Archive for the ‘Skandale’ Category

Der deutsche Steuerzahler ist der große Verlierer

21. Februar 2017

Die Euro-Zone steckt weiter in Turbulenzen, auch wenn derzeit niemand genau hinsieht. Kommt es wirklich zum Kollaps der Währungszone, ist der deutsche Steuerzahler der große Verlierer. Denn Deutschland finanziert die Defizite der meisten anderen Mitglieds-Staaten.

Zum ganzen Artikel: Schulden in der Euro-Zone. 800 Milliarden blanko! Deutschlands teurer Freundschaftsdienst an Europa – Focus Money Online

USA greifen europäischen Banken ins Portemonaie

30. Januar 2017

Das wird selbst dem Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret zu frech: Unter dem Deckmäntelchen „ordentlicher Strafverfahren“ wird europäischen und vor allem deutschen Banken in die Tasche gegriffen. Findige amerkanische (Staats-)Anwälte suchen nach geeigneten Ansätzen, wie man die Banken von der europäischen Seite am effektivsten „plündern“ kann: Da wird zunächst ein Vergehen „nachgewiesen“, dann werden Milliardenstrafen in den Raum gestellt und darüber verhandelt. Es läuft stets nach dem selben Muster: Selbst die „verhandelten“ Strafen bewegen sich noch in fantastischen Höhen. Diese Art des „America first“ hat bereits Tradition und kommt nicht erst von Donald Trump und bildet mittlerweile eine wichtige Säule der Staatsfinanzierung.

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Nach der „Plünderung“ zieht sich das Genossenschaftswesen aus der Fläche zurück

23. Januar 2017

Täbingen – ein idyllischer Ort auf dem kleinen Heuberg ist jetzt noch idyllischer: Seit Januar 2017 ist die Teilgemeinde des württembergischen Städtchens Rosenfeld völlig frei von Banken und bankähnlichen Strukturen. Die nicht gerade für Kundenfreundlichkeit bekannte Volksbank Hohenzollern-Balingen, die sich die frühere Raiffeisenbank Täbingen in mehreren Fusionsstufen einverleibt hatte, hat nun in Täbingen ganze Arbeit geleistet. Nicht nur die örtliche Filiale wurde dicht gemacht – auch den Kontoauszugdrucker und den Geldautomaten haben die genossenschaftlichen Plünderer gleich mitgenommen. „Bargeldlos durch die Nacht“ lautet seither der Gassenhauer in Täbingen – in Anlehnung an den Hit von Helene Fischer.

Ein Überbleibsel gibt es noch, das in Täbingen noch an die Zeiten erinnert, als es noch Zugang zu einer Bank gab: Das Straßenschild der „Raiffeisenstraße“. Ob die Täbinger dieses Schild nun noch sehen wollen oder ob es schon bald einen Antrag für die Umbenennung der „Raiffeisenstraße“ geben wird, ist im Moment noch nicht abzusehen. Vorschläge für den neuen Straßennamen nimmt die Ortsverwaltung Täbingen entgegen oder können über die Kommentarfunktion hier im Bankgenossen abgegeben werden. Durch ihren rücksichtslosen Rückzug hat die Volksbank Hohenzollern-Balingen getreu ihrem Werbeslogan den Weg frei gemacht für die Umbenennung der Straße. Für den Wechsel der Kunden zu einer anderen Bank übrigens auch.

Quelle: Zollern-Alb-Kurier

Kleinsparer werden zur Kasse gebeten

4. November 2016

Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien bricht ein Tabu: Nachdem die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee sowie die Volksbank Stendal mit der Einführung von Strafzinsen für Privatkunden für Aufsehen gesorgt hatte (ab sofort müssen Kunden mit Ersparnissen über 100.000 € Gebühren bezahlen), bittet nun auch die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien ihre Kunden zur Kasse. Wer dort auf dem „VR FlexGeld“  sein Geld deponiert, muss seit kurzem für die Kontoführung bezahlen – und erhält im Gegenzug nur 0,01 % Zinsen auf sein Tagesgeld. Die Gebühren liegen derzeit zwischen 5 und 50 € im Monat.

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Volksbank Hohenzollern-Balingen schließt 13 Filialen

28. Oktober 2016

Der schleichende Niedergang geht weiter: Vor kurzem fusionierte die in die Schlagzeilen geratene Volksbank Balingen mit der Volksbank Hechingen zur „Voba-Hoba“ (Volksbank Hohenzollen-Balingen). Nun zeigen sich erste „Erfolge“ dieser Aktion: Auf einen Schlag werden 13 Filialen geschlossen. Pikant dabei: wie nicht anders zu erwarten war, sind hauptsächlich Filialen aus dem Gebiet der ehemaligen Volksbank Balingen betroffen. Mit dem Dichtmachen der Geschäftsstellen in Endingen, Engstlatt, Erzingen, Ostdorf, Roßwangen, Heiligenzimmern, Isingen und Täbingen setzt sich die Selbstauflösung des Genossenschaftlichen Sektors in der Fläche fort. (more…)

Veranstaltungstipp: Die coop AG-Geschichte

19. Oktober 2016

Die Geschichte der coop AG stellt eine beispielhafte genossenschaftliche Fehlleistung dar, wenn es um das Thema Konsumgenossenschaften geht. Am 28. und 29. Oktober 2016 veranstaltet die Heinrich-Kaufmann-Stiftung eine interessante Tagung zur Entstehung und dem Untergang der coop AG, zu der man sich jetzt noch anmelden kann:

www.kaufmann-stiftung.de/veranstaltungen

Axel Weber: „Finanzmärkte sind außer Kontrolle“

5. September 2016

„Die Akteure an den Finanzmärkten haben den Überblick über das gesamte Geschehen verloren“, sagt der frühere Bundesbank-Präsident, der, für viele überraschend, seinen Platz am 30. April 2011 geräumt hat. Viele sagen, Weber hätte das Europäische Finanzdebakel kommen sehen und gab auf, als er feststellte, dass seine Warnungen vom EZB-Direktorium ignoriert werden. Heute ist Weber Verwaltungsratschef der Schweizer Großbank UBS.

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Soziale Gerechtigkeit – Mittelschicht Opfer oder Mittäter?

31. August 2016

Die Mittelschicht beklagt sich immer mehr, dass die soziale Gerechtigkeit abnimmt. Die Reichen werden noch reicher, während die Armen gleichzeitig noch ärmer werden. Ein weiterer Fakt ist, dass die Mittelschicht die meisten Wähler stellt, trotzdem aber immer mehr politischen Einfluss verliert. Doch wie kommt es dazu? Ist die Mittelschicht hier in der Opfer-Rolle oder trägt sie doch eine Mitschuld an diesem Zustand?

Mit dieser Frage hat sich Ulrike Herrmann in ihrem Artikel „Soziale Gerechtigkeit: Die Mittelschicht betrügt sich selbst“ im SPIEGEL ONLINE beschäftigt.

Staatliche Schützenhilfe für amerikanische Steuerhinterzieher

29. August 2016

Wenn es um die Durchsetzung eigener Interessen geht, können amerikanische Behörden beeindruckend effizient vorgehen. Dies zeigen Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit wie die Ahndung vermeintlicher Bremsversagen bei Toyota, die Aufdeckung des VW-Abgasskandals, das große Aufräumen bei der Fifa oder die De-Facto-Lüftung des Schweizer Bankgeheimnisses. Doch wenn es um die Regulierung und Besteuerung US-amerikanischer Konzerne geht, wird die US-amerikanische Kultur der Doppelmoral deutlich. Während amerikanische Behörden scharfe Geschütze gegen Europäische Unternehmen auffahren, wenn sich diese nicht an amerikanische Regeln halten, stellen sich die US-Behörden vor Unternehmen wie Apple, Amazon und Starbucks, wenn Europa gegen die Steuerverschiebungen der US-Konzerne vorgehen will. Jetzt haben die USA der EU-Kommission sogar offen mit einem Steuerkrieg gedroht, weil diese von amerikanischen Steuersündern Milliarden an Steuern nachfordern könnte.

Verschiedene Wirtschaftszeitungen und Nachrichtenmagazine haben dieses Thema aufgearbeitet – unter anderem DER SPIEGEL.

Nur 5 Prozent der Rettungsmilliarden landeten bisher im griechischen Haushalt

4. Mai 2016

Wie das Handelsblatt heute berichtet, trifft genau das zu, was die meisten befürchtet haben: Die nach Athen gesandten Rettungsmilliarden halfen vor allem Banken und Großinvestoren. Mit den Hilfspaketen für Griechenland wurden nicht die Griechen gerettet, sondern vor allem die Banken – und zwar auf Kosten der Allgemeinheit. Das belegt eine Studie der European School of Management and Technology (ESMT), die wir im Handelsblatt exklusiv ausbreiten. Danach landeten nur fünf Prozent von 216 Milliarden Euro Rettungsgeldern im griechischen Haushalt. „Die europäischen Steuerzahler haben die privaten Investoren herausgekauft“, bilanziert ESMT-Präsident Jörg Rocholl.