Staatliche Schützenhilfe für amerikanische Steuerhinterzieher

29. August 2016 by

Wenn es um die Durchsetzung eigener Interessen geht, können amerikanische Behörden beeindruckend effizient vorgehen. Dies zeigen Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit wie die Ahndung vermeintlicher Bremsversagen bei Toyota, die Aufdeckung des VW-Abgasskandals, das große Aufräumen bei der Fifa oder die De-Facto-Lüftung des Schweizer Bankgeheimnisses. Doch wenn es um die Regulierung und Besteuerung US-amerikanischer Konzerne geht, wird die US-amerikanische Kultur der Doppelmoral deutlich. Während amerikanische Behörden scharfe Geschütze gegen Europäische Unternehmen auffahren, wenn sich diese nicht an amerikanische Regeln halten, stellen sich die US-Behörden vor Unternehmen wie Apple, Amazon und Starbucks, wenn Europa gegen die Steuerverschiebungen der US-Konzerne vorgehen will. Jetzt haben die USA der EU-Kommission sogar offen mit einem Steuerkrieg gedroht, weil diese von amerikanischen Steuersündern Milliarden an Steuern nachfordern könnte.

Verschiedene Wirtschaftszeitungen und Nachrichtenmagazine haben dieses Thema aufgearbeitet – unter anderem DER SPIEGEL.

EZB: Verantwortliche Geldpolitik oder Kumpanei?

5. August 2016 by

Mario Draghi EZB
Sie haben ein Unternehmen und brauchen dringend Geld? Kein Problem: Geben Sie einfach eine „Unternehmensanleihe“ heraus. Wenn Sie das Vertrauen von Anlegern genießen, kaufen diese Ihre Anleihe und leihen Ihnen damit ihr Geld. Wenn Sie nicht vertrauenswürdig sind oder es schon im Voraus klar ist, dass Sie das Geld nie zurück zahlen können, sollten Sie sich mit Mario Draghi gut stellen. Er ist nämlich Chef der Europäischen Zentralbank und kauft Anleihen von Unternehmen – bisher schon für fast 12 Milliarden. Gut für Sie, wenn Sie Großunternehmer sind, der dringend Geld braucht und die Sympathie des Herrn Draghi genießt. Schlecht für Sie, wenn eine der vorgenannten Voraussetzungen nicht zutrifft. Zum Beispiel, wenn Sie ein ganz normaler Steuerzahler sind, der jeden Tag arbeitet, damit er mit seinen Steuern das Geschäftsmodell des Herrn Draghi finanzieren kann. Denn die Verluste, die Herr Draghi produziert, müssen Sie als Steuerzahler am Ende bezahlen.

Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer erkennt darin das „Bankensystem zu Zeiten der Planwirtschaft“ wieder. Wozu dieses System geführt hat, wissen wir alle: Es ist gescheitert und musste übrigens auch von dem oben genannten Personenkreis bezahlt werden: Dem unschuldigen Steuerzahler, der mit dem System Planwirtschaft nie zu tun hatte. Draghi, der frühere Goldman-Sachs-Banker braucht jedoch keine Angst vor der Verarmung, die nach dem Platzen der von Ihm gelegten gigantischen Zeitbombe über Europa hereinbrechen wird. Er und seine Kollegen haben sich „auskömmliche“ Privatvermögen aufgebaut und werden auch nach dem GAU die Strippen der Finanzwelt fest in den Händen halten. Mit der dankbaren Unterstützung der Unternehmen, die er gerade im Rahmen der aktuellen Anleihekauf-Welle mit Steuergeld sponsert.

Banken-Stresstest – Wie sicher ist unser Geld auf der Bank?

1. August 2016 by

Nach dem Banken-Stresstest fragen sich viele Sparer, ob das Geld auf den deutschen bzw. europäischen Banken noch sicher ist. Beunruhigend weit oben im Krisen-Ranking findet man zwei große deutsche Banken: die Commerzbank (Platz 7) und die Deutsche Bank (Platz 9). Ob das ein Grund zur Sorge ist? Damit haben sich die BILD-Zeitung und das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ befasst.

Hier geht es zu den Artikeln:
Nach Banken-Stresstest: Wo ist mein Geld wirklich sicher?
Banken und andere Krisen – so ist Ihr Geld sicher

 

Putschversuch in der Türkei – Ist unser Geld dort noch sicher?

20. Juli 2016 by

Der Putschversuch vergangene Woche in der Türkei bringt viele Verunsicherungen mit sich. Unter anderem stellt sich nun die Frage: Wie sicher ist das Geld bei einer türkischen Bank? Denn bereits drei Tage nach dem Putschversuch wurde am Montag, 18.07.2016, die erste türkische Bank, Asya Bank, durch den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vorübergehend geschlossen. Doch müssen die Deutschen nun um ihr Erspartes bangen?

Hier geht es zum vollständigen Artikel der FAZ:
Nach Putschversuch: Wie sicher ist das Geld bei türkischen Banken?

Nur 5 Prozent der Rettungsmilliarden landeten bisher im griechischen Haushalt

4. Mai 2016 by

Wie das Handelsblatt heute berichtet, trifft genau das zu, was die meisten befürchtet haben: Die nach Athen gesandten Rettungsmilliarden halfen vor allem Banken und Großinvestoren. Mit den Hilfspaketen für Griechenland wurden nicht die Griechen gerettet, sondern vor allem die Banken – und zwar auf Kosten der Allgemeinheit. Das belegt eine Studie der European School of Management and Technology (ESMT), die wir im Handelsblatt exklusiv ausbreiten. Danach landeten nur fünf Prozent von 216 Milliarden Euro Rettungsgeldern im griechischen Haushalt. „Die europäischen Steuerzahler haben die privaten Investoren herausgekauft“, bilanziert ESMT-Präsident Jörg Rocholl.

„Panama-Dienstleister“ wird Bankenverbandspräsident

11. April 2016 by

flagge-panama[1]Während in Frankreich die Staatsanwaltschaft Panama-verdächtige Banken „stürmt“, scheint in Deutschland alles ruhig zu verlaufen: Der Chef der Berenberg-Bank, die über ihren Schweizer Ableger kräftig im Geschäft mit den Briefkästen in Panama mitmischt, wird heute in Berlin zum Bankenverbandspräsidenten bestellt. Hans-Walter Peters versichert zwar, es sei „alles sauber“, doch 67 Prozent Eigenkapitalrendite in einem schwierigen Markt müssen irgendwo her kommen. Irgendwie könnte einen das doch glatt an die Fifa erinnern.

Erfolglose Fusionitis – Volksbank Rottweil scheitert mit allen Fusionsversuchen

30. März 2016 by

Mit Balingen haben sie es probiert, mit Schramberg und mit Tuttlingen. Doch keiner will sie haben. Viel Energie hat die Volksbank Rottweil in Fusionsanstrengungen gesteckt. Bei dem einen oder anderen Anlauf waren auch schon die Personalentscheidungen für die Zeit nach der vollzogenen Fusion getroffen und die teils pikanten Mitarbeitergespräche geführt. Doch es ist nie soweit gekommen: Bisher wurde stets in letzter Sekunde die Notbremse gezogen. Die Mitglieder sollten ihren Vorstand und Aufsichtsrat nun aber wirklich mal zur Rede stellen.

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Die EZB bewegt sich längst außerhalb ihres politischen Auftrags

10. März 2016 by

EZBDer EZB-Rat trifft sich heute in Frankfurt. Den Anzeichen nach soll das Tempo der viel zu lockeren Geldpolitik noch erhöht werden. Ein Direktoriumsmitglied der EZB, Jürgen Stark, widerspricht der Mainstream-Meinung im Gremium: Die EZB bewege sich nicht mehr im Rahmen ihres politischen Auftrages. Auch die (nicht differenzierbaren) Instrumente seien untauglich, um die vielfältigen, regional unterschiedlichen Probleme des Euroraums zu lösen.

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Der große Deka-Bluff

2. März 2016 by

Deka-Bluff Windige Fondskonzepte, betrogene Anleger und Verantwortliche, denen nicht bei zu kommen ist – so sind mittlerweile die Genossenschaftlichen Investmentangebote bekannt. Weniger kriminell, aber auch nicht befriedigend läuft es bei den Fonds der Sparkassen: Unter dem Titel „Der große Deka-Bluff“ deckt die Wirtschaftswoche auf, was Anleger von Dekafonds wirklich erwarten können. Es wird schnell klar: Die Prospektangaben und Prognoserechnungen sind Wunschvorstellungen, die jeglicher Realität entbehren.

Zum Online-Artikel der Wiwo

Sparer werden weiter enteignet

1. März 2016 by

Am 10. März ist die nächste EZB-Sitzung. Die Anzeichen verdichten sich, dass die EZB den Einlagenzins von derzeit minus 0,3 Prozent voraussichtlich weiter senken wird. Außerdem wird sie ihre Ankauf-Programme für notleidende Staatsanleihen höchstwahrscheinlich ausweiten. Mario Draghi und seine Gefolgsleute haben für die gedanken- und planlose Schuldner die perfekte Welt geschaffen. In dieser Welt zahlt der Schuldner nahezu nichts, und wenn ihm selbst das zu viel ist, nimmt die EZB seine Risiken in ihre Bücher. Es ist mittlerweile nicht nur chic, auf Kosten anderer zu leben – es zahlt sich auch noch aus. Wie lange das gut gehen kann, bleibt abzuwarten. Waren es früher vereinzelte „Asoziale“, die dem System schadeten, ist heute das System „asozial“. Verantwortungsbewusstes Handeln und Sparen für die Zukunft scheinen Tugenden aus der Vergangenheit zu sein.


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