Kleinsparer werden zur Kasse gebeten

4. November 2016 by

Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien bricht ein Tabu: Nachdem die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee sowie die Volksbank Stendal mit der Einführung von Strafzinsen für Privatkunden für Aufsehen gesorgt hatte (ab sofort müssen Kunden mit Ersparnissen über 100.000 € Gebühren bezahlen), bittet nun auch die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien ihre Kunden zur Kasse. Wer dort auf dem „VR FlexGeld“  sein Geld deponiert, muss seit kurzem für die Kontoführung bezahlen – und erhält im Gegenzug nur 0,01 % Zinsen auf sein Tagesgeld. Die Gebühren liegen derzeit zwischen 5 und 50 € im Monat.

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Volksbank Hohenzollern-Balingen schließt 13 Filialen

28. Oktober 2016 by

Der schleichende Niedergang geht weiter: Vor kurzem fusionierte die in die Schlagzeilen geratene Volksbank Balingen mit der Volksbank Hechingen zur „Voba-Hoba“ (Volksbank Hohenzollen-Balingen). Nun zeigen sich erste „Erfolge“ dieser Aktion: Auf einen Schlag werden 13 Filialen geschlossen. Pikant dabei: wie nicht anders zu erwarten war, sind hauptsächlich Filialen aus dem Gebiet der ehemaligen Volksbank Balingen betroffen. Mit dem Dichtmachen der Geschäftsstellen in Endingen, Engstlatt, Erzingen, Ostdorf, Roßwangen, Heiligenzimmern, Isingen und Täbingen setzt sich die Selbstauflösung des Genossenschaftlichen Sektors in der Fläche fort. Den Rest des Beitrags lesen »

Veranstaltungstipp: Die coop AG-Geschichte

19. Oktober 2016 by

Die Geschichte der coop AG stellt eine beispielhafte genossenschaftliche Fehlleistung dar, wenn es um das Thema Konsumgenossenschaften geht. Am 28. und 29. Oktober 2016 veranstaltet die Heinrich-Kaufmann-Stiftung eine interessante Tagung zur Entstehung und dem Untergang der coop AG, zu der man sich jetzt noch anmelden kann:

www.kaufmann-stiftung.de/veranstaltungen

Eine Bank, die alles tut, außer das, wofür sie zuständig ist: Deutsche Bank

27. September 2016 by

Die Aktie der Deutschen Bank ist auf ein Rekordtief gefallen. Das größte deutsche Geldhaus entwickelt sich mit zunehmendem Tempo zum Sanierungsfall. Das hat seine Gründe: Lange Zeit war es selbstverständlich, dass Banken dazu da sind, den Geldfluss in einer Volkswirtschaft sicher zu stellen und die Kunden mit dem zu versorgen, was sie üblicherweise von einer Bank brauchen: Giro- und Sparkonten, Kredite, Geldanlagemöglichkeiten und sonstige Finanzdienstleistungen. Damit konnte man auskömmliche Renditen erzielen. Das ging so lange gut, bis sich ganz schlaue Leute mit diesen Renditen nicht mehr zufrieden gaben und ähnliche Parolen ausgaben wie die FDP vor ihrem Niedergang: Von 18 Prozent war die Rede. Schnell war auch klar, dass das nicht zu erwirtschaften ist, in dem man anständig das Geschäft macht, das die Kunden von einer seriösen Deutschen Bank erwarten.

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So wehren Sie sich gegen den Großangriff auf Ihr Bargeld!

7. September 2016 by

Der nächste dreiste Coup auf unser Geld steht unmittelbar bevor: Schon bald drohen Bargeldrestriktionen bis hin zum Bargeldverbot. Die EU arbeitet bereits an konkreten Plänen, das Bargeld 2018 vollständig abzuschaffen. Die Bürger werden dadurch zu »gläsernen« und ferngelenkten Verbrauchern. Der Staat und viele Großkonzerne reiben sich die Hände.

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Axel Weber: „Finanzmärkte sind außer Kontrolle“

5. September 2016 by

„Die Akteure an den Finanzmärkten haben den Überblick über das gesamte Geschehen verloren“, sagt der frühere Bundesbank-Präsident, der, für viele überraschend, seinen Platz am 30. April 2011 geräumt hat. Viele sagen, Weber hätte das Europäische Finanzdebakel kommen sehen und gab auf, als er feststellte, dass seine Warnungen vom EZB-Direktorium ignoriert werden. Heute ist Weber Verwaltungsratschef der Schweizer Großbank UBS.

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Direktbanken: DAB fusioniert mit Consors

2. September 2016 by

DAB ConsorsMit leichter Verzögerung wird nun die Fusion der Direktbanken DAB und Consors unter dem Dach der französischen Großbank PNB Paribas vollzogen. In den letzten Tagen haben die Kunden der DAB ein Schreiben erhalten, in dem die Auflösung der Marke DAB und der Zwangswechsel aller DAB-Kunden zur Consorsbank angekündigt wird.

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Soziale Gerechtigkeit – Mittelschicht Opfer oder Mittäter?

31. August 2016 by

Die Mittelschicht beklagt sich immer mehr, dass die soziale Gerechtigkeit abnimmt. Die Reichen werden noch reicher, während die Armen gleichzeitig noch ärmer werden. Ein weiterer Fakt ist, dass die Mittelschicht die meisten Wähler stellt, trotzdem aber immer mehr politischen Einfluss verliert. Doch wie kommt es dazu? Ist die Mittelschicht hier in der Opfer-Rolle oder trägt sie doch eine Mitschuld an diesem Zustand?

Mit dieser Frage hat sich Ulrike Herrmann in ihrem Artikel „Soziale Gerechtigkeit: Die Mittelschicht betrügt sich selbst“ im SPIEGEL ONLINE beschäftigt.

Staatliche Schützenhilfe für amerikanische Steuerhinterzieher

29. August 2016 by

Wenn es um die Durchsetzung eigener Interessen geht, können amerikanische Behörden beeindruckend effizient vorgehen. Dies zeigen Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit wie die Ahndung vermeintlicher Bremsversagen bei Toyota, die Aufdeckung des VW-Abgasskandals, das große Aufräumen bei der Fifa oder die De-Facto-Lüftung des Schweizer Bankgeheimnisses. Doch wenn es um die Regulierung und Besteuerung US-amerikanischer Konzerne geht, wird die US-amerikanische Kultur der Doppelmoral deutlich. Während amerikanische Behörden scharfe Geschütze gegen Europäische Unternehmen auffahren, wenn sich diese nicht an amerikanische Regeln halten, stellen sich die US-Behörden vor Unternehmen wie Apple, Amazon und Starbucks, wenn Europa gegen die Steuerverschiebungen der US-Konzerne vorgehen will. Jetzt haben die USA der EU-Kommission sogar offen mit einem Steuerkrieg gedroht, weil diese von amerikanischen Steuersündern Milliarden an Steuern nachfordern könnte.

Verschiedene Wirtschaftszeitungen und Nachrichtenmagazine haben dieses Thema aufgearbeitet – unter anderem DER SPIEGEL.

EZB: Verantwortliche Geldpolitik oder Kumpanei?

5. August 2016 by

Mario Draghi EZB
Sie haben ein Unternehmen und brauchen dringend Geld? Kein Problem: Geben Sie einfach eine „Unternehmensanleihe“ heraus. Wenn Sie das Vertrauen von Anlegern genießen, kaufen diese Ihre Anleihe und leihen Ihnen damit ihr Geld. Wenn Sie nicht vertrauenswürdig sind oder es schon im Voraus klar ist, dass Sie das Geld nie zurück zahlen können, sollten Sie sich mit Mario Draghi gut stellen. Er ist nämlich Chef der Europäischen Zentralbank und kauft Anleihen von Unternehmen – bisher schon für fast 12 Milliarden. Gut für Sie, wenn Sie Großunternehmer sind, der dringend Geld braucht und die Sympathie des Herrn Draghi genießt. Schlecht für Sie, wenn eine der vorgenannten Voraussetzungen nicht zutrifft. Zum Beispiel, wenn Sie ein ganz normaler Steuerzahler sind, der jeden Tag arbeitet, damit er mit seinen Steuern das Geschäftsmodell des Herrn Draghi finanzieren kann. Denn die Verluste, die Herr Draghi produziert, müssen Sie als Steuerzahler am Ende bezahlen.

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