur hoch: Es ist auch nicht nachvollziehbar, wie ihre Höhe zustande kommt. Ohne Frage hat es Verfehlungen bei den Banken gegeben, weshalb Strafzahlungen sehr wohl angebracht sind. Aber bei dem Ausmaß der Strafzahlungen in den USA fragt man sich schon, wie so etwas in dieser schwindelerregenden Höhe zu Stande kommt.

Zum Tagesspiegel-Interview

 

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