Autor-Archiv

Wer trägt das „Fremdwährungsrisiko“ bei Ansprüchen im Zusammenhang mit Fremdwährungsdarlehen?

17. Oktober 2017

Am 20.09.2017 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass eine Bank im Zusammenhang mit Fremdwährungsdarlehen über das Wechselkursrisiko umfassend und eindeutig aufklären muss.

So weit – so gut.

Leider hat der EuGH die bis dato auch vom BGH nicht entschiedene Frage, wer im Falle einer erfolgreichen Geltendmachung von Ansprüchen gegen die darlehensgebende Bank das sogenannte „Fremdwährungsrisiko“ zu tragen hat.

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Können Unternehmer unzulässige Darlehensbearbeitungsgebühren auch bei Altverträgen zurückfordern?

16. Oktober 2017

Mit Urteil von 04.07.2017 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass seine Rechtsprechung zur Unzulässigkeit von Bearbeitungsentgelten bei Darlehensverträgen nicht nur für Verbraucher-, sondern auch für Unternehmerdarlehen gilt. Bereits im Zusammenhang mit seiner gleichlautenden Rechtsprechung für Verbraucherkredite hat der Bundesgerichtshof allerdings ausgeführt, dass die verjährungsrelevante Kenntnis bereits ab dem Jahre 2010 greift.

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Nationalsozialistische Gesetzgebung gilt weiterhin für Genossenschaften in Deutschland

18. Mai 2017

Wer die Bundestagsdrucksache 18/11937 genau liest, der reibt sich die Augen: Kann es wirklich sein, dass die Bundesregierung aktiv an Gesetzen festhalten will, dei Adolf Hitler 1934 im Rahmen des Ermächtigungsgesetzes eingeführt hat? Man kann es drehen und wenden wie man will: Es ist so. Der vom „Führer“ am 30. Oktober 1934 zum Zweck der Gleichschaltung beschlossene Anschlusszwang der Genossenschaften an einen genossenschaftlichen Prüfverband belibt erhalten. Damit gilt das „Führerprinzip“ bei den Genossenschaften auch weiterhin. Über 70 Jahre nach Ende des Hitler-Regimes ist es den etablierten Verbänden damit erneut gelungen, dieses  braune Relikt aus dunkelster Zeit deutscher Geschichte zu bewahren.

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Der deutsche Steuerzahler ist der große Verlierer

21. Februar 2017

Die Euro-Zone steckt weiter in Turbulenzen, auch wenn derzeit niemand genau hinsieht. Kommt es wirklich zum Kollaps der Währungszone, ist der deutsche Steuerzahler der große Verlierer. Denn Deutschland finanziert die Defizite der meisten anderen Mitglieds-Staaten.

Zum ganzen Artikel: Schulden in der Euro-Zone. 800 Milliarden blanko! Deutschlands teurer Freundschaftsdienst an Europa – Focus Money Online

USA greifen europäischen Banken ins Portemonaie

30. Januar 2017

Das wird selbst dem Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret zu frech: Unter dem Deckmäntelchen „ordentlicher Strafverfahren“ wird europäischen und vor allem deutschen Banken in die Tasche gegriffen. Findige amerkanische (Staats-)Anwälte suchen nach geeigneten Ansätzen, wie man die Banken von der europäischen Seite am effektivsten „plündern“ kann: Da wird zunächst ein Vergehen „nachgewiesen“, dann werden Milliardenstrafen in den Raum gestellt und darüber verhandelt. Es läuft stets nach dem selben Muster: Selbst die „verhandelten“ Strafen bewegen sich noch in fantastischen Höhen. Diese Art des „America first“ hat bereits Tradition und kommt nicht erst von Donald Trump und bildet mittlerweile eine wichtige Säule der Staatsfinanzierung.

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Nach der „Plünderung“ zieht sich das Genossenschaftswesen aus der Fläche zurück

23. Januar 2017

Täbingen – ein idyllischer Ort auf dem kleinen Heuberg ist jetzt noch idyllischer: Seit Januar 2017 ist die Teilgemeinde des württembergischen Städtchens Rosenfeld völlig frei von Banken und bankähnlichen Strukturen. Die nicht gerade für Kundenfreundlichkeit bekannte Volksbank Hohenzollern-Balingen, die sich die frühere Raiffeisenbank Täbingen in mehreren Fusionsstufen einverleibt hatte, hat nun in Täbingen ganze Arbeit geleistet. Nicht nur die örtliche Filiale wurde dicht gemacht – auch den Kontoauszugdrucker und den Geldautomaten haben die genossenschaftlichen Plünderer gleich mitgenommen. „Bargeldlos durch die Nacht“ lautet seither der Gassenhauer in Täbingen – in Anlehnung an den Hit von Helene Fischer.

Ein Überbleibsel gibt es noch, das in Täbingen noch an die Zeiten erinnert, als es noch Zugang zu einer Bank gab: Das Straßenschild der „Raiffeisenstraße“. Ob die Täbinger dieses Schild nun noch sehen wollen oder ob es schon bald einen Antrag für die Umbenennung der „Raiffeisenstraße“ geben wird, ist im Moment noch nicht abzusehen. Vorschläge für den neuen Straßennamen nimmt die Ortsverwaltung Täbingen entgegen oder können über die Kommentarfunktion hier im Bankgenossen abgegeben werden. Durch ihren rücksichtslosen Rückzug hat die Volksbank Hohenzollern-Balingen getreu ihrem Werbeslogan den Weg frei gemacht für die Umbenennung der Straße. Für den Wechsel der Kunden zu einer anderen Bank übrigens auch.

Quelle: Zollern-Alb-Kurier

Bundesfinanzhof: Schadenersatz für Schrottimmobilien ist nicht als Gewinn zu versteuern

9. Januar 2017

Eine Zahlung dafür, dass eine Schadenersatzklage zurückgenommen und auf weitere Ansprüche bei der Rückabwicklung eines geschlossenen Immobilienfonds mit sogenannten Schrottimmobilien verzichtet wird, ist kein privater Veräußerungsgewinn. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in drei gleichlautenden Urteilen vom 6. September 2016, die diesen Mittwoch veröffentlicht wurden, entschieden (Az. IX R 44/14, IX R 45/14 und IX R 27/15).

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Genossenschaften und Quantenphysik

11. Dezember 2016

Das Thema Genossenschaften und deren Verfehlungen wird mittlerweile sogar schon im Umfeld der Quantenphysik diskutiert: Auf der Internetseite des „QuantInstitut – Deutsche ForschungsCooperation für angewandte Quantenphysik“ ist der Bankgenosse auf einen interessanten Thread gestoßen.
 

Kleinsparer werden zur Kasse gebeten

4. November 2016

Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien bricht ein Tabu: Nachdem die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee sowie die Volksbank Stendal mit der Einführung von Strafzinsen für Privatkunden für Aufsehen gesorgt hatte (ab sofort müssen Kunden mit Ersparnissen über 100.000 € Gebühren bezahlen), bittet nun auch die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien ihre Kunden zur Kasse. Wer dort auf dem „VR FlexGeld“  sein Geld deponiert, muss seit kurzem für die Kontoführung bezahlen – und erhält im Gegenzug nur 0,01 % Zinsen auf sein Tagesgeld. Die Gebühren liegen derzeit zwischen 5 und 50 € im Monat.

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Volksbank Hohenzollern-Balingen schließt 13 Filialen

28. Oktober 2016

Der schleichende Niedergang geht weiter: Vor kurzem fusionierte die in die Schlagzeilen geratene Volksbank Balingen mit der Volksbank Hechingen zur „Voba-Hoba“ (Volksbank Hohenzollen-Balingen). Nun zeigen sich erste „Erfolge“ dieser Aktion: Auf einen Schlag werden 13 Filialen geschlossen. Pikant dabei: wie nicht anders zu erwarten war, sind hauptsächlich Filialen aus dem Gebiet der ehemaligen Volksbank Balingen betroffen. Mit dem Dichtmachen der Geschäftsstellen in Endingen, Engstlatt, Erzingen, Ostdorf, Roßwangen, Heiligenzimmern, Isingen und Täbingen setzt sich die Selbstauflösung des Genossenschaftlichen Sektors in der Fläche fort. (more…)