Archive for the ‘Umgang mit Anlegern’ Category

Wer trägt das „Fremdwährungsrisiko“ bei Ansprüchen im Zusammenhang mit Fremdwährungsdarlehen?

17. Oktober 2017

Am 20.09.2017 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass eine Bank im Zusammenhang mit Fremdwährungsdarlehen über das Wechselkursrisiko umfassend und eindeutig aufklären muss.

So weit – so gut.

Leider hat der EuGH die bis dato auch vom BGH nicht entschiedene Frage, wer im Falle einer erfolgreichen Geltendmachung von Ansprüchen gegen die darlehensgebende Bank das sogenannte „Fremdwährungsrisiko“ zu tragen hat.

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Nach der „Plünderung“ zieht sich das Genossenschaftswesen aus der Fläche zurück

23. Januar 2017

Täbingen – ein idyllischer Ort auf dem kleinen Heuberg ist jetzt noch idyllischer: Seit Januar 2017 ist die Teilgemeinde des württembergischen Städtchens Rosenfeld völlig frei von Banken und bankähnlichen Strukturen. Die nicht gerade für Kundenfreundlichkeit bekannte Volksbank Hohenzollern-Balingen, die sich die frühere Raiffeisenbank Täbingen in mehreren Fusionsstufen einverleibt hatte, hat nun in Täbingen ganze Arbeit geleistet. Nicht nur die örtliche Filiale wurde dicht gemacht – auch den Kontoauszugdrucker und den Geldautomaten haben die genossenschaftlichen Plünderer gleich mitgenommen. „Bargeldlos durch die Nacht“ lautet seither der Gassenhauer in Täbingen – in Anlehnung an den Hit von Helene Fischer.

Ein Überbleibsel gibt es noch, das in Täbingen noch an die Zeiten erinnert, als es noch Zugang zu einer Bank gab: Das Straßenschild der „Raiffeisenstraße“. Ob die Täbinger dieses Schild nun noch sehen wollen oder ob es schon bald einen Antrag für die Umbenennung der „Raiffeisenstraße“ geben wird, ist im Moment noch nicht abzusehen. Vorschläge für den neuen Straßennamen nimmt die Ortsverwaltung Täbingen entgegen oder können über die Kommentarfunktion hier im Bankgenossen abgegeben werden. Durch ihren rücksichtslosen Rückzug hat die Volksbank Hohenzollern-Balingen getreu ihrem Werbeslogan den Weg frei gemacht für die Umbenennung der Straße. Für den Wechsel der Kunden zu einer anderen Bank übrigens auch.

Quelle: Zollern-Alb-Kurier

Kleinsparer werden zur Kasse gebeten

4. November 2016

Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien bricht ein Tabu: Nachdem die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee sowie die Volksbank Stendal mit der Einführung von Strafzinsen für Privatkunden für Aufsehen gesorgt hatte (ab sofort müssen Kunden mit Ersparnissen über 100.000 € Gebühren bezahlen), bittet nun auch die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien ihre Kunden zur Kasse. Wer dort auf dem „VR FlexGeld“  sein Geld deponiert, muss seit kurzem für die Kontoführung bezahlen – und erhält im Gegenzug nur 0,01 % Zinsen auf sein Tagesgeld. Die Gebühren liegen derzeit zwischen 5 und 50 € im Monat.

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Volksbank Hohenzollern-Balingen schließt 13 Filialen

28. Oktober 2016

Der schleichende Niedergang geht weiter: Vor kurzem fusionierte die in die Schlagzeilen geratene Volksbank Balingen mit der Volksbank Hechingen zur „Voba-Hoba“ (Volksbank Hohenzollen-Balingen). Nun zeigen sich erste „Erfolge“ dieser Aktion: Auf einen Schlag werden 13 Filialen geschlossen. Pikant dabei: wie nicht anders zu erwarten war, sind hauptsächlich Filialen aus dem Gebiet der ehemaligen Volksbank Balingen betroffen. Mit dem Dichtmachen der Geschäftsstellen in Endingen, Engstlatt, Erzingen, Ostdorf, Roßwangen, Heiligenzimmern, Isingen und Täbingen setzt sich die Selbstauflösung des Genossenschaftlichen Sektors in der Fläche fort. (more…)

Banken-Stresstest – Wie sicher ist unser Geld auf der Bank?

1. August 2016

Nach dem Banken-Stresstest fragen sich viele Sparer, ob das Geld auf den deutschen bzw. europäischen Banken noch sicher ist. Beunruhigend weit oben im Krisen-Ranking findet man zwei große deutsche Banken: die Commerzbank (Platz 7) und die Deutsche Bank (Platz 9). Ob das ein Grund zur Sorge ist? Damit haben sich die BILD-Zeitung und das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ befasst.

Hier geht es zu den Artikeln:
Nach Banken-Stresstest: Wo ist mein Geld wirklich sicher?
Banken und andere Krisen – so ist Ihr Geld sicher

 

Der große Deka-Bluff

2. März 2016

Deka-Bluff Windige Fondskonzepte, betrogene Anleger und Verantwortliche, denen nicht bei zu kommen ist – so sind mittlerweile die Genossenschaftlichen Investmentangebote bekannt. Weniger kriminell, aber auch nicht befriedigend läuft es bei den Fonds der Sparkassen: Unter dem Titel „Der große Deka-Bluff“ deckt die Wirtschaftswoche auf, was Anleger von Dekafonds wirklich erwarten können. Es wird schnell klar: Die Prospektangaben und Prognoserechnungen sind Wunschvorstellungen, die jeglicher Realität entbehren.

Zum Online-Artikel der Wiwo

Sparer werden weiter enteignet

1. März 2016

Am 10. März ist die nächste EZB-Sitzung. Die Anzeichen verdichten sich, dass die EZB den Einlagenzins von derzeit minus 0,3 Prozent voraussichtlich weiter senken wird. Außerdem wird sie ihre Ankauf-Programme für notleidende Staatsanleihen höchstwahrscheinlich ausweiten. Mario Draghi und seine Gefolgsleute haben für die gedanken- und planlose Schuldner die perfekte Welt geschaffen. In dieser Welt zahlt der Schuldner nahezu nichts, und wenn ihm selbst das zu viel ist, nimmt die EZB seine Risiken in ihre Bücher. Es ist mittlerweile nicht nur chic, auf Kosten anderer zu leben – es zahlt sich auch noch aus. Wie lange das gut gehen kann, bleibt abzuwarten. Waren es früher vereinzelte „Asoziale“, die dem System schadeten, ist heute das System „asozial“. Verantwortungsbewusstes Handeln und Sparen für die Zukunft scheinen Tugenden aus der Vergangenheit zu sein.

Kompetent oder nicht?

1. Februar 2016

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Deutsche Vermögensberatung AG zur Schadensersatzleistung verurteilt

12. August 2015

Das Landgericht Frankfurt am Main verurteilte die Deutsche Vermögensberatung AG zur vollständigen Rückabwicklung eines DWS-ImmoFlex Vermögensmandates.  Obwohl der Kläger seine Anteile am DWS-ImmoFlex Vermögensmandat über einen Agenturvertreter der Deutschen Vermögensberatung AG erwarb, war die Beklagte der Auffassung, nicht passivlegitimiert zu sein. Nach ihrer Auffassung sei die richtige Beklagte die Deutsche Bank, nicht jedoch die Deutsche Vermögensberatung AG. Dieser Rechtsauffassung erteilte das Landgericht Frankfurt am Main zutreffend eine klare Absage.

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Sparkasse Schweinfurt zur vollständigen Rückabwicklung einer Kommanditbeteiligung an der Heizkraftwerke-Pool GmbH & Co. Beteiligungs KG verurteilt

10. August 2015

Alle Winkelzüge der Sparkasse Schweinfurt haben dieser nicht geholfen. Mit Urteil des Landgerichts Schweinfurt vom 22.07.2015 wurde diese zur Zahlung von über 135.000,00 € verurteilt. Hintergrund war eine von der Sparkasse vermittelte Kommanditbeteiligung an der Heizkraftwerke-Pool GmbH & Co. Beteiligungs KG.

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